FIFA und UEFA

Mailand oder Madrid - egal, Hauptsache Italien! Natürlich geht es auch um andere Länder und Ligen.
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Miami Vice
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FIFA und UEFA

Beitrag von Miami Vice » 11.07.2006 23:57

Das was derzeit alles abgeht ist doch nicht mehr normal.

Da wird die WM 2010 an Südafrika vergeben und die haben noch nicht einmal Geld für den Bau von Stadien. Jetzt droht eine Verlegung der WM nach USA oder Deutschland ( Quelle freenet.de )

Dann die Sache bei der WM. Da pfeift ein spanischer Schiri einen 11er in der 95. Minute, der garkeiner war und dieser Schiri darf dann auch noch beim Endspiel teilnehmen.

Dann der Zwischenfall mit Frings, wo eigentlich bis 70 Std. vor dem nächsten Spiel eine Sperre ausgesprochen sein soll und in dem Fall nur 1 Tag vorher. Und das noch zu einem WM Halbfinale.

Jetzt kommt das nächste Theater. Gegen Materozzi und Zidane wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bin ja mal gespannt, was dabei rauskommt.

Und jetzt das Theater in der italienischen Liga. Ist die Reihenfolge der Verbände nicht wie folgt:

Landesverband > UEFA > FIFA ?

Wie kann da die FIFA tatenlos zuschauen, was da in der italienischen Liga derzeit abgeht ?

Dann der nächste Gipfel, wie kann die UEFA möglicher Weise eine Meldung von Juve zur Championsleague dulden ?

Vereine, bei denen möglicher Weise eine Begnadigung ausgesprochen wird ?

Blatter gehört mMn. weg von der FIFA.
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Beitrag von ISOstar » 12.07.2006 15:37

Zur WM 2010

Habe die letzten Tage einen ausführlichen Bericht über den momentanen Stand der Dinge in Südafrika gesehen. War hoch interessant was da alles diskutiert und aufgezeigt wurde.

Sogar von offiziellen Stellen wurde da angemahnt, dass man höchstwahrscheinlich nicht alle Kriterien erfüllen kann. Wichtigster Aspekt hierbei war die Infrastruktur und die !! Sicherheit !!

Ein für mich höchst diskussionswürdiges Thema sind dabei die Eintrittspreise. Eine Frau erklärte in einem Interview, dass normale Spiele - die bei uns in etwas mit der Buli gleichzusetzen sind - 3,50 Euro umgerechnet kosten und man bis dato keine Ahnung hat, wie man dies auf die Eintrittspreise für WM-Spiele übertragen kann. Hier wurde an Blatter appelliert, dass man dies bitte berücksichtigen solle. Ich frage mich nur, wie das funzen soll :hilfe:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, wobei ich fest davon überzeugt bin, dass wir - im Falle einer Verlegung - nicht nochmals die WM übertragen bekommen.
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Miami Vice
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Beitrag von Miami Vice » 12.07.2006 15:49

Ich tippe da auch auf die USA, denn 2x hintereinander kann ich mir auch nicht vorstellen.

In einem Bericht aus Kapstadt ist hervor gegangen, dass die noch nicht einmal angefangen haben. Die Bürgermeisterin meinte, dass noch nicht einmal für den Straßenbau Geld vorhanden sei.

Es ist eigentlich jetzt schon fast unmöglich, in den 4 Jahren das alles zu bauen.

Ich denke nicht, dass die WM 2010 in Südafrika stattfinden wird, es sei denn, es würde ein plötzlicher Geldsegen kommen.
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Beitrag von ISOstar » 12.07.2006 15:52

Genau so sah es nämlich in dem Bericht aus. Die Standorte - wo zumindest ein ausgehobenes Loch sein sollte - wurden noch locker flockig mit den Autos befahren. Die Bauten können frühestens erst Anfang nächsten Jahres beginnen.

Nur was wird passieren, wenn Blatter erstmal seine Wi(e)derwahl 2007 abwartet und danach entschieden wird? Ich glaube dann ist es sogar schon fast zu spät für die USA.
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HerbertLaumen
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Beitrag von HerbertLaumen » 12.07.2006 16:13

Miami Vice hat geschrieben:...es sei denn, es würde ein plötzlicher Geldsegen kommen.
Selbst das würde imho nicht ausreichen, weil gerade in Afrika die Korruption und Schattenwirtschaft enorme Ausmasse hat. Das Geld würde wahrscheinlich in dunklen Kanälen versickern.

Die USA scheinen die logische Alternative zu sein, weil alle Stadien stehen und nur auf den neuesten Stand gebracht werden müssten. Die restliche Infrastruktur und die Sicherheit dürften keine Probleme bereiten. Dagegen spräche nur, dass erst vor kurzem dort eine WM stattgefunden hat.

Ägypten scheidet definitiv aus, da ist es im Sommer unerträglich heiss. aus dem gleichen Grund käme auch Dubai etc. nicht in Frage. Eine Alternative wäre imho noch Australien, aber da müssten wohl noch alle Stadien gebaut werden, bis auf Sydney. In Asien fällt mir ehrlich gesagt nur China ein, die das stemmen könnten, sonst auch kein Land. In Südamerika dann höchstens Brasilien oder Argentinien, die aber auch beide große wirtschaftliche Probleme haben.
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Beitrag von ISOstar » 12.07.2006 16:15

HerbertLaumen hat geschrieben:...dann höchstens Brasilien oder Argentinien, die aber auch beide große wirtschaftliche Probleme haben.


Nicht nur wirtschaftliche. Soweit ich informiert bin, hat Brasilien mit die höchste (wenn nicht DIE höchste) Kriminalitätsrate.
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Beitrag von HerbertLaumen » 12.07.2006 16:36

Mag sein, Isostar, das sind aber imho Delikte, die sich vorwiegend in den Slums abspielen und die man mit Willen und Polizeipräsenz eindämmen kann.
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Beitrag von Sg-Fohlen » 12.07.2006 16:38

Südafrika liegt noch davor.
In China finden die nächsten Olypischen Spiele statt. Wäre schwierig beides unter einen Hut zu bekommen.
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Miami Vice
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Beitrag von Miami Vice » 12.07.2006 16:40

Sehe das auch so, dass in den USA auf Grund des Zeitdruckes wohl die logischste Alternative wäre.

Hier kommt jedoch ein neues Problem auf die FIFA zu:

Veröffentlicht am 12.07.2006 um 15:23 Uhr
Quelle: dpa

Französischer Anwalt will WM-Finale annullieren lassen

Ein französischer Anwalt will vor Gericht ziehen und
das WM-Finale vom Sonntag annullieren lassen, falls die Entscheidung
zur Roten Karte für Frankreichs Zinédine Zidane mit Hilfe eines
«illegalen Mittels» gefallen ist. Das Pariser Zivilgericht solle
prüfen, ob der vierte Schiedsrichter Luis Cantalejo aus Spanien auf
Videoaufnahmen zurückgegriffen habe, um Zidanes Kopfstoß gegen den
Italiener Marco Materazzi erkennen zu können, teilte Anwalt Méhana
Mouhou am Mittwoch in Paris mit.
...................


Steht auf Transfermarkt.de und der Prozeß findet in Frankreich statt, weil die FIFA dort dummerweise eine Niederlassung hat.
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Beitrag von ISOstar » 12.07.2006 16:54

HerbertLaumen hat geschrieben:Mag sein, Isostar, das sind aber imho Delikte, die sich vorwiegend in den Slums abspielen und die man mit Willen und Polizeipräsenz eindämmen kann.


Naja...

http://de.wikipedia.org/wiki/Brasilien

Innere Sicherheit
Die Kriminalitätsrate Brasiliens ist im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt relativ hoch. Jährlich sterben in Brasilien an die 50 000 Menschen durch Mord oder Totschlag. Die Polizei hat vor allem in den Städten mit Morden, Entführungen, Raubüberfällen und organisierten Drogen- und Kriminellensyndikaten (wie etwa das Comando Vermelho in Rio de Janeiro und das Primeiro Comando da Capital in Sao Paulo) zu kämpfen. Das Polizistengehalt ist niedrig, weswegen die brasilianische Polizei als besonders anfällig für Korruption gilt. Es ereignen sich zudem zahlreiche Fälle, in denen Polizeiangehörigen Machtmissbrauch bis hin zu Erpressung und Mord vorgeworfen wird. Auch innerhalb der Justiz ist Korruption weit verbreitet. Gefängnisaufstände in den völlig überfüllten Haftanstalten sind fast an der Tagesordnung. Das Leben der Kleinbauern und Indios auf dem Land ist durch Konflikte mit Großgrundbesitzern gefährdet.

In den letzten Jahren wurden vermehrt auch Fußballer und ihre Familienmitglieder entführt. Berühmte Beispiele sind Robinhos Mutter Marina de Souza und der Vater des Weltfußballers 1994 Romario.

Um die hohe Zahl an Gewaltopfern zu verringern wurde im Januar 2004 ein Gesetz vorgeschlagen, das den privaten Waffenbesitz verbieten sollte. Dieser Gesetzesvorschlag ist 2005 per Volksreferendum abgelehnt und deshalb ausgesetzt worden.


Will da aber auch jetzt nicht drauf rumreiten, aber ich wollte da nicht als Tourist sein!
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Beitrag von HerbertLaumen » 12.07.2006 17:15

ISOstar hat geschrieben:Will da aber auch jetzt nicht drauf rumreiten, aber ich wollte da nicht als Tourist sein!
Wenn sich nichts ändern würde, wollte ich da auch nicht hin. Gut ich wusste jetzt nicht, dass es so krass ist und war der Meinung, dass es größtenteils auf die Slums beschränkt wäre.
In den USA gab es 2004 16.000 Morde und 1,3 Mio Gewaltstraftaten, auch nicht so prickelnd...
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Beitrag von ISOstar » 12.07.2006 17:19

HerbertLaumen hat geschrieben:In den USA gab es 2004 16.000 Morde und 1,3 Mio Gewaltstraftaten, auch nicht so prickelnd...


Dort habe ich allerdings mehr die Hoffnung, dass die Polizei dort bessere Arbeit leistet :)

Mit der USA als Ausrichter könnte ich mich ganz gut anfreunden, obwohl die Jungs zur Zeit ebenfalls nicht besonders beliebt sind und immer ein Ziel von Anschlägen bleiben werden. Nur wohin sonst mit der WM? Wobei ich nicht glaube, dass man Südafrika so schnell die Sache entzieht.

Bin wirklich sehr gespannt, wie sich das ganze entwickeln wird.
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Beitrag von HerbertLaumen » 12.07.2006 17:28

Miami Vice hat geschrieben:Französischer Anwalt will WM-Finale annullieren lassen
So, dann auch hier noch einmal:
Soso, ein französisches Gericht hat also die Gerichtsbarkeit über die in der Schweiz ansässige FIFA und soll für diese rechtsverbindlich darüber eintscheiden, ob es in einem Fußballspiel, welches auf deutschem Boden ausgetragen wurde, zu Regelverstößen seitens der Schiedsrichter und eines italienischen Spielers gekommen ist.
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Beitrag von ISOstar » 12.07.2006 17:36

@Herbert
Wohl eher nicht.

Mir stellen sich jetzt gleich mehrere Fragen

a) Wie wird die FIFA reagieren, wenn das ganze jetzt hochgepusht wird?

b) Wie wird die FIFA reagieren, wenn Materazzi zweifelsfrei eine rassistische Äusserung nachgewiesen wird?

c) Wird die FIFA überhaupt reagieren, egal wie die Beweislast ausfällt?

Nicht falsch verstehen. Ich habe mich damit abgefunden, dass Italien Weltmeister geworden ist. Nun stellt euch mal vor, die lassen das Spiel wiederholen :shock:

Was wäre das für ein fader Beigeschmack, für eine eigentlich durch die Bank gut gelungene WM in Deutschland.
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Beitrag von HerbertLaumen » 12.07.2006 17:46

Das Spiel wird sicherlich nicht wiederholt und ein wie auch immer ausfallendes Urteil hat keinerlei Rechtskraft über die FIFA.

Aus dem Reglement zur WM 2006:
Artikel 3
3. Mit der Teilnahme am Wettbewerb verpfl ichten sich die teilnehmenden
Verbände, ihre Spieler und Offi ziellen automatisch:
a) alle von der FIFA veröffentlichten Reglemente, Entscheidungen,
Richtlinien und Zirkulare sowie alle massgebenden nationalen und
internationalen Gesetze zu befolgen;
b) zu akzeptieren, dass alle administrativen und disziplinarischen Angelegenheiten
sowie Schiedsrichterfragen im Zusammenhang mit der
Vor- und Endrunde in Übereinstimmung mit diesem Reglement und/
oder den Entscheidungen der Organisationskommission für die FIFA
Fussball-Weltmeisterschaft™ von der FIFA geregelt werden;

Artikel 13
Sämtliche Disziplinar- und Berufungsangelegenheiten werden gemäss
geltendem FIFA-Disziplinarreglement (CDF) und den massgebenden
FIFA-Zirkularen geregelt.

Artikel 14
1. Proteste im Sinne der nachfolgenden Bestimmungen sind Beanstandungen
jeder Art in Bezug auf Ereignisse, die sich auf die Durchführung
von Spielen der Vor- und Endrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft
2006™ auswirken (Zustand des Spielfelds, Markierungen auf dem
Spielfeld, zusätzliche Spielausrüstung, Spielberechtigung von Spielern,
Stadioninstallationen, Bälle etc.).
2. Wenn die Bestimmungen in diesem Artikel nichts anderes vorschreiben,
müssen Proteste innerhalb von zwei Stunden nach Spielende zuerst
dem FIFA-Spielkommissar oder dem FIFA-Koordinator vor Ort schriftlich
übergeben und innerhalb von 24 Stunden nach Spielende mit einem
vollständigen schriftlichen Bericht, dem eine Kopie des Originalprotests
beiliegt, an das FIFA-Generalsekretariat bzw. während der Endrunde
an das FIFA-Hauptquartier im Gastgeberland geschickt werden. Bei der
Vorrunde muss der protestierende Verband den Protest bis spätestens
2 (zwei) Tage nach dem Spiel mit einem Einschreibebrief an das FIFAGeneralsekretariat
bestätigen.
3. Proteste im Zusammenhang mit Vorfällen während des Spiels müssen
vom Mannschaftskapitän unmittelbar nach dem umstrittenen Vorfall
und vor der Wiederaufnahme des Spiels beim Schiedsrichter mündlich
angemeldet werden. Solche Proteste müssen vom Delegationsleiter
innerhalb von zwei Stunden nach Spielende beim FIFA-Spielkommissar
oder dem FIFA-Koordinator vor Ort schriftlich bestätigt werden.
4. Proteste gegen Tatsachenentscheide des Schiedsrichters sind unzulässig,
da diese Entscheide endgültig sind.
5. Wird ein unbegründeter oder nicht vertretbarer Protest eingelegt, kann
die Disziplinarkommission eine Geldstrafe aussprechen.
6. Nach dem Endspiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland
2006™ werden keine Proteste oder Beschwerden gemäss diesem Artikel
mehr berücksichtigt.
7. Die Organisationskommission für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™
entscheidet über jegliche Proteste (vgl. Art. 12).

Artikel 15
1. Gemäss FIFA-Statuten haben die Verbände kein Recht darauf, Proteste vor ein Zivilgericht zu ziehen. Sie verpflichten sich, solche Konflikte verfahrenskonform den Rechtsorganen der FIFA zu unterbreiten.
2. Streitigkeiten in Zusammenhang mit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft
2006™, welche die FIFA, den ausrichtenden Verband, die Verbände,
Konföderationen, Ligen, Vereine, Spieler, Offi zielle und/oder
lizenzierte Spielervermittler betreffen, werden durch Verhandlungen
unverzüglich beigelegt.
3. Wird keine Lösung erzielt oder eine formelle Berufung in Betracht gezogen,
wird die Streitigkeit von dem in den FIFA-Statuten festgelegten
Schiedsgericht, dem Sportschiedsgericht (CAS) in Lausanne, behandelt.
Für das Schiedsgerichtsverfahren gelten die Bestimmungen des Reglements
für das Sportschiedsverfahren des CAS.
4. Streitigkeiten zwischen der FIFA und dem ausrichtenden Verband werden
entsprechend den Bestimmungen im Veranstaltungsvertrag beigelegt.
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Beitrag von Miami Vice » 12.07.2006 18:12

HerbertLaumen hat geschrieben:Das Spiel wird sicherlich nicht wiederholt und ein wie auch immer ausfallendes Urteil hat keinerlei Rechtskraft über die FIFA.


HL, das ist ein Mißverständis von dir. Die FIFA hat eine Niederlassung in Paris. Der Hauptsitz ist zwar Schweiz, aber für die Klage reicht schon eine Niederlassung.

Dann geht es weiter zum europäischen Gerichtshof und da ist Straßburg dran.

Die befinden sich auf französischem Boden.

Es klagt auch nicht der Verband, sondern ein Rechtsanwalt aus eigenen Gründen heraus.

Auch ein Dachverband wie die FIFA ist der Gerichtsbarkeit nicht ausgeschlossen, siehe Bosmann Urteil.
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Beitrag von HerbertLaumen » 12.07.2006 18:21

Dann erkläre mir mal bitte MV, welchen Zivilrechtsanspruch ein französischer Rechtsanwalt auf Annulierung eines Fußballspiels in Deutschland durchgeführt von der FIFA hat? Warum verklagst du die FIFA nicht wegen ungerechtfertigter Sperre des Spielers Frings? Selbst wenn die Klage angenommen wird und es zu einem Urteil kommt, kann sich der Kläger damit den Hintern abwischen, das ist das Papier nicht wert.
Diese FIFA Fußball WM 2006 ist eine rein private Veranstaltung, wo sich jeder Teilnehmer der Gerichtsbarkeit der Fifa unterwirft. Was hat ein unbeteiligter Dritter da zu klagen? Wenn ich mir privat Leute einlade und ein Fußballturnier veranstalte und meine Reglen aufstelle, kannst du mir da auch nicht reinklagen, weil du gar nichts damit zu tun hast. Das ist imho eine reine Publicity-Aktion des Anwalts um bekannt zu werden, sonst nichts.

Miami Vice hat geschrieben:Auch ein Dachverband wie die FIFA ist der Gerichtsbarkeit nicht ausgeschlossen, siehe Bosmann Urteil.
Richtig. Hier ging es aber darum, dass eine UEFA-Regelung gegen geltendes EU-Recht verstößt. Das ist hier bei diesem Fußballspiel wohl nicht der Fall.
Zuletzt geändert von HerbertLaumen am 12.07.2006 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
rodriquez

Beitrag von rodriquez » 12.07.2006 18:29

Fifa hin , Fifa her, lächerlich sind solche Geschichten dennoch, zumindest für mich.

"Veröffentlicht am 12.07.2006 um 18:26 Uhr
Quelle: dpa

FIFA hebt Suspendierung des griechischen Fußball-Verbandes auf

Otto Rehhagel und seine Fußball-Europameister
können aufatmen. Das Dringlichkeitskomitee des Fußball-Weltverbandes
(FIFA) hat die Suspendierung des griechischen Fußball-Verbandes (HFF)
aufgehoben. Das bestätigte die FIFA am Mittwochabend in Zürich in
einer Pressemitteilung. Grund für diesen Beschluss war die
Entscheidung des griechischen Parlaments, das eine Änderung des
nationalen Sportgesetzes verabschiedet hatte. Damit sei wieder eine
Übereinstimmung mit den Bestimmungen der FIFA- und der entsprechenden
UEFA-Statuten gegeben. Dadurch dürfen Rehhagel & Co. nun doch an der
Qualifikation zur EM 2008 in Österreich und der Schweiz teilnehmen."
http://www.transfermarkt.de/news/news_t ... 4?id=13415
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Beitrag von HerbertLaumen » 12.07.2006 18:32

:lol: Die FIFA zwingt einen souveränen Rechtsstaat zu einer Gesetzesänderung. Wie die dann wohl auf die Klage eines kleinen Rechtsanwaltes auf Frankreich reagieren werden? Das dürfte wohl so ähnlich sein, wie einen Walfisch mit einer Nadel zu pieksen, ein Flossenschlag und du gehst unter...
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Beitrag von Miami Vice » 13.07.2006 23:11

Hierzu ein Artikel vom Kicker:


Franzose will Finale anfechten

Ein französischer Anwalt möchte eine Wiederholung des WM-Endspiels zwischen Frankreich und Italien (3:5 i.E.; 1:1, 1:1) erreichen. Dabei will der Anwalt die Umstände des Platzverweises für Zinedine Zidane wegen des Verdachts der Benutzung des regelwidrigen Video-Beweises gerichtlich überprüfen lassen.

Seinen Antrag will der Jurist aus der nordfranzösischen Stadt Rennes angeblich im Namen mehrerer Klubs und Verbände bei einem der höchsten Gerichte in Frankreich einreichen. "Die Namen der Kläger werden bei Einreichung der Klage veröffentlicht", erklärte Mouhou. ..............................


>>hier weiterlesen<<
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