Borussias Finanzen

Präsident, Sportdirektor, Trainer, Platzwart. Borussia Mönchengladbach - Macht euch Gedanken zum Verein!
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00anton
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von 00anton » 27.10.2014 22:40

Schön zu lesen das die Verdienstmöglichkeiten im DFB-Pokal wieder die der Saison 2011/2012 ereicht haben!
http://www.kicker.de/news/fussball/dfbp ... rubel.html
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Nothern_Alex
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Nothern_Alex » 28.10.2014 07:12

Volker Danner hat geschrieben:
Stephan Schippers: "Wir kalkulieren nur mit Platz 15 in der Bundesliga und der ersten Runde im DFB-Pokal"[..]

Wobei sich diese Saison geändert hat, dass der Tabellenplatz keine Auswirkung mehr auf die aktuellen Zahlen hat, sondern vor der Saison schon feststeht, wieviel Geld man als Einnahmen von der Liga bekommt.
Ich halte es aber auch für gut, dass im Falle Pokal, Europapokal und Zuschauer lieber defensiv geplant wird.
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Dickes_B
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Dickes_B » 30.10.2014 10:15

Herr Schippers muß dieses Jahr den Schottenrock anziehen,
das Kleingeld brauchen wir kommende Saison um die Mannschaft zu halten.
Insbesondere Kramer und Hazard würde ich gern noch länger sehen.
Und das dürfte teuer werden.
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borussenbeast64
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von borussenbeast64 » 31.10.2014 00:24

Durch das Erreichen der 3ten Runde im DFB-Pokal sind schon 'ne halbe Million € als Gewinn gesichert und kann noch erhöht werden....ist vieleicht ein kleiner Anfang,um Kramer und Hazard halten zu können,wenn es beabsichtigt wird :lol:
Tusler
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Tusler » 31.10.2014 10:05

Für das erreichen der 2. Runde im DFB Pokal gab es ja auch schon Geld.Zusätzlich kommen ja noch die anteiligen Zuschauereinnahmen aus der 2. Und 3. Runde.Also dürfte der Gewinn aus dem DFB Pokal jetzt bereits so an die 1,3 Mio sein.Dazu kommen noch die bisherigen EL Einnahmen.Prämien :1 Sieg 200.000,- und 2 Unentschieden zusammen auch 200.000,-- und was noch bei uns sehr wichtig ist: Die Zuschauereinnahmen.Villareal ca. 39.000 Zuschauer und
Limassol 38.000 Zuschauer ist bestimmt ca. 1,5 Mio zusammen.
Zusätzlich kommt noch das EL Qualispiel gegen Sarajevo mit 44.000 Zuschauern + Prämie für das erreichen der Gruppenphase,was insgesamt auch noch einmal ca. 1 Mio sein dürfte.Das heisst also das Wir bis jetzt schon aus DFB Pokal und EL + Quali gut 4 Mio eingenommen haben.Und das ist noch sehr knapp gerrechnet.Und die grösseren Summen kommen bei erreichen der nächsten Runden noch.Also ein Hoch auf unser Geschäftgebaren,welches diese Gelder nicht einfach in die jetzige Saison einplant.
Orkener

Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Orkener » 09.11.2014 11:03

Moinsen,

die billigste Karte im Europapokal kostet 27,50€, das sind also für die beiden Gruppenspiele Villarreal und Limassol alleine schon weit über 2 Mio. € Einnahme nur aus den Tickets!

Gerade die Zuschauereinnahmen machen damit die EL für Borussia zur attraktiven Angelegenheit.

Mit Sarajevo und dem Spiel gegen Zürich, sowie der dann hoffentlich erreichten Zwischenrunde --- rechne ich bis dahin mit ca. 6 Mio. Ticketerlöse, + Einnahmen aus Catering und Merchandising sowie Prämien und Marketpool landen wir dann schon bei rund 10 Mio. Erlöse (nicht Gewinn).

Nachtrag:
überschlägig die Ticketerlöse bei einem geschätzten Durchschnittspreis von 30€ die Karte:
Sarajevo 44.152 Zuschauer
Villarreal 39.128
Limassol 38.182
Zürich 40.000 (geschätzt)
Zwischenrunde 46.000 (geschätzt)

bis hier ca. 208.000 Tickets x 30€ = 6,24 Mio € + + + (- Kosten)

Gruss
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pillenmicho
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von pillenmicho » 11.11.2014 09:31

http://www.sport1.de/de/fussball/fussba ... 82453.html

In dem Artikel geht es zwar nicht direkt um Borussias Finanzen, aber um die finanzielle Situation bei Plastikclubs und Tradititonsvereinen im allgemeinen.

Da es also indirekt auch Borussias Finanzen betrifft, stelle ich meine Meinung dazu mal hier herein.

Die Quintessence aus dem Artikel ist, dass wenn die Entwicklung mit Plastikclubs so weiter geht in ein paar Jahren sämtliche Traditionsvereine (außer Bayern, Dortmund) von diesen Mäzen- bzw. Firmeneigenen Clubs finanziell und sportlich abgehängt werden.
Im Endeffekt ist dies auch logisch, da nur Vereine mit fast unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten im schnellen Geschäft des Profifussballs jederzeit reagieren und aggieren können.

Dies wird auch Borussia betreffen, trotz des aktuellen sportlichen Erfolges. Ich bin ein Freund der konservativen Finanzpolitik von Herrn Schippers, aber der jetzige sportliche Erfolg wird sich mit Borussias Finanzpolitik nicht langfristig konservieren lassen, wenn Vereine wie Leizig, Ingolstadt, Wolfsburg ect. weiter so ernst machen.

Da finden wir uns ganz schnell in Tabellenregionen wieder wo Bremen, Hamburg, Stuttgart ect jetzt sind und kämpfen mit denen um den Klassenerhalt.

Es muss daher ein Umdenken in Borussias Finanzpolitik stattfinden und zwar meiner Meinung nach in der Art, dass wir es den Plasticlubs nachmachen und selber nach finanzstarken Investoren/Mäzen suchen um mit den anderen Vereinen konkurrieren zu können.
Grundlage muss aber weiterhin die heutige Finanzpolitik Borussias sein um auch ein Investorenwechsel bzw den Absprung eines Mäzens verkraften zu können.
Nur so werden wir IMHO langfristig uns da etableiren können wo wor jetzt wieder stehen.

Ich weiss, dass ein solches Umdenken vielen Fans schwerfallen wird, insbesondere wenn man Mitglied eines so Mitgliederstarken Vereines wie Borussia ist. Aber mal ehrlich betrachtet: was können wir in der Profiabteilung wirklich mitbestimmen, eben NICHTS.

Ich hoffe, dass in Borussias Führungsetage ein solches Umdenken stattfindet, entsprechend gesucht wird, auf einer Mitgliederversammlung ein entsprechender Investor oder ein Investorenmodell vorgestellt wird der zu Borussia passt und worüber wir dannn abstimmen können (denn das dürfen laut Satzung tatsächlich, wenn es um Anteile der Profiabteilung geht).

Ich würde dies sehr begrüßen, zumal dann auch wieder die Tradition die Retorte schlagen wird, wenn wir mit gleichen Waffen kämpfen.
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HerbertLaumen
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von HerbertLaumen » 11.11.2014 10:23

Wenn ich mich richtig erinnere, muss ein Verkauf von Anteilen von der Mitgliederversammlung mit 2/3-Mehrheit genehmigt werden.

Mit dem Verkauf von Anteilen löst man das Problem auch nicht, man schiebt es imho nur nach hinten. Man kann Anteile nur einmal verkaufen, während VW jedes Jahr Unsummen in sein Marketinginstrument stecken kann. Man müsste also jemand finden, der kontinuierlich Geld in sein "Projekt" stecken will.

Aber wer macht das, ohne die komplette Macht im Verein zu haben? Man müsste sich also komplett an einen Milliardär oder einen Konzern verkaufen. Das geht aber (noch) nicht, 50+1 ist zwar nicht viel wert, aber so etwas wird dadurch imho doch verhindert.

Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob das alles wirklich so erstrebenswert ist. Spielen wir halt 2. Liga gegen andere Traditionsvereine, da wird dann jedenfalls mehr los sein als bei SAP Hoffenheim gegen Audi Ingolstadt.
Orkener

Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Orkener » 11.11.2014 10:44

An strategischen Partnerschaften und Investoren werden wir nicht vobei kommen. So wie es die Bayern mit Allianz, Audi und Adidas gemacht haben, eben nur auf dem für Gladbach möglichen Niveau.

Ansonsten werden wir in 10 Jahren keine Chance mehr im Haifischbecken haben.

Für den Anfang wäre ich allerdings schon dankbar, wenn man endlich die Namensrechte am Stadion vermarkten würde. Der Bökelberg war heilig, der Borussia Park ist es nicht. Und der Name Borussia Park könnte ohne Probleme erhalten bleiben, wenn man das Ding z.B. "Diebels Arena im Borussia Park" nennt.

Auslandsvermarktung ist natürlich auch ein Thema, woran Schippers + Co. allerdings auch schon arbeiten.

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MeisterMatze
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von MeisterMatze » 11.11.2014 18:54

borussenbeast64 hat geschrieben:Durch das Erreichen der 3ten Runde im DFB-Pokal sind schon 'ne halbe Million € als Gewinn gesichert und kann noch erhöht werden....ist vieleicht ein kleiner Anfang,um Kramer und Hazard halten zu können,wenn es beabsichtigt wird :lol:
Vom Traum einer Hazard-Verpflichtung sollten wir uns verabschieden. Chelsea hofft darauf, dass er sich zum zweiten Eden entwickelt und kann sich einen etwaigen Flop leisten. Das heißt: Aus Chance-Risiko-Perspektive lohnt es sich für Chelsea nicht, ihn für den Marktwert oder leicht darüber zu verkaufen, weil sie es verkraften können wenn er floppt. Andererseits hat Borussia nicht die finanziellen Mittel, um Hazard deutlich über Marktwert zu kaufen.
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Rastatter
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Rastatter » 12.11.2014 12:27

Tradition über alles zu stellen ist bestimmt nicht der richtige Weg, allerdings ist es für den eigentlichen "Fan" schon sehr wichtig. Fan zu sein ist halt auch eine emotionale Geschichte. Tatsächlich glaube ich auch nicht, dass die Entwicklung mit den Plastikklubs so weiter geht, vielleicht mittelfristig, aber auf keinen Fall langfristig. Die Milliardäre werden sich neue Spielwiesen suchen, für die ist es nur so lange interessant, bis sich mehrere von denen einen eigenen Club leisten wollen. Die Weltwirtschaftslage wird auch die allergrößten Firmen früher oder später dazu zwingen sparsamer mit ihrem Geld zu wirtschaften. Die Fernsehgelder werden auch nicht mehr so sprudeln, wenn z.B. Leipzig gegen Ingolstadt spielt, weil der Fan halt dann lieber für ein paar Euro fünfzig das Zweitligaderby Gladbach Köln im Stadion ansehen wird. Wichtig für Borussia wird es sein, mit ruhiger Hand und mit betriebswirtschaftlichen Verstand den Verein zu leiten.
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von heindampf » 12.11.2014 12:33

Bei uns muss was passieren das wir uns solche Spieler wie Hazard leisten können. Ausserdem müssen wir uns nach aussen öffnen das wir mit den Plasticksklubs mit halten können. Sonst werden wir uns schneller in der 2 Liga wieder finden wie wir möchten. Da hilft auch kein Super Trainer wie Farve.
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Rastatter
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Rastatter » 12.11.2014 12:42

Was muss bei uns passieren? Wie sollen wir uns nach außen öffnen? Geht es vielleicht etwas konkreter?
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von fridodeluxe » 12.11.2014 12:49

Das Umdenken müsste in erster Linie mal beim DFB passieren, nämlich in der Form, dass sie die 50+1 durchsetzen bzw. die Hintertüre für Konzernclubs schließen...
Leider haben die Herren dort die €-Zeichen in den Augen und maximaler Umsatz ist wichtiger als n tolles emotionsgeladenes Produkt...

Ich hatte es schon mal vorgeschlagen: max. 20% der Sponsoringgelder dürfen von einem Konzern kommen (inkl. Tochterfirmen, Marketingfirmen o.ä.)... oder so ähnlich, über Details und Kontrollmechanismen müssten sich andre Gedanken machen.
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von HerbertLaumen » 12.11.2014 13:38

Rastatter hat geschrieben:Tatsächlich glaube ich auch nicht, dass die Entwicklung mit den Plastikklubs so weiter geht, vielleicht mittelfristig, aber auf keinen Fall langfristig.
Wie lange geht das denn jetzt schon in England? Wie lange ist Abramowitsch jetzt schon bei Chelsea? Bestimmt 10 Jahre und ein Ende ist da nicht in Sicht. In den USA ist es ja noch viel krasser im Profisport. Ich glaube nicht, dass Deutschland davon verschont bleibt.
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von antarex » 12.11.2014 14:20

Und langfristig werden auch diese Vereine von den Fans angenommen.
Die müssen halt nur mal eine längere Zeit oben stehen oder/und Publikumslieblinge in ihren Reihen haben, dann wird ein ganze Generation heranwachsen die es nicht anders kennt.
Hoffenheim-Trikots hat man bei den Kids zu einer gewissen Zeit nicht selten gesehen. Die hatten halt das Pech, dass sie in Bezug auf wirklichen Erfolg nur eine Eintagsfliege waren.
Mönchengladbach profitiert auch immer noch von den 70/80er Jahren.
Das ist jetzt die ältere Generation. Und die gibt es zum Teil sogar noch weiter.

Natürlich würde es helfen, wenn so ein Verein in einer Metropole liegt.
Wie z.B. Rasenball.
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Rastatter » 12.11.2014 15:16

Natürlich habt ihr zum Teil recht, allerdings sind es in England keine Plastikklubs wie Hoffenheim oder WOB, sondern Vereine mit längerer Tradition, die schon eine gewisse Anzahl von traditionelleren Fans haben. Die USA lässt sich auch nicht wirklich vergleichen, auch haben die das Draft-System, bei dem die schlechtesten Vereine zuesrt die Möglichkeit haben aus dem Spieler-Pool der College Mannschaften auswählen zu können. Zudem sind die College-Mannschaften bei den Fans beliebter als die Proficlubs. Auch gehört zum Beispiel Green Bay Packers, Traditionsclub Nr1, ca. 100.000 Einwohner aus Green Bay.
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von Tomusz » 12.11.2014 15:41

Selbst wenn man die ganze emotionale Fan-Sicht außen vor lässt, bin ich der festen Überzeugung das eine gewisse Anzahl dieser Klubs der Bundesliga auf Dauer in jeglicher Hinsicht schaden werden. Die Anzahl an tolerierbaren Vereinen ist für mich seit dem Aufstieg von Hoffenheim überschritten worden und wird durch Ingolstadt und Leipzig absolut übereizt.

Auch wenn eine Tabellensituation zum Drittel der Saison wenig Aussagekraft enthält, ist es doch erschrenkend das sich alle Konzernklubs im oberen Drittel tummeln.

Für Borussia sehe ich nur den Weg langfristig zu arbeiten und das eingeschlagene Credo keine Schulden zu machen beizubehalten. Von einmaligen Finanzspritzen halte ich persönlich überhaupt nichts, außer sie dienen einer langfristigen infrastrukurellen Strategie. Für uns Fans bedeutet das nicht gierig nach Erfolgen unnötigen Druck auf unsere Vereinsführung aufzubauen, sondern sich diese Kraft für den Kampf eines besseren Systems aufzusparen.

Persönlich fände ich es langsam sinnvoll, wenn sich Traditionsvereine die sich noch nicht verkauft haben organisieren und eine Einheit bilden um der aktuellen Entwicklung entgegenzutreten. Denn die Argumente alá Allofs, Völler und Rangnick sind von ihrer Stärke aus zumeist lächerlich und leichter auszuhebeln als die einer 14Jährigen die nach Palma möchte.
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von MeisterMatze » 12.11.2014 20:06

HerbertLaumen hat geschrieben: Wie lange geht das denn jetzt schon in England? Wie lange ist Abramowitsch jetzt schon bei Chelsea? Bestimmt 10 Jahre und ein Ende ist da nicht in Sicht. In den USA ist es ja noch viel krasser im Profisport. Ich glaube nicht, dass Deutschland davon verschont bleibt.
Im US-Profisport ist die Privatisierung aber auch (fast) kein Problem. Das "Financial Fairplay" wird dort in einer anderen Form (Beispiel: Salary Cap in der NBA) umgesetzt. Wenn es bei uns auch in die Richtung gehen würde, wäre das perfekt für auszubildende Vereine wie uns und schlecht für die Großen.

Wem das ganze kein Begriff ist, hier ein Beispiel: Mit einem Salary Cap, also einer Gehaltsobergrenze, wird verhindert, dass sich ein Team zahlreiche Großverdiener in den Kader holt.

Wer sich beispielsweise Ronaldo, Messi und Ibrahimovic in die Mannschaft holt, müsste die restlichen Positionen mit Geringverdienern (junge Talente, abgehalfterte Stars, mittelmäßige Spieler) ausfüllen.

Das ist natürlich eine extreme Vereinfachung, aber das Prinzip sollte klar sein.

EDIT: Ich will hier keinesfalls behaupten, dass der Salary Cap das äquivalent zum Financial Fairplay ist, das ist es keineswegs, allerdings ist es ein Finanzregulierungs-Instrument das Wettbewerbsvorteile verringert.
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HerbertLaumen
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Re: Borussias Finanzen

Beitrag von HerbertLaumen » 13.11.2014 09:06

Klar, auch das Drafting System macht die Sache viel ausgeglichener, beides wird es aber imho in Europa zumindest mittelfristig nicht geben.
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