Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

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Slowdive
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von Slowdive » 09.07.2014 12:15

Entweder ist der erwähnte 58 Jährige total verrückt oder die fleischgewordene Zivilcourage :shock:
Muss mich noch entscheiden.
BayernBorusse
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von BayernBorusse » 09.07.2014 20:00

Hier in Ingolstadt haben Verein und Fans ein klares Zeichen gesetzt. Nachdem Danny da Costa beim Spiel in München rassistisch beleidigt worden ist haben Verein und Umfeld klar Stellung bezogen. es wurden T-Shirts gedruckt und verteilt/verkauft. Und bei einem der nächsten Heimspiele wurden einige Glatzen, die sich provokant in den Ingolstädter Fanblock gestellt haben von Fans und Ordnern
nachdrücklich und schnell entsorgt.
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von Slowdive » 09.07.2014 20:48

Ich hab dazu diese Doku auf ARD im Rahmen Gott und die Welt-klares Abseits,Rassismus im Fußball gesehen.
Tolle Sache, was die Schanzer da gemacht haben. Und der Gunesch ist auch ein super Typ.
mitja

Re: AW: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von mitja » 25.08.2014 13:01

Im September prügelten sich rechte Braunschweiger Fans mit den Ultras des Vereins beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach. Gerichtsurteile sehen die Aggressoren bei den rechten Fans. Mit Sanktionen tut sich der Zweitligist aber bisher schwer.

http://www.deutschlandfunk.de/fankultur ... _id=295456
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von Slowdive » 26.08.2014 13:18

Vorbildlich das Verhalten des Vereins. Man,man,man.
Und da wundert man sich, dass diese Gestalten immer zahlreicher in den Stadien auftauchen.
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raute56
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von raute56 » 31.10.2014 12:16

Der Aachener Politikwissenschaftler, Rechtsextremismusexperte und Alemanniafan Richard Gebhardt hat sich in einem Interview mit der AZ zu "Hooligans gegen Salafisten"geäußert. Hier ein Auszug und im Link das komplette Interview im Link
(http://www.aachener-zeitung.de/lokales/ ... s-1.948491)

Der Auszug:

Und ist die Hogesa nun rechtsextrem, oder nicht?

Gebhardt: Wie gesagt, nicht jeder Hooligan ist ein XXX. Die Hogesa-Bewegung war aber von Anfang an von Kadern und Aktivisten der neonazistischen Szene dominiert. SS-Siggi von der Borussenfront ist da nur ein Beispiel. Dominik Roeseler, der Anmelder der Demo, kommt aus dem Mönchengladbacher Hooliganumfeld und ist stellvertretender Landesvorsitzender von ProNRW, deren Kernideologie antimuslimischer Rassismus ist. An der rechtsextremen Ausrichtung kann es keinen Zweifel geben.
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Re: BVB Dortmund

Beitrag von motz-art » 05.11.2014 14:34

In einem Leserbrief in der TAZ (es geht da um die Blindheit auf dem rechten Auge mancher konservativen Politiker) steht folgender Satz:

"dass ein Fußballverein aus Dort-
mund als Repräsentant von NRW gelten kann,in dessen Anhänger-
schaft sich Rechtsradikale aller Couleur tummeln,ohne dass die Fan-
beauftragten und der Vereindas problematisieren,bleibt ebenso
fragwürdig."


Ich weiß nicht, ob man die Borussenfront (und die ist ja offensichtlich gemeint) mit der Anhängerschar des BvB gleichsetzen darf. Aber recht hat der Schreiber in meinen Augen schon.

Wie ist das mit dem Anteil Rechtsradikaler bei uns?

Aus der Distanz im beschaulichen Lipperland kriege ich hier nur das zivilisierte Forum mit vom dem ich nicht weiß, inwiefern es die Fangemeinde der einzig wahren Borussia widerspiegelt.
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Re: BVB Dortmund

Beitrag von Saxonia Reloaded » 05.11.2014 14:41

Bei einem Verein wo zu jedem Heimspiel 80.000 Zuschauer kommen wird es immer auch politisch radikal denkende geben. Fussballfans sind ein Querschitt der Gesellschaft. In Dortmund und anderswo.
Radikalinskis dürfen Vereine nicht als Plattform für ihren Müll missbrauchen können, ansonsten kann ein Verein wenig machen.
Zuletzt geändert von Anonymous am 05.11.2014 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Unnötiges Zitat entfernt
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Re: BVB Dortmund

Beitrag von lumpy » 05.11.2014 17:49

motz-art hat geschrieben:In einem Leserbrief in der TAZ (es geht da um die Blindheit auf dem rechten Auge mancher konservativen Politiker) steht folgender Satz:

"dass ein Fußballverein aus Dort-
mund als Repräsentant von NRW gelten kann,in dessen Anhänger-
schaft sich Rechtsradikale aller Couleur tummeln,ohne dass die Fan-
beauftragten und der Vereindas problematisieren,bleibt ebenso
fragwürdig."


Ich weiß nicht, ob man die Borussenfront (und die ist ja offensichtlich gemeint) mit der Anhängerschar des BvB gleichsetzen darf. Aber recht hat der Schreiber in meinen Augen schon.

Wie ist das mit dem Anteil Rechtsradikaler bei uns?

Aus der Distanz im beschaulichen Lipperland kriege ich hier nur das zivilisierte Forum mit vom dem ich nicht weiß, inwiefern es die Fangemeinde der einzig wahren Borussia widerspiegelt.
Frage mich viel mehr, wie ein rational denkender Borusse auf die Idee kommt die "Zeitung" TAZ zu lesen :animrgreen2:
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von raute56 » 05.11.2014 21:19

Rational denkende Borussen lesen möglichst viel, um sich ein möglichst genaues Bild machen zu können.
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von Hotte62 » 06.11.2014 09:34

Richtig, Raute!
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von Viersener » 06.11.2014 10:05

Man sollte nicht alles lesen,zumal viele Zeitungen eh alles sich gegeseitig abschauen, sondern mal mit Leuten reden,auf die Strasse gehen usw. Auch so mal "andere" Meinung einholen.die Deutschen medien sind eh nicht mehr das was die waren, Stimmungsmache pur .... und oft sind diese falsch (mal so allgemein)

Am Sonntag bei Westpol im Wdr sprach man auch von einer verstärkten rechten szene aus Mg.
mitja

Re: AW: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von mitja » 07.11.2014 12:59

Hooligans sind unpolitisch - diese These vertreten auch nach den Ausschreitungen in Köln vor zwei Wochen viele Politiker. Der Kriminalist Bernd Wagner widerspricht: Schon seit den 70er-Jahren gebe es klare Verbindungen zwischen Rechtsextremen und Hooligans. Die Politik habe einen einfachen Grund, dies zu leugnen.

http://www.deutschlandfunk.de/rechtsext ... _id=302421
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von kurvler15 » 07.11.2014 13:11

Eins vorneweg: Ich halte überhaupt nichts von Hooligans, und wenn die sich auf die Mütze hauen wollen, dann auf nem Acker und mit eigener Übernahme der Arztrechnung, dann können die ihrem "Hobby" nachgehen wie sie wollen.

Aber trotzdem finde ich immer schwierig das rechte Damoklesschwert über eine Gruppierung zu hieven. Es gibt unbestritten rechte Hooligans, aber es gibt genauso auch Gruppen von linksradikalen oder unpolitischen Hooligans die sich einfach nur auf die Ommel geben wollen. Eine Bewertung darüber zu machen, welche dieser Gruppen zahlenmäßig stärker vorhanden ist traue ich mir persönlich nicht zu.

Unbestritten ist aber auch, dass die Hooligan-Szene sich teilweise aus Menschengruppen zusammensetzt, die man dort wohl eher nicht erwartet.
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von Slowdive » 07.11.2014 14:38

Wer allen Ernstes glaubt, dass diese HoGeSa Suppe nur annähernd unpolitisch ist, glaubt auch an den Weihnachtsmann oder ververweigert jegliche Medien.
Wie weit geht der Versuch, wirklich alles zwanghaft unpolitisch haben zu wollen,
eigentlich noch? Dieses liberale Gerede, das einzig nur den Rechten nützt, ist echt nicht mehr zu ertragen.
Ich bin grundsätzlich gegen Gewalt, aber diesen XXX sollte irgendwer ihre kruden Ideen aus dem Schädel hauen. Am besten auf einer Wiese. So macht man das ja wohl bei denen, gell?

Besonders witzig aber ist die Erfindung von "linksradikalen Hooligans. Made my day! :lol:
mitja

Re: AW: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von mitja » 07.11.2014 14:40

In dem Artikel wird auch nicht behauptet, daß sie "Alle rechts sind":
" Natürlich geht es Hooligans ums Prügeln. Aber gleichzeitig hätten sie eine Weltanschauung; und die sei eben mal extrem links - oder aber auch extrem rechts - inklusive rassistischer und völkischer Grundgesinnung"
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von raute56 » 07.11.2014 21:24

Viersener hat geschrieben:Man sollte nicht alles lesen,zumal viele Zeitungen eh alles sich gegeseitig abschauen, sondern mal mit Leuten reden,auf die Strasse gehen usw. Auch so mal "andere" Meinung einholen.die Deutschen medien sind eh nicht mehr das was die waren, Stimmungsmache pur .... und oft sind diese falsch (mal so allgemein)

Am Sonntag bei Westpol im Wdr sprach man auch von einer verstärkten rechten szene aus Mg.
Wer viel liest, weiß auch, wie er welche Zeitungen, Zeitschriften usw einzuschätzen hat. Dasselbe gilt für TV und Radio.

Ich geben Dir aber auch Recht, dass man sich auch mit Menschen unterhalten soll und sich so weitere Meinungen und Informationen beschaffen soll.

Meine Meinung: Nur wer sich möglichst umfassend informiert, kann sich ein einigermaßen objektives Bild machen.
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Johnny Cache
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Re: BVB Dortmund

Beitrag von Johnny Cache » 08.11.2014 07:44

Saxonia Reloaded hat geschrieben:Bei einem Verein wo zu jedem Heimspiel 80.000 Zuschauer kommen wird es immer auch politisch radikal denkende geben. Fussballfans sind ein Querschitt der Gesellschaft. In Dortmund und anderswo.
Radikalinskis dürfen Vereine nicht als Plattform für ihren Müll missbrauchen können, ansonsten kann ein Verein wenig machen.
Radikalismus ist nichts schlimmes und auch nicht das Problem. Faschismus & Rassismus sind das Problem.
Ich bin politisch ziemlich radikal eingestellt, habe aber gegen niemanden etwas der mich und andere nicht in meiner/ihrer Freiheit einzuschränken versucht.

Mal zum Verständnis: Radikal (v. lat.: radix ‚Wurzel‘, ‚Ursprung‘). Ergo, politisch Radikale kämpfen gegen die Wurzel des Übels statt an Symptomen herumzudoktern. Die Lösung die man für sich auserkoren hat kann sowohl höchst liberal/libertär sein oder aber faschistoid.
Slowdive hat geschrieben:Ich bin grundsätzlich gegen Gewalt, aber diesen XXX sollte irgendwer ihre kruden Ideen aus dem Schädel hauen. Am besten auf einer Wiese. So macht man das ja wohl bei denen, gell?
Was bringt das? Gewalt erzeugt Gegengewalt. Darauf sind diese Honks doch nur aus. Dummheit bekommst du weder weggeprügelt noch verboten. Sinnvoller erscheint mir da bei Gesängen bspw. eine umgehende Reaktion der restlichen Fans indem man das verhöhnt was dort ertönt. Sie müssen sich alleine aufgrund ihrer Anwesenheit unwohl fühlen um die Lust daran verlieren.
Slowdive hat geschrieben:Besonders witzig aber ist die Erfindung von "linksradikalen Hooligans. Made my day! :lol:
Was ist daran eine Erfindung? Leider Gottes habe ich bereits Bekanntschaft mit Hools gemacht die zugleich zum schwarzen Block gehörten.
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von mikael » 13.11.2014 15:24

im ausland gibt es bei einigen vereinen die antifa hools die sich klar links
einordnen.bei einigen westdeutschen hools gibt es auch emmigranten auch
türken.was es natürlich nicht schöner macht.
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Re: Rechtsradikalismus in deutschen Stadien?!

Beitrag von lumpy » 13.11.2014 17:15

Slowdive hat geschrieben:Wer allen Ernstes glaubt, dass diese HoGeSa Suppe nur annähernd unpolitisch ist, glaubt auch an den Weihnachtsmann oder ververweigert jegliche Medien.
Du definierst Hogesa also nach dem, was du in den Medien liest? :?: Unsere zum Großteil eher linksorientierten Medien hauen doch auf alles mit der Na.z.i.keule drauf, was nicht bei drei auf dem Baum ist.
Ich bin sicherlich kein Befürworter dieser Gruppierung, sie aber aufgrund der Medien als rechts hinzustellen ist ziemlich amateurhaft, vielleicht sogar ignorant. Dass der Veranstalter gefühlte 50 Mal klargestellt hat, dass diese NICHT rechts sind, wird mal ganz gekonnt ignoriert. Dass bei den Märschen sicherlich rechte mitlaufen ist nicht zu verhindern und auch nicht die Schuld von Hogesa. Es gab sogar mehrere Augenzeugen(!)berichte, die berichtet haben, wie Leute der Antifa sich unter den Mob gemischt haben und rechte Parolen gerufen haben, um Hogesa eben genau in das Licht zu rücken, in dem sie sie gerne hätten.

Wie weit geht der Versuch, wirklich alles zwanghaft unpolitisch haben zu wollen,
eigentlich noch? Dieses liberale Gerede, das einzig nur den Rechten nützt, ist echt nicht mehr zu ertragen.
Absoluter Quatsch. Im Gegensatz zu dir berufen sich andere auf Tatsachen und auf die grundrechtlich verankerte Unschuldsbehauptung. Gruppierung KANN man - sofern sie das nicht öffentlich propagieren - einfach nicht generell als rechts darstellen und schon gar nicht, wenn die Gruppe gegenteiliges behauptet. Das Einzige, was bei uns tagtäglich liberalisiert und verhamlost wird sind die Aktionen der Antifa, die zudem noch staatlich unterstützt werden.
Ich bin grundsätzlich gegen Gewalt, aber diesen XXX sollte irgendwer ihre kruden Ideen aus dem Schädel hauen. Am besten auf einer Wiese. So macht man das ja wohl bei denen, gell?
Dann aber auch allen Linksextremen, Salafisten, und co....
Besonders witzig aber ist die Erfindung von "linksradikalen Hooligans. Made my day! :lol:
You made MY Day ;) Vielleicht mal etwas informieren, dann wüsstest du dass es sowohl in Deutschland, inbesondere aber auch in Frankreich außerordentlich viele linke Hools gibt.
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