Robert Enke verstorben

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LeerZeichen
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von LeerZeichen » 11.11.2009 23:15

Auch von mir alles Gute für die Familie, Angehörige und Freunde

Auch krass, wie sich die Bedeutung eines Lieds nach so einer Tragödie komplett ändern kann:

"but they all didn’t see
the little bit of sadness in me
I've got some issues that nobody can see
and all of these emotions are pourin' outta me
I bring them to the light for you
it's only right"

Da läufts mir kalt den Rücken runter :(
nilsniermann
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Gründung einer Stiftung für Depressive

Beitrag von nilsniermann » 11.11.2009 23:23

Ich hoffe es folgen auch hier User meinem Aufruf das 96, die DFL und der DFB eine Stiftung gründet zur Unterstützung von Menschen mit Depressionen.

Sendet auch Aufrufe an die genannten Vereine/Vereinigungen oder sendet mir eine Mail, diese leite ich dann an den DFB, DFL, 96 weiter.

nilsniermann@unitybox.de

lasst uns zusammen stehen, so geht unser fußball vor die hunde.

united we stand, devided we fall, all for one, and one for all!!!
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StevieKLE
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von StevieKLE » 12.11.2009 00:25

Ein Ex-Borusse ist von uns gegangen! Nur die besten sterben jung!!! R.I.P. Robert Enke :(
spawn888
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von spawn888 » 12.11.2009 00:34

Es ist einfach ein unglaublich sensibles Thema. Menschen mit Depressionen zu helfen, scheint sehr viel schwieriger, als man dies für gemeinhin annimmt.
Ein Grund hierfür ist mit SIcherheit die Tatsache, dass das Wort "Depression" oder "depressiv" mittlerweile fast ein wenig verallgemeinert ist. Kaum jemand wird dieses Wort bisher nicht schon einmal im Mund gehabt haben, aber kaum jemand wird wohl eine genaueste Vorstellung haben, was es damit genau auf sich hat. Klar ist auch, dass diese Erkrankung logischerweise auch völlig unterschiedliche Intensitäten und Verläufe besitzen kann.

Letztlich bin natürlich auch ich kein Fachmann auf diesem Gebiet. Was einst bei Sven Hannawald noch völlig neuartig rüberkam, machte aber spätestens bei Sebastian Deisler die große Runde. Ich persönlich bin insbesondere nach dem schockierenden Auftreten Deislers bei Stern TV bezüglich dieser Sache "Depression" sehr sehr viel vorsichtiger geworden mit dem Umgang dieses Wortes und habe mir, lasst es vor 4, 5 WOchen gewesen sein, seitdem sehr viele Gedanken darüber gemacht, inwiefern der Sport mit reinspielt, ja sogar verantwortlich sein kann.

Und so schäme ich mich heute absolut dafür, dass man bspw. einst ebenso schmunzelte, als Enke im Tor von Barcelona unglaublich schwache Spiele ablieferte und man sich fragte, ob das der Enke ist, den man aus der Bundesliga noch kannte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er dort geradezu öffentlich lächerlich gemacht wurde. Dies soll hier gar kein Vorwurf an die Spanier oder die dortigen Medien darstellen, sondern soll einfach zeigen, wie oft wir Menschen in diesem Show-Business eben Dinge tun, die sehr viel tiefgreifender auf Menschen wirken können, als wir es für möglich halten. So sollte bspw. jeder noch 2,3 mal darüber nachdenken, wie oft man einem Sascha Burchert von Hertha bspw. seine Missgeschicke gegen den HSV vorführt, oder dem jugendspieler, der künftig eventuell mal über Auf- und Abstieg entscheidet!
SIcherlich dürfte es eine äußerst geringe Anzahl an Spielern in der BUndesliga geben, die aufgrunddessen eine derart starke psychische Erkrankung dadurch von sich tragen, allerdings zeigt diese Geschichte um Robert Enke mit Sicherheit auf, dass ein wenig mehr Respekt und Achtung und somit Menschlichkeit auch im Fussballgeschäft vonnöten ist.

NIemand weiß, was nun der letztliche Auslöser für Enke´s Entscheidung gestern war, allerdings sollte nun jeder wissen, dass Menschen mit einer solchen Psyche und Erkrankung, verschiedenste Dinge völlig unterschiedlich bewerten und wahrnehmen. Und sei es auch noch so banal in den Augen anderer.

Ich bin zum einen zutiefst schockiert, welche Auswirkungen medialer Druck und Leistungssport auf einen Menschen auswirken kann, noch dazu auf einen fast ausnahmslos beliebten Spieler wie Enke. Allerdings sollten wir auch eine Aussage seiner Frau als Chance sehen. Sie sagte, dass es für Enke ein so wunderbares Gefühl war, "bei den Jungs zu sein", bei der Mannschaft, mit ihnen etwas zu unternehmen. Ich lese aus dieser Aussage heraus, dass es auch bei einer derart schlimmen Depression allein durch zwischenmenschliche Beziehungen Möglichkeiten und Chancen gibt. Dass ein derartiger Topverdiener wie Robert Enke, der eben wirklich sportlich schon alles miterlebt hat, sich auf eine solche Art und Weise allein über den Kontakt zu Mannschaftskameraden hochziehen kann und daraus seinen Lebensmut schöpft, hat mich zutiefst berührt und mir die Tränen in die Augen getrieben.

Mein tiefstes und ehrlichstes Beileid an alle Beteiligten dieser schlimme Sache.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von FanNr12 » 12.11.2009 02:48

gibt einem schon zu denken

vielleicht ist diese superwelt nicht das wahre Leben

Mensch Robert, scheiße
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Menthor
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von Menthor » 12.11.2009 06:54

@spawn888: :daumenhoch: Sehr guter Beitrag, ich stimme dem vollkommen zu!


Ruhe in Frieden Robert Enke

:cry: :cry: :cry:
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don pedro
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von don pedro » 12.11.2009 07:21

traurige geschichte das ganze.
erst jetzt nach seinem freitod kam mir in den sinn das ich robert enke in den letzten jahren nie lachen oder kaum lächeln sah auf fotos.eigentlich kann ich mich nur an das bild erinnern wo er sein kleines kind auf dem arm hatte nach einem spiel.so strahlend hab ich ihn nie gesehen.kurz darauf starb es ja und mir kommt es so vor als wär sein blick leer gewesen.
ich hoffe es geht dir nun besser.
beileid an die angehöhrigen. :(
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von Sirac » 12.11.2009 08:19

Ich selber habe mit Depressionen zu kämpfen, die sich aber in anderer Art darstellen und bei mir
bisher keinerlei Suizid-Gedanken hervorgerufen haben.
Kann aber allzu gut nachempfinden, wie sehr Robert Enke versucht hat, dies nach außen zu
verstecken, um in dieser Welt nicht als schwach da zu stehen.
Und in welcher Welt wir leben, wird mir nur wieder allzu bewußt, jetzt zwei Tage nach seinem Freitod.
In welch ekelerregender Weise Sender wie RTL oder wer auch immer stündlich Anteilnahme heucheln,
obwohl es denen nur und ausschließlich um Quoten geht.
Bin mal gespannt, was die sich noch alles einfallen lassen, um das Thema auch wirklich bis ins letzte Detail
"auszuschlachten". Es ist einfach nur ekelhaft und erzeugt bei mir einen starken Brechreiz, wenn ich schon wieder
irgendeine betroffen dreinblickende Moderatorin im TV sehe, die zum x-ten Male das Thema aufrührt mit vielleicht
einem neuen kleinen Detail.
Genau diese Medien sind es nämlich auch, die depressive Stars, sobald sie "Lunte von der Krankheit" gerochen haben,
dahin bringen, wo ein Sebastian Deisler, der hoffentlich den rechtzeitigen Absprung geschafft hat oder leider auch
ein Robert Enke nun ist.
Oder meint ihr zum Beispiel, dass sich ein Michael Rensing von den Bayern gut fühlt, wenn er öffentlich von den Medien
demontiert wird?
Wir erwarten immer, dass ein Profi, der soviel mehr verdient als wir normal arbeitenden Menschen, so etwas verkraften muß.
Wenn aber dann doch etwas passiert, wie nun geschehen, wird große Betroffenheit geheuchelt.
Ich nehme nur die Betroffenheit der Fans, seiner Freunde und der Familie ernst. Und wünsche mir, dass die Medien endlich
aufhören und Ruhe geben.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von Zoomer2000 » 12.11.2009 08:38

Die letzten stunden nach dem Tod von Robert haben in mir eine Leere hinterlassen.Auch heute bin ich immer noch total bestürzt.Ich hoffe inständig,das seine Familie diese Schicksalsschläge irgendwie verarbeiten kann.Ich kannte Robert auch nur aus dem TV aber irgendwie macht einen das ganz schön fertig........... :byebye:


Lieber Robert ,ich hoffe ,das es dir da ,wo du jetzt bist,besser geht als hier und das du und deine Lara jetzt wieder vereint seid.Machs gut...... :?
Zuletzt geändert von Zoomer2000 am 12.11.2009 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von HerbertLaumen » 12.11.2009 08:39

Sirac hat geschrieben:Wir erwarten immer, dass ein Profi, der soviel mehr verdient als wir normal arbeitenden Menschen, so etwas verkraften muß.
Wenn aber dann doch etwas passiert, wie nun geschehen, wird große Betroffenheit geheuchelt.
Ich nehme nur die Betroffenheit der Fans, seiner Freunde und der Familie ernst. Und wünsche mir, dass die Medien endlich
aufhören und Ruhe geben.
:daumenhoch: Man sollte immer daran denken, dass hinter der "Pfeife", "Flasche", "Gurke", "Zweitligaspieler" immer auch ein Mensch steckt, der eine sensibler, der andere nicht. Egal wie viel Geld sie verdienen, sie bleiben Menschen mit Gefühlen, sind keine Roboter.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von Fresene » 12.11.2009 08:45

Da ich in der Medienbranche tätig bin,glaube ich auch,der Scheiss der immer publiziert wird ist das Hauptproblem.Das ist sehr traurig.Er war ein feiner Mensch.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von Kronos » 12.11.2009 08:49

So schmerzhaft die PK für Frau Enke war, so wichtig und richtig war sie! So hat man den Presse-Schmierfinken den Boden
für tage - und wochenlanges Spekulieren entzogen!
Da gibts nichts mehr zu spekulieren. Das ist einfach nur traurig.

Als Torwart bist du der Fels in der Brandung. Derjenige der seine Abwehr organisieren muss. Der stark sein muss. Du bist das Rückgrat einer Mannschaft! Auch wenn dein Innerstes dir etwas ganz anderes erzählt.
Eine Gelegenheit für uns Fans, unser Verhalten gegenüber den Spielern zu überprüfen. Leider muss vorher immer etwas tragisches passieren!
Die Kritik geht uns alle an. Gerade was Torleute angeht!

Kronos
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von M2G2 » 12.11.2009 09:18

Den Weg, den Du vor Dir hast,
kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg.

Ruhe in Frieden Robert :byebye: und der Familie mein aufrechtiges Beileid.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von LittleBilbo » 12.11.2009 10:03

FanNr12 hat geschrieben:gibt einem schon zu denken

vielleicht ist diese superwelt nicht das wahre Leben
Oder vielleicht ist diese Superwelt gerade doch wie das wahre Leben ?

Ich bin seit etwas über einem Jahr mit dem Thema im Bekanntenkreis "beschäftigt" und wenn man die Augen offen hält, stellt man fest das es vielen Menschen so geht wie Robert Enke.

Seit dem ich auf das Thema achte, musste ich mit Entsetzten feststellen wie viele Menschen betroffen sind von dieser Krankheit.

Helfen kann man nur sehr bedingt, man ist quasi hilflos. Man kann nur zuhören und versuchen es zu verstehen (es wirklich zu verstehen ist mir allerdings bis heute nicht wirklich gelungen)

Besonders erschreckend finde ich wie der Staat mit betroffenen Menschen umgeht, den für einen "normalsteblichen" bedeutet die Krankheit auch den radikalen sozialen Abstieg und was die Behörden sich da teilweise leisten ist schon fast "Mord" !!

Durch Robert Enke rückt damit ein Thema in den Vordergrund, das längst eine "Volkskrankheit" ist, die nur niemand sehen will oder kann.

Ich habe vor ca. einem halben Jahr RTL und Günther Jauch zu dem Thema angeschrieben ...
Antwort der Spiegel (Stern natürlich !!) TV Redaktion (frei und knapp zusammengefasst): Interessiert niemanden, kein Thema für uns ... .
Das scheint sich nun zu ändern ... ein bischen so als würde Robert Enke selbst mit seiner letzten Entscheidung noch etwas für andere Menschen tun ...

.

.
Zuletzt geändert von LittleBilbo am 12.11.2009 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von bart » 12.11.2009 10:29

LittleBilbo hat geschrieben:
Oder vielleicht ist diese Superwelt gerade doch wie das wahre Leben ?

Ich bin seit etwas über einem Jahr mit dem Thema im Bekanntenkreis "beschäftigt" und wenn man die Augen offen hält, stellt man fest das es vielen Menschen so geht wie Robert Enke.

Seit dem ich auf das Thema achte, musste ich mit Entsetzten feststellen wie viele Menschen betroffen sind von dieser Krankheit.

Helfen kann man nur sehr bedingt, man ist quasi hilflos. Man kann nur zuhören und versuchen es zu verstehen (es wirklich zu verstehen ist mir allerdings bis heute nicht wirklich gelungen)

Besonders erschreckend finde ich wie der Staat mit betroffenen Menschen umgeht, den für einen "normalsteblichen" bedeutet die Krankheit auch den radikalen sozialen Abstieg und was die Behörden sich da teilweise leisten ist schon fast "Mord" !!

Durch Robert Enke rückt damit ein Thema in den Vordergrund, das längst eine "Volkskrankheit" ist, die nur niemand sehen will oder kann.

Ich habe vor ca. einem halben Jahr RTL und Günther Jauch zu dem Thema angeschrieben ...
Antwort der Spiegel TV Redaktion (frei und knapp zusammengefasst): Interessiert niemanden, kein Thema für uns ... .
Das scheint sich nun zu ändern ... ein bischen so als würde Robert Enke selbst mit seiner letzten Entscheidung noch etwas für andere Menschen tun ...
.
:daumenhoch:

Sehr guter Beitrag,

der zeigt, dass die Oberflächlichkeit immer schlimmer wird. Gute, charaktlich einwandfreie Menschen werden auf dieser Welt meist das schwerere Leben haben und bekommen von der Mehrheit der Gesellschaft auch immer eine besondere negative Behandlung. Ich geh von einer 2stelligen Millionenzahl aus die in diesem Land vor ähnlichen Problemen gestellt sind. Die haben nur die 2 Möglichkeiten, Schwer zu erkranken oder den Weg von Robert zu gehen. Sollte es wirklich einen Himmel geben, ist dort später nicht viel los. :!:
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Thosus
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von Thosus » 12.11.2009 11:18

bart hat geschrieben:Helfen kann man nur sehr bedingt, man ist quasi hilflos. Man kann nur zuhören und versuchen es zu verstehen (es wirklich zu verstehen ist mir allerdings bis heute nicht wirklich gelungen)
Man ist total hilflos!
In meinem Freundeskreis(Arbeit) haben sich zwei erschossen und einer aufgehängt. Am Tag zuvor hast du mit ihnen gelacht und Scherze gemacht und und am nächsten Tag sind sie tot. Keiner wusste, warum sie sich das Leben genommen haben.
Die ersten Worte waren fast immer, "was - der, ausgerechnet der, kann doch nicht sein?"
Erst später kam dann heraus, Depressionen. Als Außenstehender hast du praktisch keine Möglichkeit, da gegenzukämpfen.
Vielleicht kommen die Probleme erst, wenn sie für eine Zeiltlang alleine mit ihren Gedanken sind, oder irgendetwas diese Situation ausbrechen lässt. Ich jedenfalls, habe nichts davon bemerkt.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von bart » 12.11.2009 11:36

Thosus hat geschrieben: Man ist total hilflos!
In meinem Freundeskreis(Arbeit) haben sich zwei erschossen und einer aufgehängt. Am Tag zuvor hast du mit ihnen gelacht und Scherze gemacht und und am nächsten Tag sind sie tot. Keiner wusste, warum sie sich das Leben genommen haben.
Die ersten Worte waren fast immer, "was - der, ausgerechnet der, kann doch nicht sein?"
Erst später kam dann heraus, Depressionen. Als Außenstehender hast du praktisch keine Möglichkeit, da gegenzukämpfen.
Vielleicht kommen die Probleme erst, wenn sie für eine Zeiltlang alleine mit ihren Gedanken sind, oder irgendetwas diese Situation ausbrechen lässt. Ich jedenfalls, habe nichts davon bemerkt.
Ich hatte auch einen Freund den ich jeden Sonntag zu fussballspielen abholte, aber eines Tages stand er nicht da, sondern lag mit einer Überdosis im Bett.

Ich bin felsenfest der Auffassung, dass Gesellschaft insgesamt einen hohen Anteil an solchen Vorfällen trägt, denn ich glaube nicht, dass wenn sich Menschen gegenseitig respektieren und sozial miteinander umgehen, wir so ein hohe Rate an Suizid hätten. :roll:
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von Coasterpoeme » 12.11.2009 11:50

LittleBilbo hat geschrieben: Das scheint sich nun zu ändern ... ein bischen so als würde Robert Enke selbst mit seiner letzten Entscheidung noch etwas für andere Menschen tun ...
Hoffentlich dient er als Stütze und als Messias für solche, die an Depressionen leiden.
Fußball ist doch nicht das leben, Geld und Ruhm macht nicht Glücklich.
Nun wissen wir, was wirklich im Leben fehlt, dass vergessen wir im Alltag leider viel zu selten.

R.I.P Robert Enke, du warst einer von uns!
Mach et joot!
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von fohlenmax » 12.11.2009 12:08

Ich war auch geschockt, als ich davon hörte.
Sehr viele Menschen handeln jedes Jahr in Deutschland genauso wie Robert Enke.
Das ist schlimm. Es sollte jedem zu denken geben. Vielleicht ist der Tod von Robert
Enke ein Anstoss, dass jeder sein Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen in der
ein oder anderen Situation überdenkt. Auch erhoffe ich mir, dass in deutschen Stadien
die Verunglimpfungen und grundlose Pfeifattacken unterlassen werden.
Die Ziele der Verunglimpfungen usw. sind Menschen. Sie haben Familie, Kinder, Freunde
und haben nur ein anderes Trikot an. Sonst unterscheidet sie nichts von der eigenen Mannschaft.
Aber leider befürchte ich, dass in 8 Wochen alles vergessen ist. Leider......

Für Robert Enkes Familie ist das ein großer Schock. Versteht mich jetzt nicht falsch, aber viele andere
Hinterbliebenen geht es noch schlechter. Enkes Familie wird sich wohl nie mit Geldsorgen rumschlagen
müssen. "Normale" Familien sehr wohl, wenn der Erwerbstätige nicht mehr am Leben ist.

Ich möchte damit nur darauf hinweisen, dass all das Mitgefühl das Enkes Familie jetzt erfährt, auch bei
anderen Menschen angebracht ist.

Aber auch ich Wünsche der Familie Enke viel Kraft für diese schwere Zeit.
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Re: Robert Enke verstorben!

Beitrag von bart » 12.11.2009 12:23

@Fohlenmax

es wird laufen wie immer.

Entsetzten
Trauer
12 Wochen später

alles beim alten.

Zumindest bei der Mehrheit der Bevölkerung die nur Ihren Teller sieht und nicht darüber hinaus :roll:
Gesperrt