Stimmung bei den Heimspielen

Fahnen, Gesänge, Choreos, Fahrten. Hier treffen sich die Supporter!
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purple haze
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von purple haze » 03.02.2018 23:10

Ich war heute nicht im Stadion, aber das klingt alles mehr als traurig.
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Fohlen 71
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von Fohlen 71 » 03.02.2018 23:16

Man muss nicht alles gut finden und man darf auch Aktionen starten und etwas wofür man ist eine Stimme geben, nur zu schweigen halte ich für falsch!
Wie heißt es doch so schön:
" Wir stehen in der Kurve und feuern euch an, mit unseren Gesängen gehen wir voran...."
Ich finde auch die Doppelmoral scheinheilig, wenn ich so gegen RB bin, dann boykottiere ich das
Spiel in Leipzig komplett und werfe denen keinen Cent in den Rachen!
Was man hoffentlich heute gesehen bzw. gehört hat ist, dass Stimmung nur über die ganze Kurve funktionieren kann und die Ultras alleine es genauso wenig hinbekommen, wie der Rest der Kurve es alleine hinbekommt.
Ich möchte gerne so Naiv sein und glauben, dass es unser aller Ziel ist die Mannschaft bzw. Borussia zu unterstützen und das es nicht um persönliche Belange oder gar Politik geht.
Aggressives Verhalten geht aber gar nicht, von keiner Seite!
Nur meine bescheidene Meinung!
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von Fred1502eric » 03.02.2018 23:35

Absolutes Trauerspiel heute....

Heute hat sich die Fanszene weiter gespalten :cry: und das traurige ist, es war mit Ansage...
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midnightsun71
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von midnightsun71 » 03.02.2018 23:48

lumpy hat geschrieben:Nach den heutigen Erlebnissen können hier alle Ultras Gegner mal mal monatelang die Fr.esse halten. Was heute in Block 16 abging ist nicht zu entschuldigen.

19 Minuten lang wurde aus dem oberen 16er Stimmung gemacht. Nicht weil man so gerne Stimmung macht (das macht man sonst nämlich fast nie) sondern weil man einfach gegen Sotto und Co sein wollte.

In der restlichen Zeit wurde aus protest rein gar nicht supportet! Jetzt möge mir mal einer der vielen tollen Hechte der letzten Tage hier folgende Frage beantworten: ist es besser aus Protest gegen einen sehr umstrittenen Verein 19 Minuten zu schweigen, oder ist es besser gegen die eigenen Fans zu protestieren und 71 Minuten zu schweigen?

Wie wurde die letzten Tage so schön geschrieben. Das schadet nur der Mannschaft. Der Mannschaft haben Kutten, Bökelberg Romantiker und alle anderen ultra Kritiker einen Bärendienst erwiesen. Das Gegentor ist übrigens nicht während dem protest der Ultras gefallen, sondern während dem des oberen 16ers.

Begleitet wurde dies mit Mittelfingern und dem werfen von zum Teil sehr gefährlichen Wurfgeschossen wie kleinen Glasflaschen!

Das was versuchte Körperverletzung gegen eigene Fans. Der obere 16er hat sich heute zutiefst XXX verhalten!

Ich überlege noch, ob ich Anzeige gegen unbekannt erstatte, damit das für einige der letzte Besuch eines Spiels für die nächsten Jahre war.

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intressant
jetzt versucht man mit rhetorik den anderen die schuld zu geben.....peinlich...weil man sauer ist das 66 prozent der fans gegen diese aktion waren...habt ihr ultras mal was von demokratie gehört????
wenn es um kapitalismus geht usw...wir haben 2 banken auf unseren trikots die auch nicht ohne sind.... :aniwink:
P.S

dann sollten die mal Anzeige erstatten die durch Pyro fast verletzt wurden...smile
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von lumpy » 03.02.2018 23:51

1. Habe ich mir die selbe Rhetorik verwendet wie all die Gegner in den letzten Tagen.

2. Bin ich kein ultra.

3. Habe ich mich über versuchte schwere Körperverletzungen aufgeregt.

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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von midnightsun71 » 03.02.2018 23:54

gewalt sollte immer geahndet werden ...egal von wem sie ausgeht.......ich liebe fussball und es lenkt mich ab vom alltag aber wenn selbst hier immer mehr politik reingeht macht es echt keinen spass mehr...
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von purple haze » 04.02.2018 00:00

Also ich sach mal so, und diese Freiheit nehm ich mir einfach raus...jeder mag über den Boykott denken was er will, aber den eigenen Anhang zu boykottieren, anstatt sich z freuen das es endlich krachen kann, ist beschämend.
Wenn es darum geht, das ein Boykott die Mannschaft nicht unterstützt, dann stellt man sich die Frage, weshalb man dann nicht in der Lage ist gemeinsam zu supporten!?!
Megadämliche Lackafferei!
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von lumpy » 04.02.2018 00:12

Word.

Gesendet von meinem Huawei mit Tapatalk
Zuletzt geändert von Borusse 61 am 04.02.2018 00:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Unnötiges Zitat entfernt
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von berkaborusse » 04.02.2018 00:17

Die größte Gruppe mit Umfeld beschließt, aus bekannten und teilweise nachvollziehbaren Gründen 19 min lang zu schweigen(was wie bereits oftmals erwähnt sonst 85 Prozent des Stadions durchgehend machen)

Niemand war genötigt daran teilzunehmen,dass aus bekannten Bereichen gerade in der Phase versucht wurde Stimmung zu machen war zu erwarten und wurde vom gesamten unteren 16er nichtmals durch Gesten etc bewertet.

Aber dass was nach der 19ten Minute zu beobachten war lässt mich nur noch ratlos zurück.
Genau jene Zuschauer die vorher lauthals skandierten, stellten jegliche Unterstützung wie gewohnt ein und beschränkten sich lieber darauf die Leute aus dem unteren 16er niederzupfeifen und mit Wurfgeschossen einzudecken?
Das ist vollkommen paradox, merkt ihr denn alle nicht dass sich selbst bei neutraler Betrachtung heute genau die als Selbstdarsteller demaskiert haben die es sonst anderen Gruppen vorwerfen?

Da gibt es keine 2 Meinungen, Protest hin oder her.
Muss man nicht nachvollziehen aber akzeptieren, Punkt!

So wie die Lethargie des gesamten Stadions bei nahezu allen Spielen ebenfalls akzeptiert wird/werden muss.

BY the way können einige angetrunkenen Leute froh sein, dass "der Kindergarten"und Umfeld nicht mal im persönlichen Gespräch geklärt haben wollte, was es der Mannschaft bringt die eigenen Leute zu beleidigen und zu bewerfen.

Ich verabscheue Menschen teilweise.
Was wir in solchen Momenten unserer Vereins/Fanhistorie antun ist auch keinem bewusst.
Beschämend, alle zusammen...
Zuletzt geändert von berkaborusse am 04.02.2018 00:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von DarkPiedro » 04.02.2018 00:21

bisher bin ich nur stiller Mitleser, aber zu den heutigen Ereignissen will ich auch mal meinen Senf los werden.

Kurz zu mir, 37 Jahre Dauerkarte seit Mitte der 90er, leider auch mit einer Unterbrechung von 2 oder 3 Jahren aber gut.
Meinerseits bin ich bekennender Anti-Ultra, aus vollem Herzen und absoluter Überzeugung. Mehr noch, ich bin DER Anti-Ultra!

Dennoch versuche ich jetzt möglichst sachlich zu bleiben, hoffentlich gelingt es:

Überrascht hat mich das heutige Verhalten der Leute nicht, eher verwundert, weil es erst heute so deutlich wurde.
Ich rede nicht von Becher oder anderem Zeugs werfen, dass geht gar nicht!
Sondern das Anfeuern der Mannschaft und der Versuch so etwas wie Stimmung zu machen.
Ich glaube auch nicht, dass es gegen die Ultras gerichtet war oder gar ein:
"Hähä-endlich-wieder-gegen-Ultras-stänkern-denen-zeigen-wir's"

Ich wurde heute auch noch von einem Kumpel, der es mit unserer "Szene" hält mehrfach darauf hingewiesen, dass der Boykott auch von und mit dem Fanprojekt ausgerufen wurde.

Wenn dem so ist, dann gehört denen auch die Ohren lang gezogen.

Die Geduldsschnur ist heute einfach bei den meisten gerissen, die letzten Prioritäten des selbst ernannten Motors der Nordkurve:
- heutiges Spiel 19 Minuten schweigen gegen Leipzig, weil wegen Kommerz und
künstliches Produkt und so
- Derby in K''', Support einstellen, weil wiedermal Fahne geklaut wurde
- Spiel gegen Darmstadt, man fühlte sich nicht wertgeschätzt
- Spiel gegen Augsburg, man fühlte sich nicht wertgeschätzt
- Spiel gegen Leipzig, 19 Minuten Schweigen, um ein deutliches Zeichen gegen Kommerz und künstliches Produkt zu zeigen
- erstes Spiel in Leipzig, 19 Minuten schweigen, weil wegen Kommerz und so...

das sind jetzt so die jüngeren Ereignisse die mir spontan einfallen, von Aktivitäten wie Buttersäure in Zügen usw, fange ich jetzt besser nicht an.

Bei dem ersten Spiel in Leipzig habe ich noch mitgemacht, man war sich hier auch scheinbar einig.
LEIDER!!!
Denn es war ein kolossaler Schuss in den Ofen.
Die Leipziger haben Stimmung gemacht, als gäbe es kein Morgen und die ganze Aktion endete in Hohn und Spott im Stadion, akustisch und optisch wurde man vorgeführt, insbesondere ab Minute 19!
Ok passiert, Scheiß Idee, Krönchen richten, gibt Wichtigeres.

Zum ersten Heimspiel gegen Leipzig dann dass Unglaubliche:
Gleiche Aktion wieder...
Damals fehlten mir schon die Worte und ich habe jetzt auch Mühe,mich nicht reinzusteigern!
Es wurde am Ende vom "Capo" als gelungene Aktion gefeiert und sich bei den Leuten bedankt.
Hatte was von Eigenironie, ehrlich!

Am Donnerstag schreibe ich meinem "Szene-Sympatisanten" noch eine kleine Provokations-SMS:
"Na, wird mal wieder Zeit ein deutliches Zeichen zu setzen,wa? Schweigen soll eine brilliante Idee sein^^"
Am Freitag im Netz gestöbert, die Kinnlade am Boden, an der eigenen Gehässigkeit fast erstickt: Sie machen es allen Ernstes wieder...

Da ahnte ich, dass was passieren würde.
ich gebe es zu, ein bißchen habe ich auch mal eine Reaktion der Leute erhofft.

Und ja, ich habe in Richtung Ultras gebrüllt und der Stinkefinger ging raus. Ich hatte einen Stinkefinger und diverse Gesten von unten nach oben ausgemacht und fühlte mich auch "angesprochen".
Ich bin nicht stolz darauf, is aber nun mal so.
Stadion sind Emotionen und solange man sich ankeift, geht es noch. Sobald Gegenstände geworfen werden, ist die Grenze deutlich überschritten, egal von welcher Seite.
Zur Info,wir stehen im 16er, auf höhe der Eingänge.Also oberhalb der Ultras, unterhalb des bösen oberen 16ers.

derzeitige Situation:
Heute war ein deutlicher Riß zu merken, stärker als jemals zuvor (und das will was heißen).
Die Stimmungskurve im Stadion zeigt seit gefühlten Ewigkeiten brutal nach unten.

Lösung:
ich habe keine, aber einen Appell und den ein oder anderen Vorschlag vielleicht:

- Einfach mal kleinere Brötchen backen?
Wenn beispielsweise wiedermal ein Zeichen gesetzt werden muß, sei es Kommerz,DFB, Polizeiwillkür,Medienhetze, fehlende Wertschätzung, Uefa,Fifa, Videoassistent, zu spät kommende Straßenbahnen oder Sonstiges:
Reichen dann nicht vielleicht mal Spruchbänder, Plakate oder Transparente aus?
Wenn die dann humoristisch, sarkastisch sind, erreicht man doch eher was?!
Vor allem Sympathien, für die eigene Sache, zumindest eher als mit Transparenten "wir verurteilen jeden Stein, der euch Kunden nicht getroffen hat..."

- die Schwerpunkte anders setzen?
Stichwort Choreos, dass war immer das große und nicht zu leugnende (auch von mir nicht!!!) Plus der Ultraszene.
Energien und Gelder die für andere Aktionen eingesetzt wurden, vielleicht mal wieder hier einsetzen?
So richtig mit Bezug zu Borussia Mönchengladbach?
Also nicht wo ein eigenes Jubiläum gefeiert wird?
Jetzt mal ohne Quatsch, dafür hattet ihr immer meinen ehrlichen und tiefsten Respekt.
Glaube sogar, dass das wieder so etwas wie ein "Wir" Gefühl verursachen könnte,vielleicht sogar ein paar Prozentpunkte mehr bei Vorfreude/ Stimmung. Wir können jedes Prozent brauchen...
Das bringt eher was, als wenn zwei Capos am Zaun stehen und sich beim ins Mikro "Fäuste,alle gemeinsam die Fäuste..." kreischen übertreffen!

- Fingerspitzengefühl bei der Lied Auswahl:
Wahrscheinlich die Königsdisziplin und folgende Zeilen werde ich ab morgen wieder konsequent leugnen:
Ja, die Kurve braucht eine Art Koordination.
Gerade heute passten die von den Ultras und Vorsängern bevorzugten Liedchen weniger als ohnehin immer schon (Achtung:Meinung des Verfassers)
Die Seele brennt ist eines unserer schönsten Lieder, aber es Mitte zweite Halbzeit beim Stand von 0:0? Das Spiel kann jederzeit in die eine oder andere Seite durch einen lucky Punch kippen...?

- In dem Zusammenhang vielleicht der Vorschlag:
Beschränkung auf die knackigen Sachen und wenn es ein stumpfes VFL,VFL,VFL ist, dann ist eben so.
Ich und ich behaupte auch mal dreist die Mehrheit, haben gar nicht den Anspruch 90 Minuten durchzusingen. Ich persönlich empfinde dauerhaftes "lalala" als absolut kontraproduktiv.
Die Leute sind ja auch da, sie machen mit,sie wollen die Mannschaft wach rütteln, ihr helfen, den Gegner zum Teufel brüllen, den Schiri dezent und sachlich auf Fehler aufmerksam machen. Auch heute hat man das gesehen.
Ultra Kritiker reden hier auch gerne vom Spiel bezogenen Support.

meine Hoffnung:
Die Nordkurve und der Borussia Park haben nach wie vor ein riesen Potential, das wurde auch schon abgerufen, was wirklich prägende Ereignisse waren.
Seien es die Europapokalspiele, die Relegation, die Spiele auf dem Weg zur Relegation (und es war ein langer Weg), vereinzelte Spiele wo ein kleiner Funke ausreichte, um einen mit Schaum vorm Mund, die Mannschaft zum Sieg zu brüllen.
Das soll wegen Eventgästen, Handyguckern, eine insgesamt verblödende Gesellschaft und was weiß ich nicht mehr möglich sein?
Schwerer mit Sicherheit, aber bestimmt nicht unmöglich, dafür sind zu viele Bekloppte anwesend, die irgendwas an diesem Verein finden, mit ihm verbindet, mich eingeschlossen.

Wenn ich den Roman jetzt so betrachte, ist es wohl auch besser, dass ich normalerweise eher in Foren lese, als schreibe^^
luckylucien64

Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von luckylucien64 » 04.02.2018 00:40

lumpy hat geschrieben:19 Minuten lang wurde aus dem oberen 16er Stimmung gemacht. Nicht weil man so gerne Stimmung macht (das macht man sonst nämlich fast nie) sondern weil man einfach gegen Sotto und Co sein wollte.
Ach ja - und woher weißt du das? Von Trumps Pressesprecherin? Alternative Fakten?
Deine Ultrafreunde haben heute zum zweiten Mal live präsentiert bekommen, was der Rest des Parks von ihrer albernen „ Für 19Minuten-Widerstandskämpfer“-Nummer hält. Ich war damals wie heute in Block 19A, ich habe weder Leute beworfen noch den Stinkefinger gezeigt - ich hab ihn nur gezeigt bekommen, wie ein paar Hundert Leute um mich herum. Wie oft und wie laut ich unsere Mannschaft supportet habe, kannst du dir nicht in deinen kühnsten Träumen vorstellen
Damit wir uns nicht falsch verstehen :
Das Werfen von Gegenständen auf andere Menschen ist ein NoGo, sei es auf andere Zuschauer im Block darunter ODER auf einen verletzten Spieler des Gegners (auch wenn es sich um ein Bullens+++++n handelt!).
Seinen Protest gegen den Gegner dadurch zum Ausdruck bringen zu wollen,daß man im eigenen Stadion die eigene Mannschaft nicht supportet, ist und bleibt die beknackteste Idee,seit ein deutscher Gymnasiallehrer ein Spiel mit einem runden Ball von der Insel aufs Festland brachte. Der Meinung bin ich und die werde ich im Stadion vertreten, so oft und solange es mir paßt.
Ich wäre dir außerdem dankbar, wenn du einem armen, unwissenden Oberranghocker folgendes erklären könntest: Nachdem ich die 19min- Show zum vierten Mal live im Stadion erlebt habe, ist mir immer noch nicht klar, was damit praktisch erreicht werden soll. Bei der ersten Aufführung, in Leipzig, ging während der Schweigephase der Gegner in Führung - das kann es also nicht sein.
Hofft man vielleicht, daß Rangnick bei Mateschitz anruft: „Du, die haben uns hier alle nicht lieb - laß uns die Kohle beim Hallenhockey investieren oder ein Footballfranchise in New Mexico kaufen“... ?
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Compagno
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von Compagno » 04.02.2018 02:25

Tja, was sollen Proteste - in welcher Form auch immer - bringen? Das könnte ich auf jedes Thema beziehen. Glaubt ein Vegetarier ernsthaft, dass er mit der Änderung seines Lebensstils ein Umdenken in unserer Lebensmittelindustrie anstoßen kann? Glaubt ein TTIP-Gegner wirklich daran, dass sich die Weltelite darum schert, wenn ein paar Hunderttausend Otto-Normalos, die ja nichts von globaler Wirtschaft verstehen können, auf die Straße gehen und ihren Missmut ausdrücken? Kann schon sein. Aber wenn man nicht bereit ist, sich für selbst schier aussichtsloses zu engagieren, was bleibt dann? Die Erkenntnis, dass wir in einer Welt leben, die wir nicht verändern können und in der wir alles hinnehmen müssen.

Man kann sich gerne darüber streiten, was die bessere Form eines Protests ist. Ich bin auch ein Freund von satirischen Spruchbändern bzw. von der Kunstform der Satire im Allgemeinen. Ob die allerdings sinnvoller ist, als z.B. Schweigen oder Demonstrieren, kann ich nicht sagen. Die Eindrücke, die ich über Jahre gesammelt habe, verleiten mich jedoch dazu, das nicht anzunehmen. Satire offenbart nur, sie löst keine Probleme. Ein Böhmermann hat mit der Erdogan Geschichte lediglich den Status Quo ans Licht gebracht. Ein Volker Pispers zeigte seinem Publikum jedes Jahr aufs Neue auf, was grade falsch läuft. Und die Zuschauer nicken zustimmend: "endlich sagts mal einer!" Ehe dann alle nach Hause gehen, genauso weitermachen wie bisher und den ganzen Quatsch, über den man sich ein Jahr später wieder echauffiert und amüsiert, durch ihr Nichtstun erneut legitimieren. Um ehrlich zu sein, glaube ich jedoch auch nicht, dass andere Mittel, die in den Mitteln des Fans liegen, lösungsorientierter sind. Aber das zeigt doch, dass man darüber diskutieren kann.

Gerade deshalb verstehe ich nicht, warum das Ganze jetzt so eskalieren muss. Meine Güte, der eine sagt: Find ich gut. Der andere sagt: find ich nicht gut. So ist das Leben. Hier wurde doch das Rad nicht neu erfunden. Wenn man diese 19 Minuten Aktion nicht gut findet, steht es einem doch vollkommen frei, ganz normal zu supporten. Das spricht einem doch niemand ab. Das stand in etwa diesem Wortlaut sogar mal in einer Stelllungnahme des Fanprojekts zu diesen Aktionen. Natürlich ist es immer schöner, wenn man als Fangemeinschaft auch möglichst gemeinschaftlich auftritt. Aber wo unterschiedliche Meinungen sind, ist das halt manchmal nicht möglich. Das ist dann vielleicht schade, aber liegt ja in der Natur der Sache. Und den gleichen Wortlaut "schade" hat der Vorsänger heute glaub ich auch verwendet. So sehe ich das auch. Es ist schade, aber man kann mMn weder der einen noch der anderen Seite etwas vorwerfen.

Was ich allerdings mehr als schade finde, ist, wenn es zu solchen Szenen kommt, wie nach der 19 Minute. Da haben sich beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert, was das Gestikulieren angeht. Aber "der" Oberrang hat da mMn nochmal etwas mehr zu beigetragen. Wenn die Leute 19 Minuten schweigen möchten, dann lasst sie doch. Und gleiches gilt natürlich umgekehrt: wenn andere sich nicht daran beteiligen wollen, dann lasst sie doch. Aber sich gegenseitig auszupfeifen oder gar mit irgendwas zu beschneissen, macht das Ganze doch überhaupt erst zu einem Problem. Ausgehend von der Tatsache, dass wir in einer diversifizierten Gesellschaft leben, gab es nämlich bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Problem. Leben und leben lassen.

Und den Vorwurft, dass einige Stimmung nicht um des Stimmungswillens gemacht haben bzw. um der Mannschaft zu helfen, muss man sich mMn leider gefallen lassen. Der Mannschaft hilft es, wenn alle lautstark supporten. Wenn man allerdings plötzlich nicht mehr singt, nur weil man das gemeinsam mit dem Unliebsamen Gegenüber tun muss, der eine andere Meinung vertritt als man selbst, hilft das doch nicht der Mannschaft. Man kann, wie bereits mehrfach betont, gerne auch aus voller Überzeugung sagen, dass dieses Schweigen am Anfang des Spiels der Mannschaft schadet. Sich dann aber im Gegenzug so zur verhalten, ist dann doch nichts anderes als pure Doppelmoral. Und dann erscheint ein eigentlich sehr sinniges Argument leider schnell nur als klug gewählter Vorwand, um gegen diejenigen zu schiessen, die man schlicht nicht leiden kann.

Edith: Wenn man seinen Standpunkt ausdrückt und dabei sagt, dass man alles andere als ein Sympathisant der Ultras ist, um eben diesen Standpunkt für andere nachvollziehbarer zu machen, verstehe ich das. So Sachen wie "deine Ultrafreunde" finde ich allerdings vollkommen daneben. Wenn jemand seine Meinung hier ausdrücken will, ist das seine persönliche Meinung. Und genau solche Formulierung sind es dann, die eine Spaltung der Fans in Lager A und Lager B fördern.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von arnold88 » 04.02.2018 03:35

DarkPiedro hat geschrieben:bisher bin ich nur stiller Mitleser, aber zu den heutigen Ereignissen will ich auch mal meinen Senf los werden.

[...]

Wenn ich den Roman jetzt so betrachte, ist es wohl auch besser, dass ich normalerweise eher in Foren lese, als schreibe^^

Sorry dass ich jetzt den ganzen Text zitiere :-) an den Autor:Bitte nimm es nicht persönlich aber dein Text und Sichtweise beschreiben genau das Problem. Bei den Lösungen und Gründe sehe ich bei dir ausschließlich Punkte die an die Ultras adressiert sind. Es wird davon gesprochen, dass durch die Choreos Punkte beim Rest der Ganz Szene gesammelt werden. Sorry aber das ist mir viel zu eindimensional, zum Einen scheint es eine Einsicht zu einem Fehlverhalten im Rest der Fanszene so gut wie gar nicht zu geben. Zum Anderen klingt es so, dass solange Stunden von Freizeit und Mühen in Choreos gesteckt werden alles gut ist und man die Ultras unterstützt. Insgesamt laufen viele Dinge nicht gut und man darf und muss definitiv über viele Aktionen der Ultras diskutieren. Allerdings fehlt mir von seitens des großen Rests der Nicht Ultra Fanszene der Wille den anderen auch zu verstehen und vor allem konstruktiv Lösungen vorzuschlagen. Jetzt haben ja endlich alle einen Sündenbock auf den sie es schieben können, dass sie nicht supporten.Spielbezogen hin oder her, selbst bei den Klassikern kriegt der Großteil das Maul nicht mehr auf. Ob es jetzt ist um die Ultras zu ärgern oder nicht ist mir dabei ziemlich egal, dienen tut es aber definitiv niemandem, am wenigsten der Mannschaft
Zuletzt geändert von Neptun am 06.02.2018 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von Zaman » 04.02.2018 08:40

@dark piedro
ich finde deinen Beitrag sehr differenziert und gut, bis vielleicht ein paar Formulierungen, da gehe ich mit Compagno konform ...
Lösungen wird es wohl so schnell nicht geben. Die Spaltung der Fanszene ist leider schon viel zu lange in Bewegung, als dass man sie jetzt so schnell wieder kitten könnte.
Beide Seiten haben zu dieser Spaltung ihres dazu beigetragen. Wobei ich leider sagen muss, dass ich auch keine Lust habe Supporter zu unterstützen, die ständig dem Verein Schaden zufügen. Jede Pyroaktion ist einfach total bescheuert. So ist es nun einmal und sie schadet finanziell dem Verein. Es ist einfach so, dass der Rest der Kurve die Ultraszene für unsagbar arrogant und anmaßend hält. Auf der einen Seite rühmen sie sich Dauersupport zu machen, alles für den einen Verein zu geben. Auf der anderen Seite werden dann Aktionen gemacht, die einfach nicht gehen. Aber dies ist kein Problem in unserer Kurve alleine. Das betrifft mittlerweile doch jeden Buliclub (jeder der eine aktive Fanszene hat)
Dass der Rest der Kurve gestern so reagiert hat (das Werfen von Gegenständen geht mal gar nicht, das klammere ich jetzt aber mal aus) ist nur verständlich. War es auch richtig?
Schwierig das zu sagen. Zum einen fand ich es klasse, dass sie wenigstens supportet haben, zum anderen waren eben die Vorkommnisse, wie sie hier geschildert wurden ein totales NOGo. Auch, dass dann der Support eingestellt wurde, was für mich so ein bisschen rüber kam, wie "nun zeigt doch mal wie toll ihr seid, oder warum ihr glaubt, dass euer Support vermisst wird" ...

Und nein, deshalb lasse ich mir hier bestimmt nicht das Wort verbieten, wie es ein paar hier so schön deutlich formuliert haben.
Für mich sind die Ultras mit ihrem Verhalten eben auch selbst oder mit Schuld an dieser ganzen Situation.

Was die Art des Supports angeht, da gehe ich mit Dark Piedro konform. Die Dauerbeschallung von Liedern kommt meist kaum richtig irgendwo an. Das hört sich teilweise wie beschallende Fahrstuhlmusik an.
Man merkt deutlich, dass man den Rest des Stadions dann mitziehen kann, wenn eben das knackigere gewählt wird. Vielleicht sollte man wirklich dort ansetzen und einfach mal ein paar Spiele sich zum größten Teil darauf beschränken, eine Art Aufbruchstimmung und Galligkeit dem Gegner gegenüber präsentieren. Vielleicht wäre es ja möglich, dass man dadurch und dann erzielte Erfolgserlebnisse den Spalt wieder langsam kitten könnte.
Ob das eine Lösung ist? Ich habe keine Ahnung, deshalb auch die vielen "vielleichts" ....
Aber wie immer ist das nur meine Meinung und nicht der Weisheit letzter Schluss. :winker:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von All in 13 » 04.02.2018 09:59

Was sich gestern in der Nord abgespielt hat war doch vorhersehbar.

Die ansonsten schweigende Mehrheit (welch schönes doppeltes Wortspiel in diesem Zusammenhang) hat schon länger die Nase voll, vom Gehabe der ultrabewegten im unteren 16er.

Spiel gegen das Konstrukt: Stimmungsboykott
Fahne geklaut: Stimmungsboykott
Choreo nicht genehmigt/ aus versehen entsorgt: Boykott bis Saisonende

Die Mehrheit in der Kurve hat gestern endlich gezeigt, was sie davon hält: Macht ihr ruhig euer Ding, unseres ist es nicht.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von berkaborusse » 04.02.2018 10:24

All in 13 hat geschrieben: Die Mehrheit in der Kurve hat gestern endlich gezeigt, was sie davon hält: Macht ihr ruhig euer Ding, unseres ist es nicht.

Dann bleibt aber die Frage was "unseres Ding" ist?
Nur aus Protest gegen 19 min Schweigen zu supporten
um anschließend wie bei jedem anderen Spiel der Mannschaft die Unterstützung zu verweigern?

Bemerkt denn hier niemand die Doppelmoral?

Lasst doch Menschen ihre Meinung, wenn es für eine größere Gruppe Gründe gibt den Support einzustellen oder zu pausieren muss man das eben akzeptieren, wie genau diese Gruppe es eben für den Rest der Saison immer akzeptieren muss, dass genau jene Leute die gestern am lautesten "gesungen haben " ansonsten über 17 Heimspiel wenig bis gar nicht an Support interessiert sind...
Makler
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von Makler » 04.02.2018 10:51

Auch ich gehöre zur großen Mehrheit der Borussen-Fans, die mit den Eigenheiten der Ultras nichts anfangen kann. Ich kann es nicht verstehen, dass die Unterstützung der Mannschaft in Köln in der zweiten Halbzeit komplett eingestellt wird, weil Wilde Horden Uns (oder vielleicht besser EUCH) eine grün-weiße Fahne entwendet. Ebenso kann ich es nicht versetehen, dass als Protest gegen Leipzig, der eigenen Mannschaft kontraproduktiv 19 Minuten die Unterstützung versagt wird. Die Ultras und deren Sympathisanten sollten darüber nachdenken, warum nicht nur der obere 16er oder die restliche Nordkurve anschließend verweigert hat, sondern das GESAMTE STADION! Es waren schätzungsweise 48.000 Gladbacher im Stadion, in der deutlichen Mehrheit "echte" Gladbacher Anhänger und nicht, wie m. E. gerne behauptet, "Modefans". Von den 200 (?) Ultras gab es 19 (medienwirksam angekündigte) Schweigeminuten. Das Schweigen war demnach verabredet und vorgegeben, egal ob es nun für 200 oder 600 Personen galt. Die restlichen 47.000 Gladbacher haben (oder auch nur geschätzte 19.000 Fans im Bereich Nordkurve) sich nicht vorab verabredet und vereinbart die Aktion der Ultras als absolut negativ zu empfinden. Entsprechend hielt sich sonst fast niemand an das verordnete Schweigegelübte. Was nach 19 Minuten eintrat, ist für mich ganz eindeutig: Das STADION hat den selbstverliebten Ultras mitgeteilt: SO NICHT! Das dies zu einer noch mieseren Stimmung geführt hat und für die Mannschaft ebenso wenig vorteilhaft war, ist mir bewußt. Hier hat es sich jedoch um eine unangemeldete "Demonstration" von mind. 95% der Stadionbesucher gehandelt und nicht von einer absoluten Minderheit, die meint, im Stadion das unangefochtene Sagen zu haben. Von der West (in Höhe Strafraum) im Unterrang habe ich einen guten Blick auf die Nordkurve. Knapp nach der 20. Minute hörte ich deutlich den zarten Versuch einiger Nordkurvler einen Fangesang anzustimmen. Sofort setzte das schwarz gekleidete Dreieck im unteren 16er zu einem Gegengesang an und übertönten die Normalos. Will heißen: "WIR, nur WIR stimmen in diesem Stadion Lieder an." Schade, aber anschließend gab es keine neutralen Versuche mehr, die Mannschaft anzufeuern.
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BorussiaN0rd
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von BorussiaN0rd » 04.02.2018 10:56

Eins vorweg. Bin Sympathisant der Ultra-Bewegung - mag einfach wenn Jungs und (in Zeiten der politischen Korrektheit) auch Mädels mal Rabauken sein dürfen. Mag es wenn sie sich organisieren, gemeinsame Aktionen machen und sich eben auch positionieren. Bin auf der Seite der Ultras wenn mal wieder gemeckert wird wegen Pyro oder ähnlichen - weil für mich das Grenzen überschreiten, gerade auch in dem Alter in dem die meisten sind, dazu gehört und auch weil ich davon ausgehe, dass sich diese Energien viel schlimmere Ventile suchen könnten - ein Stadion ist eben auch ein guter Platz zum austoben.

Greift mich ruhig an wegen dieser Meinung aber dieses überkorrekte geht mir übelst auf den Nerv.

Jetzt zu gestern:

Bin schon ins Stadion gekommen mit dem Gefühl, hoffentlich gehen die ersten 19 Minuten schnell vorbei. Als dann angepfiffen würde, war ich wirklich Stress ausgesetzt, konnte mich gar nicht richtig aufs Spiel einlassen weil ich hin- und hergerissen war zwischen ich will jetzt mal stimmungstechnisch Gas geben und ich finde wichtig, dass die Fans als Einheit auftreten. Ab Minute 19 kumulierte es dann, es wurde gepfiffen aus den oberen Rängen und als unten supportet wurde hörte es oben auf - Na super..... Und auch der Support von unten passte überhaupt nicht. Die Wahl der Mittel war komplett falsch und schien, aus meiner Sicht, so getroffen worden zu sein um sich von den anderen Fans abzugrenzen. Korrigiert mich hier bitte aber ein "Steht auf wenn ihr Borussen seid" zur 19. hätte besser gepaßt als Lieder bei denen eh nicht alle mitmachen.
Als dann am Anfang der 2. Halbzeit ein "Lasst uns alle zusammenhalten" von unten kam und einige (wenige) oben das mit Pfui quittierten - wußte ich wessen Geistes Kindes die sind.

Mein Fazit:

Das Stadionerlebnis gestern war für mich sehr unschön. Das sind nicht die Zustände die ich erleben will. Hier besteht dringender Diskussions- und Verbesserungsbedarf - sehr dringender.

Mein (in aller Bescheidenheit) Vorschlag:

Die 19 Schweigeminuten spalten die Fanszene und egal wie man dazu steht wir müssen diese "sehr kleine" Tradition beenden.

Um diesem unsäglichen Brauseprodukt zu schaden wird jeglicher Auswärtssupport gen Red Bull eingestellt. (Ich weiß, dass hier dann einige meckern und die können ja auch dann hingehen.) Aber jeder Stadiongänger weiß wie sch.... es ist wenn gar keine Auswärtsfans da sind und wenn die auch noch wissen warum - dann tut es denen richtig weh. Wurde übrigens in Liga 2 gemacht wenn ich mich nicht irre.
Warum nicht auch in Liga 1?

Kommen die Dosen dann zu uns. Wird hier ein Feuerwerk abgebrannt und wir werfen alles rein was wir so drauf haben. Wir machen sie drauf aufmerksam, dass ihr Werbeprodukt nicht Rasenballsport sondern Red Bull heißt usw.
Wir kämpfen gegen dem sch... Laden von denen weil schweigen ist ja auch irgendwie Resegnation und ohne die Schweigeaktion als solche kritisieren zu wollen ist mir einfach Action lieber.

Aber nur meine Meinung......

@alle

Habe richtig viele gute Kommentare gelesen, egal welche Meinung vetreten wurde. Die meisten hier haben ihre Meinung toll und differenziert zum Ausdruck gebracht.

auch @Compagno dessen Meinung ich btw immer sehr gerne lese. Aber in einem Fall liegst Du falsch :mrgreen:

Satire hilft und Böhmermann z.B. ist mit seiner Erdogansatire dafür verantwortlich, dass Paragraf 103 (Majestätsbeleidigung) aus dem Gesetzbuch gestrichen wurde.

Also egal welcher Meinung ihr seid oder was für Ideen ihr habt.

Lasst uns gemeinsam Borussia sein und lasst uns gemeinsam unser Team zum Sieg bringen.
Salzstreuer
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von Salzstreuer » 04.02.2018 11:21

Erstmal vorab: Compagno, vielen Dank für diesen Beitrag – spricht mir aus der Seele!
Qualitativ (wie eigentlich immer bei dir) höchstes Niveau – klasse!

Nur ganz kurz: Ich sitze im Oberrang Nord und ich bin auch der Meinung, dass der überwiegende Teil NICHT für Borussia, sondern GEGEN die Ultras gesungen hat.
Das wurde dadurch bestätigt, dass man während des Singens Richtung Ultras und nicht auf´s Spielfeld guckte. Auch diverse Gesten mit den Händen Richtung Unterrang belegen dies eindeutig, genau wie die vielen Mittelfinger, die dem Capo entgegengestreckt wurden, als dieser nach 19 Minuten mit einer kleinen Ansprache startete.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitrag von All in 13 » 04.02.2018 11:26

Dann bleibt aber die Frage was "unseres Ding" ist?
Nur aus Protest gegen 19 min Schweigen zu supporten
um anschließend wie bei jedem anderen Spiel der Mannschaft die Unterstützung zu verweigern?

Bemerkt denn hier niemand die Doppelmoral?

Ich würde das nicht Doppelmoral nennen, sondern eher den Spiegel vorhalten. Der Rest der Kurve hat einmal! das gemacht, was von Unten laufend vorgelebt wird. nämlich das Anfeuern weitgehend komplett eingestellt.

Lasst doch Menschen ihre Meinung, wenn es für eine größere Gruppe Gründe gibt den Support einzustellen oder zu pausieren muss man das eben akzeptieren, wie genau diese Gruppe es eben für den Rest der Saison immer akzeptieren muss, dass genau jene Leute die gestern am lautesten "gesungen haben " ansonsten über 17 Heimspiel wenig bis gar nicht an Support interessiert sind...[/quote]

Ja genau darum ging es. In den ersten 19 Minuten bewußt Stimmung zu machen war ein Protest der Masse gegen den wiederholten vollkommen kontraproduktiven Boykott im unteren 16er.

Ich würde das aber nicht Doppelmoral nennen, sondern eher den Spiegel vorhalten. Der Rest der Kurve hat einmal! das gemacht, was von Unten laufend vorgelebt wird. Nämlich das Anfeuern weitgehend komplett eingestellt.

Und wenn eine größere Gruppe - mittlerweile gefühlt in jedem zweiten Heimspiel - aus irgendwelchen Kleinigkeiten meint den Support einstellen zu müssen, sollte sich die Gruppe ernsthaft überlegen, ob das Stadion für sie der richtige Ort. Zumindest sollte diese Gruppe aber verinnerlichen, daß die überwältigende Mehrheit anders tickt.
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