Transferpolitik der Borussia

Verstärkungen für oder Abgänge von Borussia: Gerüchte, Meldungen, Sensationen - hier darf spekuliert werden.

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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon |Borussia| » 03.03.2018 14:01

Der muss sowieso weg :ja:
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon McMax » 03.03.2018 16:18

Bas Dost wird auch sicherlich zu uns wechseln
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon silkmaker » 03.03.2018 19:01

Glaubt mal - da kommt gar nix - irgendein Talent aus irgendeiner Bauernliga - und das wars - einen echten Nachfolger für Raffael können wir uns gar nicht leisten. Vielleicht sollte eine andere Position überdacht werden, dann spielt er auch wieder.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon nicklos » 04.03.2018 00:29

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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Borowka » 05.03.2018 21:38

Die Politik im Verein, mit altgedienten Stammspielern langfristig zu verlängern, hat sich nicht bestätigt. Die Aussage von Max war damals, daß mit dem Gerüst verlängert werden solle, damit sich in ihrem Rücken die jungen Spieler ruhig entwickeln können. Möchte diese Ansicht hier jetzt nicht diskutieren. Allerdings gäbe es da doch einiges dazu zu sagen.

Sportlich hatten und haben die Verlängerungen mit Johnson, Traore und auch Jantschke keinen Mehrwert generiert. Ok - alle Spieler sind oder waren relativ lange verletzt. Johnson war unter Favre ein absoluter Leistungsträger, auch unter Schubert hat er regelmäßig zum Teil überdurchschnittlich gespielt. Unter Hecking war und ist er nur Ergänzungsspieler, seine Position im linken offensiven Mittelfeld wird unter Hecking anders interpretiert. Nicht umsonst wird oder wurde Johnny eher als Backup für Oscar angesehen.

Traore zeigt seit Jahren immer das selbe Muster - ein paar geniale Spiele, dann stets nachlassend, meiner Meinung auch ineffektiv in seiner Spielweise - je weiter er zurück gezogen spielen muß, um so mehr wird er seiner Stärken beraubt. Dann regelmäßig Verletzungen. Ein Spieler wie er, mit seinen Stärken, mit seinem Temperament, mit seinen Dribblings, muß auf der Außen so weit wie möglich vorne spielen. Nach hinten ist er nicht stabil. Steht er zu weit hinten, fehlen ihm die Körner für seine Abschlußaktionen vorne.

Bei Jantschke bin ich als bekennender Tony-Fan zwiegespalten. Einerseits eine gestandene Persönlichkeit mit nachgewiesener Bundesligatauglichkeit in der IV neben Stranzl, andererseits die sportliche Perspektive, die eingeschränkten Möglichkeiten in technischer und taktischer Hinsicht. In der Innenverteidigung dürfte Tony auf absehbare Zeit bestenfalls als zweiter Back-up gesehen werden, auf der rechten Außenbahn oder auf der defensiven Sechs sieht man dann seine Schwächen, seine fehlende Tempohärte, seine technischen Defizite in der Spielauflösung nach vorne. Er ist lange im Verein, hat sich stets vorbildlich verhalten. Aber das darf nicht das einzige Kriterium sein. Sportlich ist Tony schon lange nicht mehr unumstritten - eine Identifikationsfigur wirst du oder bist du nur, wenn du auch sportlich unumstritten bist.

Oscar ist über seinem Zenit. Daß man derzeit sein "Fehlen" überhaupt bemerkt ist meiner Meinung nach ausschließlich der Tatsache geschuldet, daß wir überhaupt keine gelernte Alternative im Kader haben.

Patrick muß jetzt nachweisen, nachdem er eine Weile verletzungsfrei war, daß er sportlich eine Alternative darstellen kann, seine Stärken auf der offensiven Außenbahn einbringen kann, besser ist als die anderen auf dieser Position. Nach hinten fehlt ihm bei allem Fleiß oft das Timing im Zweikampf, auch der letzte Schuß Aggressivität, das intelligente Attackieren in der Rückwärtsbewegung. Nach vorne fehlt ihm schlicht und ergreifend das Tempo, um die letzten Meter zu machen. Im Torabschluß hat er Schwächen. So ganz will ich ihn noch nicht abschreiben.

Drmic hatte in der letzten Zeit deutlich das Nachsehen gegenüber Bobadilla. Zwei ähnliche Spielertypen für die Zentrumsposition. Jetzt, wo ein Typ Mittelstürmer eingesetzt wird, sitzt Drmic draußen. Seine Chancen vorher hat er nicht nutzen können. Von einem wird man sich mindestens trennen müssen.

Den genannten Spielern würde ich keine Steine in den Weg legen, würden sie von sich aus wechselwillig auf den Verein zukommen. Von ihnen kommt einfach kein Impuls mehr. Wenn Spieler stagnieren, muß man sie besonders beobachten. Ausschlaggebend für eine Vertragsverlängerung muß immer der aktuelle sportliche Wert des Spielers sein, seine Perspektive, sein Entwicklungspotenzial. Nicht nur das Gefühl, auf Bewährtes setzen zu können, Verläßlichkeit auf bestimmten Positionen wenn man weiß, was die Spieler können. Es muß immer Steigerungs- und Verbesserungspotenzial erkennbar sein. Bei den Spielern, die ich genannt habe, sah ich das nicht und ich sehe es auch weiterhin nicht.

Auf der defensiven linken Bahn muß mindestens eine Verstärkung her. Ein gestandener Bundesligaspieler oder ein etaiblierter Spieler aus einer anderen Liga und ein Perspektivspieler. Daß aus unserer U23 jemand hochgezogen wird, daran glaube ich nicht. Die Chance, einem Komenda etc. eine Chance zu geben, war da und wurde nicht wahrgenommen. Egbo wäre da noch einer mit Potenzial.

In der IV sollte mit einem Spieler der Marke Kempf nachgelegt werden - dabei wird entscheidend sein, was mit Oxford geschieht oder wo Jantschke und Strobl einsortiert werden.

Geld sollte man für einen positionstreuen offensiven Zentrumsstürmer von Typ Dost oder Kramaric in die Hand nehmen. Die Personalie Raffael werden wir niemals Eins-zu-Eins ersetzen können. Zeit, sich von den spielenden Stürmern in unserem rückwärtsorientierten Ballbesitzsystem zu verabschieden und was neues zu probieren.

Auf den Außenbahnen sollten wir uns um zwei Spieler bemühen, die Tempospiel, Qualitäten im Eins-gegen-Eins und Positionsvariabilität mitbringen sollten.

Keine Ahnung, was mit Hazard nach der WM geplant ist. Man muß die Augen offen halten.

Den ein oder anderen könnte ich noch anführen - Spieler, die uns lediglich ergänzen und nicht verbessern. Spieler, die ihr Potenzial nur andeuten, aber nicht konstant abrufen. Spieler, deren Defizite in vielen Spielphasen deutlicher sichtbar sind, als ihre Stärken. Spieler, wo man keine oder nur wenig Entwicklung oder Bereitschaft sieht, die Schwächen zu minimieren. Hofmann wäre so einer zum Beispiel, will da aber nicht schon wieder auf ihn eindreschen.

Bei allen Neuzugängen sollte man auf eine entsprechende Mentalität achten, man sollte die Chance ergreifen, eine neue Hierarchie entstehen zu lassen. Dazu muß der Spieler vom Potenzial her Ansprüche stellen dürfen und nicht dankbar hinten dran stehen und hoffen, daß er zum Zug kommt. Der fehlende Druck im Kader, das fehlende Konkurrenzdenken führt immer zur Stagnation, zur Bestätigung feststehender Hierarchien und so zum Stillstand. Da muß Druck in den Kader, Reibung, Anspruchs- und Leistungsdenken.

Viel geschrieben. Aber wenig Hoffnung, daß sich was ändert. Das ist mittlerweile leider so bei mir.

Kenn ich gar nicht von mir.

Anderen wird´s ähnlich gehen.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Lattenkracher64 » 06.03.2018 08:38

:daumenhoch:
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Cannon78 » 06.03.2018 14:12

toll und passend geschrieben :daumenhoch:
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon BorussiaMG4ever » 06.03.2018 14:35

bin da im großen und ganzen bei dir, hatte (ohne den text) vor 1-2 wochen mal ähnliche abgänge+zugänge vorgeschlagen.

ich persönlich würde aber jantschke+traore behalten, mich dafür aber definitiv von herrmann+hofmann trennen.

durch einen jantschke verbleib können wir uns meiner meinung nach einen neuen IV sparen und traore ist auf den außen (neben grifo) der einzige, der ein 1vs1 gewinnen kann.

beim rest bin ich dann komplett bei dir.

wir brauchen definitiv:
+LV (augustinsson)
+gumny als außenverteidiger allrounder
+mind. 1 flügelspieler (bittencourt, bei abstieg sicherlich günstig zu haben, gnabry-leihe)
+stürmer (überragend wäre natürlich ein kramaric)
+endlich mal wieder einen typen der marke a.rschloch, von mir aus gerne kruse für hazard

ich habe allerdings überhaupt keine ahnung, wie man das alles finanzieren will.
auf der abgangsseite ist nicht mit viel geld zu rechnen (gehe im besten fall von max. 12-15mio. aus) und keine einnahmen durch europa.

einzig durch einen hazard-verkauf würden wir ordentlich geld verdienen, wodurch man sich aber eine weitere große baustelle aufmachen würde.

für mich ist die kommende transferperiode richtungsweisend. wir brauchen dringend frischen wind im kader, ich hoffe eberl sieht das auch so.

der wichtigste transfer wird aber hoffentlich auf der trainerbank vollzogen, damit steht und fällt eh alles.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Andi79 » 07.03.2018 09:29

BorussiaMG4ever hat geschrieben:+endlich mal wieder einen typen der marke a.rschloch, von mir aus gerne kruse für hazard

einzig durch einen hazard-verkauf würden wir ordentlich geld verdienen, wodurch man sich aber eine weitere große baustelle aufmachen würde.




Was denn jetzt? Hazard verkaufen oder nicht. Bissl widersprüchlich deine Ausführung.

Ansonsten hast du sicher recht, dass die Finanzierung des ganzen Pakets schwierig wird. Bei Augustinsson ist es ähnlich wie bei Max, da sind schon zu viele zahlungskräftigere Teams als wir aufmerksam geworden. Nicht nur die Ablöse sondern auch das Gehalt dürfte ohne Europa schwer zu finanzieren sein. Es wird also auf Oscar als Stamm-LV und einen jungen backup hinauslaufen. Kann man nur hoffen, dass Oscar sich wieder fängt oder der junge LV schneller einschlägt als gedacht.

Max Kruse halte ich für eine sehr gute Idee wird allerdings nichts solange Hecking da ist. Das heißt mMn wir können uns Kruse abschminken denn Hecking wird nicht entlassen und Kruse wird nicht kommen solange Hecking da ist.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon BorussiaMG4ever » 07.03.2018 16:19

Andi79 hat geschrieben:Was denn jetzt? Hazard verkaufen oder nicht. Bissl widersprüchlich deine Ausführung.


in der tat, ziemlich unglücklich formuliert von mir.

ich wollte sagen, dass ich hazard sehr gerne behalten würde, falls das aber nicht möglich ist, dann würde ich gerne kruse für ihn sehen, weil wir so 2 fliegen mit 1 klappe schlagen könnten. gleiche qualität+führungsspieler.

aber ich gebe dir auch recht, dass kruse niemals zurückkommen würde, solange hecking trainer bei uns ist.

Andi79 hat geschrieben:Es wird also auf Oscar als Stamm-LV und einen jungen backup hinauslaufen.


hier kann ich nur hoffen, dass das nicht eberls plan ist. wir brauchen nämlich aus meiner sicht keinen backup, sondern eine qualitative steigerung gegenüber wendt.
wendt darf dann gerne den backup geben.

augustinsson (teure variante), leibold (ablösefrei), günther ( dürfte vom preis-leistungsverhältnis die beste variante sein), max...

gibt also alleine in deutschland genügend vernünftige alternativen.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Sven Vaeth » 07.03.2018 20:17

BorussiaMG4ever hat geschrieben:
ich wollte sagen, dass ich hazard sehr gerne behalten würde, falls das aber nicht möglich ist, dann würde ich gerne kruse für ihn sehen, weil wir so 2 fliegen mit 1 klappe schlagen könnten. gleiche qualität+führungsspieler.

aber ich gebe dir auch recht, dass kruse niemals zurückkommen würde, solange hecking trainer bei uns ist.

Kruse ist schon nicht schlecht.
Ich hätte gerne Kruse und Hazard.
Wenn Bremen nicht absteigt, was sie nicht tun ist das aber nicht machbar.
Ich glaube der fühlt sich dort pudelwohl.
Eine hohe Ablöse wird der Max für Max nicht zahlen wollen/können selbst bei Hazard Verkauf.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Sven Vaeth » 10.03.2018 23:52

Betriebswirtschaftlich ist unsere Transferpolitik in den letzten Jahren sicherlich in Ordnung.
Wenn wir allerdings so weiteragieren wie in den letzten Transferperioden nach dem Abgang von Lucien Favre sehe ich nicht so optimistisch in die Zukunft wenn ich ehrlich bin.
Seit einigen Jahren versuchen wir regelmäßig unsere Abgänge irgendwie zu kompensieren, was sicher keine leichte Aufgabe ist.
Dennoch bin ich der Meinung, dass es uns dabei ein Stück an Kreativität mangelt.
Von den Spielertypen holen wir gefühlt nach wie vor Leute für das favrische System.
Letzten Sommer ersetzen Ginter und Zakaria Christensen und Mo.
Hinzu kommt mit Grifo sicherlich ein guter Kicker aber eigenlich ein Spielertyp den wir schon in der Truppe haben.
Dann noch 2-3 Talente fertig. Wir substituieren seit Jahren. Wir erwarten von den Trainern, dass sie sytemtechnisch flexibel agieren.
Die dafür nötigen alternativen Spielertypen holen wir aber nicht.
Zudem werden meiner Meinung nach Regionen wie Südamerika oder auch der Balkan zu wenig beackert.
Momentan haben wir eine Ergebniskrise irgendwann wird der Trainer nicht mehr zu halten sein. Geht es so weiter muss vielleicht agiert werden.
Zumindest ist es mir entgangen, dass weder AS noch DH eine Wunschliste hatte.
Sollte es tasächlich einen neuen Trainer geben hoffe ich, dass dieser sich stärker einbringt.
Bin auf den Sommer gespannt.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Lupos » 12.03.2018 21:10

@Sven Vaeth ein guter Beitrag :daumenhoch:
Diese Einschätzungen und zum Teil auch "Sorgen" teile ich.
Das Einbringen des Trainers beim Zusammenstellen des Kaders sehe ich als großes Problem bei uns, insbesondere wenn man sich jetzt oder im im Sommer wirklich um einen neuen Trainer bemühen sollte.
Der vermeintlich neue Trainer, würde wieder einen Kader übernehmen, den er gar nicht bis wenig mitgestaltet hätte.

Wunschlisten der Trainer scheinen bei uns auch häufiger reiner Wunsch zu bleiben. Favre´ hat ja des Öfteren betont, dass er mit den Spielern arbeiten würde die man ihm zur Verfügung stellt. Wunschspieler gab es hier wenige.
Zuletzt geändert von Lupos am 12.03.2018 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon HerbertLaumen » 12.03.2018 21:21

Bei der kurzen Halbwertszeit von Trainern ist das mit den Wunschspielern imho auch nicht der wahre Jakob.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Sven Vaeth » 13.03.2018 21:04

Herbert es geht nich darum eine komplette Wunschmannschaft zu casten.
Wir erwarten von einem Trainer eine gewisse Philosophie ein System.
Um seine Ideen um zu setzen benötigt der Coach jedoch auf dem Platz die Jungs die das umsetzen als Taktgeber.
In den letzten Transferperioden waren wir bestrebt nach bestem Wissen und Gewissen Abgänge zu ersetzen.
Gefühlt wird aber noch für das favrische Systen eingekauft. Zumindest ist das mein Eindruck.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Borusse 61 » 15.03.2018 18:55

Zweikampf um Mittelfeldtalent zwischen der Eintracht und Borussia.... :winker:

http://www.fussballtransfers.com/bundes ... lent_88715

https://www.transfermarkt.de/sander-chr ... ler/432697

Quelle : Bergens Tidende
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon vfl-borusse » 16.03.2018 13:07

Und das nächste "Talent" bitte:

Norwegischer Junioren-Nationalspieler soll auf Gladbachs Wunschzettel stehen

http://www.wz.de/lokales/moenchengladba ... -1.2642409
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Borowka » 16.03.2018 17:31

Sven Vaeth hat geschrieben:...Von den Spielertypen holen wir gefühlt nach wie vor Leute für das favrische System...


Ein sehr guter Beitrag. Mit das beste, was ich gelesen habe. Richtig analysiert.

Das Favre-System... Mit das beste, was Borussia die letzten Jahrzehnte erleben durfte. Dazu gehört allerdings Arbeit, Arbeit, Arbeit. Detailarbeit. Wiederholungen. Schulungen mit/ohne Ball. Akribisch, detailversessen, fleißig.

Favre war das. Mit einer klaren Spielidee. Die Spieler haben´s begriffen. Und sie haben gelernt, waren fleißig. Irgendwo haben sich da viele verbessert. Neustädter zum Beispiel. Ein absoluter Durchschnittsspieler. Hat´s zum Nationalspieler gebracht. Danach kam er relativ konstant auf sein eigentliches Leistungsvermögen zurück. Weil er in einem anderen System spielen mußte, in einem System, wo die Schwächen des einzelnen nicht minimiert werden durch eine mannschaftlich geschlossene Ordnung auf dem Platz. Das war eines der größten Pluspunkte im Favre-System. Die Schwächen des einzelnen durch mannschaftlich geschlossene Konzeption zu minimieren. Durch die dichten Ketten, durch das systemgerechte Verschieben wurden die Laufwege zum Ballführenden minimiert, die Spieler kamen oder mußten nicht so oft in die direkten Zweikämpfe. Die Spieleröffnung mußte schnell und direkt erfolgen - in verengten Räumen Balleroberung, schnelle Weiterleitung. Das hat was mit der Statik der einzelnen Spieler zu tun. Da geht´s um Kleinigkeiten. Kopf hoch, die Spielsituation erfassen, Balleroberung, Ballweiterleitung, Spieleröffnung mit Tempo durch die Mitte/Außen.

Das ist nicht Off-Topic hier.

Ginter ersetzte Christensen. Christensen ist ein modern denkender und spielender Verteidiger. Verteidigt nach vorne. Kommt mit wenig Fouls aus. Erfaßt Spielsituationen. Gutes Zweikampfverhalten im direkten Duell. Hohe Grundschnelligkeit, technisch gutes Rüstzeug. Der Prototyp eines modernen Verteidigers. Mit dem kannst du in der Defensive fast jedes System spielen. Schwächen im Defensivkopfball und zu wenig Mumm/Selbstvertrauen in der Spieleröffnung - da kann er noch zulegen. Ginter ist ein anderer Typ. Jemand, der das Spiel vor sich braucht. Der Schwierigkeiten hat, wenn sich die Spielsituation in den Rücken verlagert. Auch er gutes Zweikampfverhalten im direkten Duell. Spieleröffnung verbesserungswürdig. Jemand, der in einer Viererkette sicherer wirkt. Ist auch nicht so schnell im Erfassen von Situationen, braucht da manchmal gefühlt ne Ewigkeit, bis er sich löst oder den Kontakt zum Gegenspieler herstellt.

Zakaria wurde geholt, da sagte man, daß er mit seiner Körperlichkeit mehr Robustheit im Mittelfeld einbringen würde. Außerdem sei er ein "Box-to-Box-Spieler". Da wollte man einen Spieleröffner, Balleroberer und Vorbereiter in einem in das System einbauen. Dahoud ist nach wie vor herausragend in den Situationen, wo er schnell umschaltet, das Spiel beschleunigt. Das bringt Zak noch nicht - aber das geht auch im System Hecking nicht. Die flache Doppel-Sechs ohne Achter mit linearen Außen öffnet im Zentrum viel zu viele Räume - die dann unsere "Stürmer" für sich beanspruchen. Zak könnte viel mehr aus seiner Position machen. Sich lösen, Druck ausüben - abschließen. Macht er manchmal, dürfte er noch viel öfter machen. Da die Mannschaft insgesamt aber während er ganzen Saison schon Schwierigkeiten in der Rückwärtsbewegung hat, bleibt er oft zurückgezogen und hält die Position. Gut macht er das, besser als Dahoud. Aber in der Spieleröffnung, im Beschleunigen, im Kontern - da kann er den Typen Dahoud, den Spielertypen meine ich jetzt, nicht ersetzen. Nicht im System Hecking.

Hecking hat kein System. Da ist keine Balance auf dem Platz, keine Ordnung. Wenig Tempo. Die Viererkette verteidigt relativ hoch, das Mittelfeld attackiert knapp hinter der Mittellinie. Ein Verschieben sehe ich kaum. Ballverluste führen oft zu Überzahlsituationen für den Gegner. Oft reichen schon nach vorne geknüppelte weite Bälle des Gegners, damit wir in die Eins-gegen-Eins-Duelle müssen in der gefährlichen Zone. Oft haben wir Gegentore kassiert, wenn vorne oder im Mittelfeld einer einen Ball verloren hat. Die Mannschaft kann dies ohne Ordnung und richtige Staffelung dann nach hinten nicht verteidigen.

Wenn der Verein also versucht, Leute für das Favre-System einzukaufen dann wird das scheitern. Weil es dazu Favre braucht.

Mit Hecking werden wir weiter Rumpelfußball spielen, ausrechenbar, statisch, ohne Innovation. Da können wir kaufen, wen wir wollen.

Nur meine Meinung.
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Re: Transferpolitik der Borussia

Beitragvon Mattin » 16.03.2018 17:59

Sehr guter Post! :daumenhoch:
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