Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Ausgekontert oder aus der Tiefe des Raumes? Über Spielsysteme, Taktik und Mannschaftsteile kann man sich hier die Köpfe heiß diskutieren.
AlanS

Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von AlanS » 15.10.2013 16:59

Bruno hat geschrieben: Hmm...geht man aber jetzt mal von der reinen Aggressivität aus, insbesondere dem Platz den ich dem Gegner beim Spielaufbau lasse, das ist doch keine Frage des Könnens? Kruse will Druck machen, winkt den anderen und die traben dann mehr oder weniger beherzt nach vorne. Das ist doch weder Fisch noch Fleisch.
Dieses aggressive drauf gehen ist m. E. nichts was man "können" muss, sondern etwas das angeordnet wird.
Dazu passt eine Antwort von mir an mitja. Ich mag dieses halbherzige Spiel, das du ansprichst, auch nicht wirklich. Vielleicht liegt eine mögliche Ursache hier drin:
AlanS hat geschrieben:Das wichtigste Kriterium dabei ist die Verlässlichkeit auf die Mitspieler und auf sich selber. Wenn die nicht da ist, gerät alles aus den Fugen.
Ist ständig eine latente Verunsicherung in den Köpfen der Spieler, werden sie ohne außergewöhnliches Talent sehr sehr lange brauchen, bis sie Dinge in die Tat umsetzen, die solch talentierte Spieler eben können, wenn sie auch nicht gerade in Top-Form sind, z.B. einen Gegenspieler überlaufen. Wer die Schnelligkeit hat und darum weiß, der muss nicht in bester seelisch-psychischer Verfassung sein, um einen Antritt mit Ball am Fuß zu starten.
Bruno hat geschrieben:Meine Kernfrage ist also: a.) ist es von LF gewollt nicht so früh zu attackieren? b.) würde er es schon gerne praktizieren lassen, er sieht die Mannschaft aber noch nicht soweit c.) er verlangt es, aber die Spieler setzen es nicht um?

Gehen wir mal davon aus, dass a.), b.) und c.) zutreffen, ist darin ja kein Widerspruch zu erkennen.
a.) können wir ja hier nicht beantworten, aber es sieht für mich schon stark danach aus.
b.) und c.) wären ja normal für einen Entwicklungsprozess. Für mich ergibt sich dann aber die Frage, warum Favre unbedingt dieses Konzept anstrebt.

Bruno hat geschrieben: Aus meiner Sicht sind die Grenzen da fliessend. Der entscheidende Punkt ist "Balleroberung". Und da sehe ich auch eindeutig die Zukunft. Diese ganze Aggressivität, das Pressing und Gegenpressing dient letztlich nur diesem Zweck. Und während viele Mannschaften in der Defensive zwar hoch attackieren, aber noch sehr abwartend sind, Räume zustellen usw. und hauptsächlich über Kombination und schnelles Umschalten zum Erfolg kommen wollen, gehen der BVB und Bayern in die Offensive und forcieren die Balleroberung.
Voraussetzung dafür ist höchste Disziplin, perfekte Organisation und Laufbereitschaft.
Das sehe ich ganz genau so.
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Europameister 2004 » 19.10.2013 23:16

Zwischenfazit nach 8 Spieltagen:

- Heimmacht: 12 von 12 Punkten, dominante Spielweise (Ausnahme: Dortmund-Spiel)

- Auswärtsmisere: 1 mageres Pünktchen von 12 möglichen Punkten; kann nur besser werden

- starke Zugänge: alle 3 Spieler haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt als Verstärkungen erwiesen, die die Mannschaft sofort weiter bringen (auch Kramer, der mehr als eine Verpflichtung für die Breite des Kaders ist)

- besserer Fußball: im Vergleich zur letzten Saison sieht das Spiel besser aus; es gibt noch Bereiche, die zu verbessern sind, aber im Großen und Ganzen kann man auf den Leistungen der Heimspiele aufbauen - auch wenn dort phasenweise Leerlauf drin ist
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Mike# » 19.10.2013 23:27

Klingt gut, nur nicht jetzt wieder sich eine Auswärtsdelle
einreden lassen. Draußen die Punkte einfach auch mal einfahren.
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Europameister 2004 » 19.10.2013 23:29

Die Heim- und Auswärtsspiele sind wie Tag und Nacht.

Aber ich denke auch, dass ein Erfolgserlebnis in Form von 3 Punkten nötig ist, damit auch das aus den Köpfen ist. Scheint eine reine Kopfsache zu sein.
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Tusler » 20.10.2013 10:47

Zu Hause (auch wenn gegen BVB glücklich)in der Spitzengruppe und auswärts
auf einem Abstiegsplatz.Mal wieder eine dieser unerklärlichen und ätzenden Serien unserer Borussia.Zudem wird praktisch nach jeder Länderspielpause verloren.Jedes Jahr haben wir irgendeine Serie,die ansonsten kein anderer Bundesligist hat.Vielleicht sollte man wirklich mal einen Psyschologen,wie bei den Pillen,einstellen.So kann man natürlich nicht oben mitspielen,weil praktisch kein Sieg bestätigt wird.Jetzt sind wir zu Hause (ohne Stranzl)schon wieder unter Zugzwang,denn bei einer Niederlage(die bestimmt mal kommt)hängen wir schon unten drin.Also Ich habe mich damit abgefunden,dass es dieses Jahr schon wieder nichts mit der wirklichen Weiterentwicklung wird.Die Nervenschwäche der Mannschaft lässt dies nicht zu.
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Nothern_Alex » 20.10.2013 11:07

Die Frage ist ehrlich gemeint, was hilft denn ein Psychologe, wenn die Mannschaft auswärts einfach nicht den Willen zeigt?

Oder meinst Du, dass die Mannschaft ein Trauma entwickelt hat und die Angst vor einer möglichen Niederlage die Mannschaft entscheiden lähmt?
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Tusler » 20.10.2013 11:45

Genau das meine Ich.Ich merke es ja an mir selbst.Immer sage Ich mir während es Auswärtsspiels:Hoffentlich klappt es dies mal,hoffentlich gehen wir in Führung usw.usw.Ich merke selbst beim zuhören am Radio,dass Ich immer mehr verkrampfe.
Ähnlich werden unsere Spieler auch denken und verkrampfen immer mehr.Wenn dann auch noch das Gegentor fällt,welches man unbedingt vermeiden wollte,dann läuft eigentlich nicht mehr viel und weil wir keine Mannschaft mehr sind,die bedingungslos offensiv spielt,fällt oft der direkt Gegenschlag aus.Und je länger es dauert bis zu einer wirklichen Torchance umso schlimmer wird es.Hier kann sich wirklich ein Trauma entwickeln,denn sonst ist dieser Unterschied von Heim und Auswärtsspiel nicht zu erklären!
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von steff 67 » 20.10.2013 12:50

Wenn solch ein Sieg gegen Bvb kein Selbstvertrauen für ein Auswärtsspiel gibt,

wann denn dann ?
Ich raffs nicht
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Bruno » 20.10.2013 12:51

Tusler hat geschrieben:Die Nervenschwäche der Mannschaft lässt dies nicht zu.
Ist das wirklich Nervenschwäche? Wirkt sich das negativ auf die Spielintelligenz aus? Das ist mir zu einfach. Die Berliner wirkten von Anfang an spritziger, aggressiver, zielstrebiger und konzentrierter (machten deutlich weniger Fehler)
Wir waren auf nahezu jeder Position schlechter besetzt und werden auswärts auch spielerisch immer schlechter. 90 min engagierter Fight des Gegners reichen aus uns aus dem Spiel zu nehmen. Aktuell würden wir auch bei ambitionierten Zweitligisten nicht auswärts gewinnen, wenn die sich die Lunge aus dem Leib ackern.
Das ist aus meiner Sicht eine Frage der Strategie inkl. Aufstellung. Die müsste bei Auswärtsspielen anders sein.
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Badrique » 20.10.2013 13:58

steff 67 hat geschrieben:Wenn solch ein Sieg gegen Bvb kein Selbstvertrauen für ein Auswärtsspiel gibt,

wann denn dann ?
Ich raffs nicht
Eigentlich hätte man es wissen müssen. Die Mannschaft schaft es einfach nicht nachzulegen(2 Siege in Folge).
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Stolzer-Borusse » 22.10.2013 08:24

Bruno hat geschrieben: Ist das wirklich Nervenschwäche?
Ich glaube ja fast, das die Truppe den Druck des gewinnen müssens braucht ! Kommt mir jedenfalls so vor !
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Altbier Borusse » 22.10.2013 10:33

ich denke einige erwarten von dem Team zuviel.Wir haben einen Kader der für einen Platz zwischen 6-11 gut ist. Da stehen wir und mehr sollten wir auch nicht erwarten. 3 der Teams auswärts gegen die wir gespielt haben, stehen unter der ersten 4 in der Tabelle ! Das sollten wir auch mal bedenken .
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von Jupp5 » 22.10.2013 15:14

Das sehe ich genauso, zu mehr wird es wohl in dieser Saison nicht reichen.

Schauen wir uns die Abwehr an: unsere Innenverteidiger haben Euroniveau, keine Frage (Stranzel, Brouwers, Dominguez Einsatz vorbildlich)
Unsere Aussenverteidiger sind, vorallem Janschke offensiv zu harmlos, und mal ehrlich, die Gegner haben doch schon längst bemerkt, dass Toni keine Gefahr ausstrahlt und deshalb auch kaum gedeckt wird. Wendt ist da ein wenig besser, ist aber auch nicht der Kracher. Im Abwehrverhalten ziehen unsere Aussverteidiger m.E. viel zu weit nach innen, weshalb Sie dann nach Aussenpass zu spät kommen und es bei jeder Flanke in unerem Strafraum lichterloh brennt. Beide sind ein besseres Zweitliganiveau. Unsere 6er stehen meist zu tief, wodurch die Abwehr immer sofort unter Druck steht. Auch bei Abstößen von Marc André gewinnen selten ein Kopfballduell, da zu spät am Ball bzw. Gegner. Unsere Aussenspieler Arango läuft seiner Form hinterher (Ich glaube hat das WM-Aus noch nicht abgehakt) spielt zu kompliziert wirkt oft lustlos. Hermann hat seit seinem Schlüsselbeinbruch in Kaiserslautern letzte Saison sein Selbstvertrauen verloren. Mir fällt besonders auf, dass er, Zweikämpfe aus dem Weg geht und sich leider oft fallen läßt um einen Elfer oder Freistoß zu bekommen. Hat er vor der Verletzung nie gemacht (Ich erinnere an sein Tor zum 1:0 in Lautern Spitze) Ich befürchte, dass er sich weiter hängen läßt.
Unsere Neuzugänge Kruse und Raffael haben eingeschlagen, wobei mir Raffael zu ballverliebt erscheint und öfters den Abschluss bzw. den Nebenmann suchen würde.

Wir brauchen Zeit, damit wir wieder eine Spitzenmannschaft werden, sowie in den Siebzigern. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr weitere gute Tansfers tätigen, damit unsere Leistung wieder konstanter wird. Wie heißt es so schön:

"Mit dem Sturm gewinnt man Spiele, mit der Abwehr Meisterschaften"

Die Raute im Herzen, so solls immer sein, Borussia das ist mein Verein:
Zuletzt geändert von Neptun am 24.10.2013 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Es ist unnötig Beiträge zu zitieren, auf die man direkt antwortet.
AlanS

Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von AlanS » 27.10.2013 22:05

Die taktische Einstellung heute fand ich genial. Das war tatsächlich eine funktionierende Mischung aus dominantem und Konter-Spiel.

Trotzdem: Das Spiel stand lange auf der Kippe. Kruse sagt ja nach dem Spiel, man hätte Frankfurt von Beginn an dominiert. Das halte ich für sehr blauäugig. Frankfurt stand 2x davor, wieder auszugleichen.

Möglich war das mMn wegen des teilweise schlechten/uneinigen Verschiebens bzw. auch Pressens. Kruse lief oft auf den ballführenden letzten Mann (auf Libero-Position oder sogar auf den TW), die Leute hinter ihm brauchten aber zu lange, um zu den möglichen Anspielstationen zu kommen. Dadurch wurden diese zu wenig gepresst und es ergaben sich Angriffsmöglichkeiten für Frankfurt.
Besonders Arango fiel mir dabei negativ auf. In HZ2 wurde es dann deutlich besser. Erst da würde ich Kruse zustimmen.

Das schnelle Verschieben in solchen Situationen haben wir schon besser hin bekommen. War es Kalkül oder Glück, dass Frankfurt nur wenig Kapital (ich erinnere mich an drei Großchancen) daraus schlug, u.a. auch, weil sie ihre Seitenwechsel sehr schlecht spielten.

Super hat mir die Dynamik unserer AVs gefallen. Sogar Korb hat einige tolle Doppelpassversuche mit schnellem Antritt gestartet und war stets im Vorwärtsgang, wenn wir den Ball hatten. Manchmal sah man ihn auf seiner Seite aussichtsreich total frei stehend, aber der Ball kam nicht zu ihm ...

Super waren auch heute die zahlreichen tollen und schnellen Kombinationen (Oscar Wendt!!!) :daumenhoch:
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von lutzilein » 27.10.2013 22:10

AlanS hat geschrieben: Trotzdem: Das Spiel stand lange auf der Kippe. Kruse sagt ja nach dem Spiel, man hätte Frankfurt von Beginn an dominiert. Das halte ich für sehr blauäugig. Frankfurt stand 2x davor, wieder auszugleichen.
Das habe ich anders erlebt! Ich war nach dem 2:1 tiefenentspannt! Ich wusste dass einer von den Bällen in die Schnittstelle mal nicht abgepfiffen wird und es dann scheppert! Frankfurt war so was von harmlos. Die haben dermaßen viele "unforced Errors" im Spiel gehabt!

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass man den Vögelchen nicht noch mehr die Flügel gestutzt hat! Das Torverhältnis kann entscheidend sein!
AlanS

Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von AlanS » 27.10.2013 22:13

Genau, die unforced errors habe ich ja angesprochen. Die bewahrten uns vor größeren Problemen. Aber die kann man ja nicht einkalkulieren. Trotzdem hatte aber Frankfurt bis zum 3:1 von uns ein Chancenplus. So ungefährlich habe ich die nicht gesehen.
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von lutzilein » 27.10.2013 22:25

Cahncenplus? Nee, das habe ich so nicht wahr genommen! Und wenn ich erst noch nen Flankenwechsel vornehmen muss, kann man imo nicht von ner Chance reden!
Wird der Herrmann nicht zurück gepfiffen ist der Drop früher gelutscht!
AlanS

Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von AlanS » 27.10.2013 23:25

Wie dem auch sei. Der Kicker schreibt von einer optischen Überlegenheit der Frankfurter. Das entspricht auch meiner Wahrnehmung. Und wenn Frankfurt die von dir treffend benannten unforced errors nicht macht und MAtS nicht wieder super hält, kann das Spiel schnell eine andere Dynamik bekommen.
Mit den falsch gepfiffenen Abseits-Situationen bei Herrmann hast du natürlich auch Recht. Da wären durchaus sehr gute Chancen bei herausgekommen.

Trotzdem: Unser Verschieben hat mir heute gar nicht so besonders gefallen, besonders eben von Arango in HZ 1 nicht. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Frankfurt hätte in Normalform mehr Kapital daraus schlagen können (Stichwort UNFORCED errors!). Wendt war mehrmals eigentlich vollkommen entblößt gegen zwei, aber Frankfurt konnte es nicht ausnutzen. Weil es letztendlich wirkungslos verpuffte, wird es mMn jetzt wegen der Freude über das ja wirklich sehr gute Spiel unserer Mannschaft etwas zu sehr verharmlost.

Ich spreche das auch an, weil dieses Mal, so finde ich, die von Favre vorgegebene Marschroute klar erkennbar war. Es haperte in der Phase nach unserem 2:1 an der Umsetzung durch die Spieler.
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Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von lutzilein » 27.10.2013 23:42

Eben nicht: Wenn die Fahne unten bleibt, scheppert es min. noch ein Mal. Die Truppe hat vermutlich sehr gut umgesetzt was Fahre wollte. Da war nichts zwingendes bei Frankfurt zu sehen. Die einzige weitere Großchance entsprang dem Zufall.
Und in HZ 2 das gleiche Bild: 0 Gefahr durch die Eintracht.

Die sogenannte optische Überlegenheit bezieht der Kicker aber auf die Zeit nach dem Seitenwechsel bis zum 3:1.
AlanS

Re: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Beitrag von AlanS » 28.10.2013 00:06

lutzilein hat geschrieben:Die Truppe hat vermutlich sehr gut umgesetzt was Fahre wollte.
Insgesamt ja, das sage ich doch auch. Aber es gab eben jene Phase nach unserem 2:1, in der mir diese Uneinigkeit beim Verschieben und Anlaufen des Gegners auffiel. Da waren dann zwei bis drei Spieler nicht schnell genug beim Verschieben/Anlaufen dabei. Ich rede ja nicht von der ganzen Mannschaft und auch nicht vom ganzen Spiel. Aber wir drehen uns gerade im Kreis :wink:
lutzilein hat geschrieben:Da war nichts zwingendes bei Frankfurt zu sehen.
Als Maier MAtS anspringt sehe ich als knappe Situation, und als MAtS mit einem super Reflex rettet, auch.

Aus dem Kicker (finde ich ziemlich treffend):
"Die Veh-Elf suchte erneut nach dem sofortigen Gegenschlag, attackierte schon in der gegnerischen Hälfte und ging hohes Risiko, kam aber bis auf ein Aigner-Solo (22.) kaum zum Zug. Der VfL nahm den Fuß vom Gaspedal, startete in der härter werdenden Auseinandersetzung vereinzelt schnelle Angriffe Richtung Trapp. Und war dabei strukturierter als die Eintracht, Herrmann wurde aber wegen vermeintlichem Abseits frei vor Trapp zurückgepfiffen (36.).

Die SGE, bei der Veh ab der 39. Minute Flum für Russ brachte, verstärkte ihre Bemühungen Ende des ersten Durchgangs. Ter Stegen reagierte bei Kadlecs Kopfball aufs kurze Eck klasse und verhinderte den Ausgleich (42.)."

Es steht nicht wörtlich drin, aber der Beschreibung nach ist das doch optische Überlegenheit, finde ich.

In HZ 2 gab es auch die Situationen, in denen 1x Wendt in allerletzter Sekunde klärte und zwei oder drei Mal Jantschke.

Für mich war unser Spiel klasse, besonders wegen der vielen schönen Kombinationen und wegen der Offensivkraft unserer AVs. Auch waren wir mal wieder knapp an einem Fernschusstor dran (Xhaka) und Arango hat mal wieder einen genialen Freistoß versenkt.
Der Sieg ist absolut verdient, aber etwas zu hoch, finde ich. So tiefenentspannt wie du war ich selbst nach dem 3:1 noch nicht :wink:
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