TSG 1899 v. Chr. Hoffenheim

Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten. Wirklich? Im nationalen Fußball ist das oft anders.

TSG 1899 v. Chr. Hoffenheim

Beitragvon General » 28.10.2005 15:43

Vielleicht bald das Deutsche Chelsea???

Unter dem Namen "FC Rhein Neckar" will Multimillonär Dietmar Hopp, Mitbegründer von SAP und Mäzen der TSG Hoffenheim, einen Bundesligaklub 30 Kilometer vor den Toren Mannheims ins Leben rufen. Das soll geschehen mit einer Fusion der Klubs Sandhausen (Oberliga), Hoffenheim (Regionalliga) und Walldorf. Dazu soll auf der grünen Wiese auch ein Stadion für 30 000 Zuschauer gebaut werden. Geld spielt dabei für Hopp keine Rolle. Der hat Kohle ohne Ende. Unter keinen Umständen will er Waldhof Mannheim mit ins Boot holen. Das heißt konkret, es soll ein Retortenklub entstehen ohne Tradition.



30 Kilometer bis zum Bundesliga-Schlager

FUSSBALL: In Walldorf sieht Dietmar Hopp einen idealen Standort für das neue Stadion

Wenn es nach dem Willen von Dietmar Hopp geht, dann wird sich die Mannheimer Fußball-Welt bald grundlegend verändert haben. Die Fans werden nicht mehr nach in die Quadratestadt strömen, sondern hinaus nach Walldorf, um einen hochkarätigen Kick zu erleben. Nur rund 30 Kilometer entfernt vor den Toren der Stadt steht ab Mitte 2008 ein neuer Sporttempel für rund 30 000 Besucher. Direkt an der Autobahn A 5, nahe der Ausfahrt Walldorf/Wiesloch, soll nach dem Willen des SAP-Mitgründers die künftige Fusions-Elf aus TSG Hoffenheim, SV Sandhausen und FCA Walldorf erst einmal die zweite Bundesliga erobern, dann ins Oberhaus aufsteigen. Weil der Stadionausbau in Hoffenheim selbst nicht zu realisieren war, wählte Hopp als neuen Standort seinen Geburtsort Walldorf.

Nachdem der bisherige Hauptsponsor MVV der TSG Hoffenheim angekündigt hatte, seinen bis 2007 laufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern und danach avisierte, den Konkurrenten SV Waldhof in die Bundesliga bringen zu wollen, ergriff Hopp mit immensem Tempo die Initiative. Seit Mittwoch liegen die Stadionpläne auf dem Tisch: 30 000 überdachte Sitzplätze, Baukosten bis zu 40 Millionen Euro, Baubeginn noch 2006, das Genehmigungsverfahren ist offenbar bereits eingeleitet worden.

"Solch ein Stadion bringt einen Imagegewinn. Wir werden uns sehr bemühen, damit das Projekt zustande kommt", erklärte Walldorfs Bürgermeister Heinz Merklinger. Baupartner von Hopp wird in Walldorf die renommierte Firma HBM sein, die bereits die Mannheimer SAP Arena, die Arena Auf Schalke, die AWD Arena in Hannover sowie das Philips-Stadion in Eindhoven und das Feyenoord Stadion in Rotterdam realisierte.

Skeptiker bezweifeln allerdings die Wirtschaftlichkeit des Großprojekts und die Anbindung an die Großstädte Mannheim und Ludwigshafen. Auch fehlt nach Ansicht von Experten noch die breite Anbindung an die Infrastruktur, wie sie bei der SAP Arena oder dem Mannheimer Carl-Benz-Stadion bereits vorhanden ist. Einwände, die Dietmar Hopp wahrscheinlich mit rasantem Tempo entkräften wird - das haben seine bisherigen Projekte bewiesen. sko

© Mannheimer Morgen - 21.10.2005



Hopp: Nicht als Daumenlutscher in die Ecke stellen

INTERVIEW: Bundesliga-Projekt ohne den SV Waldhof / "Es wird darauf ankommen, welches Konzept tragfähiger ist"

Von unserem Redaktionsmitglied Stefan Skolik

Mit der Ankündigung von Dietmar Hopp, in Walldorf ein neues Fußball-Stadion zu bauen und dort nach einer Kooperation von TSG Hoffenheim, SV Sandhausen und FCA Walldorf mittelfristig einen Bundesliga-Klub zu etablieren, hat die ähnlichen Bundesliga-Pläne der MVV Energie AG und der Sportregion Rhein-Neckar gehörig durcheinander gewirbelt. Statt eines gemeinsamen Großprojekts für den Erstliga-Kick hat nun Milliardär Hopp mit seinem Fusions- und Stadionkonzept einen Blitzstart hingelegt und die Konkurrenz blass aussehen lassen. Der 65 Jahre alte Mitgründer des Software-Riesen SAP nutzte eine Pause bei Geschäften in Frankreich, um im Interview mit unserer Zeitung über sein Solo-Projekt zu sprechen.

Herr Hopp, was waren Ihre Motivation und die Gründe für ausgerechnet diese Dreier-Konstellation mit der TSG Hoffenheim, SV Sandhausen und FCA Walldorf, und warum haben Sie sich für den Stadion-Standort Walldorf entschieden? In Mannheim hätten Sie ein bundesligataugliches Stadion zur Verfügung gehabt.

DIETMAR HOPP: In Hoffenheim wird seit Jahren hochklassiger Regionalliga-Fußball geboten, der Verein will ernsthaft in die zweite Bundesliga aufsteigen. Es gab auch Ausbaupläne für das Stadion dort, doch vor kurzem hat der DFB entschieden, dass dort nicht dauerhaft Zweitliga-Fußball gespielt werden darf. Da stellte sich für mich die Frage, ob ich 15 Jahre Aufbauarbeit in Hoffenheim - mit hochklassigem Jugend-Fußball und den weit darüber hinaus gehenden Projekten -, einfach so dahindümpeln lassen und nicht weiter ausbauen soll. Eine wirklich erstklassige erste Mannschaft, die nicht aufsteigen darf, weil das Stadion nicht zweitligatauglich ist, würde keine Vorbildfunktion für die Jugend ausüben. Also standen wir vor der Frage, was machen wir weiter? Es blieb nur die Antwort, ein Stadion zu bauen, irgendwo dort, wo es nicht wehtut. Im Elsenztal gab es aus Naturschutzgründen keine Chance - es ist alles Wasserschutzgebiet. Auch in Sinsheim oder Hoffenheim kann man nicht bauen. Also habe ich mich umgeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Walldorfer Umgebung nicht schlecht wäre.

Hat der Vorstoß der MVV Energie AG in Sachen SV Waldhof und Bundesliga-Rückkehr dabei auch eine Rolle gespielt?

HOPP: Das passierte fast zeitgleich mit der Absage des DFB. Diese Initiative von Vorstandschef Dr. Schulten, der mit der MVV noch bis 2007 Sponsor in Hoffenheim ist, hatte als Ziel "Bundesliga-Fußball in der Region". Zu meiner Verwunderung habe ich dann gelesen, dass Hoffenheim ausscheidet, weil es Randgebiet ist. Dass Sandhausen ausscheidet, weil es was-weiß-ich-was ist! Dann kam eben die Überlegung, das Ganze auf breitere Beine zu stellen. Die Gespräche mit Sandhausen und Walldorf waren sehr fruchtbar - und das ist die Story. Es ist nicht die Story, dass da jemand beleidigt in der Ecke steht. Sondern es ist die Geschichte von einem, der es gut meint mit der Fußballjugend und der seit 15 Jahren viel Geld investiert hat - den darf man jetzt nicht als Daumenlutscher in die Ecke stellen!

Wie kann es denn jetzt weitergehen?

HOPP: Es wird darauf ankommen, welches Konzept tragfähiger ist. Ich sage, dass Walldorf kein "Randgebiet" ist in dieser Metropolregion - wie ich es in dieser Zeitung lesen musste -, sondern Walldorf ist mittendrin. Ich denke auch nicht, dass die SAP sich außerhalb der Metropolregion aufhält. Also das ist alles - so glaube ich - nicht stimmig . . .

. . . wobei sich die Aussage "Peripherie" eher auf die Infrastruktur bezog . . .

HOPP: Ja muss denn alles mitten in der Stadt sein, die eh schon im Verkehr erstickt?

Vordergründig geht es auch nicht um die Stadionfrage. Viele Menschen hatten sich erhofft, dass Sie als ein Partner mit ins Bundesliga-Projekt einsteigen würden.

HOPP: Wer, - ich als Privatmann Hopp? Dann hätte man mich fragen sollen. Ich bin nicht gefragt worden - bis heute noch nicht! Ich weiß, dass Herr Dr. Schulten am Freitag kommen will, um beim Heimspiel der TSG Hoffenheim gegen Augsburg mit mir zu sprechen. Mehr weiß ich nicht. Aber man kann doch auch nicht einfach einen Regionalliga-Verein wie die TSG, der ambitioniert ist aufzusteigen, ignorieren. Aber es ist nicht meine Sache, das zu kritisieren. Ich wundere mich nur darüber und beklage mich nicht. Ich wundere mich nur, was man sich dabei gedacht hat. Mit unserem Konzept wären wir vielleicht erst in vier Wochen an die Öffentlichkeit gegangen - nach diesem Vorstoß von Dr. Schulten mussten wir aber raus. Schließlich zielen wir ja auf die gleichen Sponsoren. Bei unserem Konzept, das muss ich klar sagen, entsteht aber etwas - und das hat einen klaren Vorsprung gegenüber dem, was bislang in Mannheim vor sich gegangen ist.

Wie sieht der Zeitplan beim Stadionbau aus, wie lauten Ihre Vorstellungen?

HOPP: Ich gehe davon aus, dass wir ein Jahr brauchen, die Genehmigung zu bekommen, dann brauchen wir weitere eineinhalb Jahre und sind Mitte 2008 fertig. Zur Saison 2008/09 kann dort Fußball gespielt werden.

Wie schaut die sportliche Planung aus, wie schnell soll es für die neue SG nach oben gehen?

HOPP: Dieses Jahr reicht es für die TSG wahrscheinlich noch nicht für den Aufstieg. Aber zur nächsten Saison soll diese Spielgemeinschaft stehen, dann werden sich auch - wie ich hoffe - die Sponsoren erklärt haben, die das ja wollen. Sie wollen Bundesliga-Fußball in der Region. Dann können wir eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen: Plan sollte dann schon sein, in der kommenden Saison in die zweite Bundesliga aufzusteigen.

Ist denn die Tür für weitere Vereine, wie etwa den SV Waldhof, und darüber hinaus für die Sportregion Rhein-Neckar oder die MVV schon geschlossen? Oder kann daraus doch noch ein zielgerichtetes gemeinsames Projekt entstehen?

HOPP: Wir können nicht mehr als drei Vereine aufnehmen, das war von vornherein klar. Die MVV ist natürlich herzlich willkommen, bei uns als Sponsor weiterzumachen. Aber mehr Klubs können wir nicht einbeziehen. Das ist ausgeschlossen.

Wie sehen Sie dann die künftige Rolle des SV Waldhof?

HOPP: Ich bin in der Vergangenheit nicht gefragt worden, wie ich die Rolle Waldhofs sehe, da will ich das jetzt auch nicht. Ich wünsche dem Waldhof alles Gute, ich wünsche ihm, dass er sich besser entwickelt, als in der Vergangenheit.

© Mannheimer Morgen - 21.10.2005
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Beitragvon General » 28.10.2005 15:44

Ein neues Spielzeug für den Milliardär

SAP-Gründer Hopp weitet Sportengagement aus und plant mit Hoffenheim den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga

von Andreas Wagner


Heidelberg - Die TSG Hoffenheim war schon immer ein ungewöhnlich erfolgreicher Fußballklub. Innerhalb weniger Jahre schaffte es der Verein aus dem Vorort der zwischen Heidelberg und Heilbronn gelegenen Kleinstadt Sinsheim von der A-Klasse in die Regionalliga, die dritthöchste deutsche Spielklasse. Der Mann, der diesen Aufstieg möglich machte, heißt Dietmar Hopp (65), ist Mitbegründer des Walldorfer Software-Konzerns SAP, besitzt laut dem Magazin "Forbes" ein Privatvermögen von 2,5 Milliarden Euro und spielte in seiner Jugend für die TSG.

Mit der Regionalliga will sich Hopp nun nicht mehr zufriedengeben. Der Mäzen, der sich Hoffenheims Partien schon einmal per Satellit in sein Urlaubsdomizil nach Florida übertragen läßt, plant den großen Wurf: Er will in die Fußball-Bundesliga. "Zu 95 Prozent schaffen wir es", sagt Hopp.

Die Idee des Unternehmers mag zunächst utopisch klingen. Angesichts seiner finanziellen Potenz und seiner bisher verwirklichten Projekte sollte sie indes ernst genommen werden. Ihm und seinem Sohn Daniel gehören bereits der Eishockey-Erstligaklub Adler Mannheim, der Handball-Bundesligaverein SG Kronau-Östringen und die modernste Halle Deutschlands, die SAP Arena in Mannheim.

Dem Kickergewerbe gegenüber war Hopp für seine Verhältnisse bislang eher zurückhaltend. Er wollte nie Stars nach Hoffenheim lotsen, sondern bodenständige Spieler. Das nach ihm benannte Stadion ließ er nur soweit ausbauen, daß 6000 Zuschauer Platz fanden. Erst vor zwei Jahren verpflichtete er Vollprofis. Der endgültige Sinneswandel erfolgte nun vor etwas über einer Woche, als der Mannheimer Energiekonzern MVV, bislang stets ein treuer Partner der TSG, den Ausstieg in Hoffenheim ankündigte, um dem Traditionsverein Waldhof Mannheim von der Oberliga in die Bundesliga zu verhelfen. "Die MVV muß aufpassen, daß sie sich nicht verhebt", grantelte daraufhin Hopp in der "Rhein-Neckar-Zeitung" und kündigte erstmals an, selbst in die Bundesliga zu wollen.

Hopp erwägt nun die Fusion der TSG mit dem Oberligaverein SV Sandhausen und dem Verbandsligaklub FC Astoria Walldorf, anschließend soll die neue Mannschaft verstärkt werden und in die Zweite Liga aufsteigen. Das eingeschlagene Tempo jedenfalls ist beeindruckend. Keine drei Tage nach dem Ausstieg des Sponsors präsentierte Hopp Computersimulationen eines neuen Stadions. Südlich von Heidelberg und in unmittelbarer Nähe zum Hockenheimring will er zusammen mit weiteren Unternehmern eine 30 000 Zuschauer fassende Arena für 40 Millionen Euro bauen lassen.

In zahlreichen Gesprächen versuchte er, Politiker, Vereinsvertreter und Unternehmer von seiner Idee zu überzeugen. Mit Erfolg, denn selbst die MVV ist mittlerweile wieder umgeschwenkt und will nun doch lieber Hopp als Waldhof unterstützen. "Es wäre töricht, die Chance nicht zu nutzen", sagte MVV-Vorstand Rudolf Schulten, "wofür andere jahrelang um Unterstützung kämpfen müssen, könnte hier auf einen Schlag gelingen."

Nur in Mannheim, der mit Abstand größten Stadt der Gegend, sind die Stimmen kritisch. Beim letzten Waldhof-Heimspiel am Wochenende entrollten die Fans ein Transparent mit den Worten: "Unsere Region nur das Spielzeug eines gekränkten Kindes?" In Leserbriefen an Lokalzeitungen verspotteten Waldhof-Fans den neuen Klub als "SG Neureich Bimbeshausen" oder "Grashoppers Kurpfalz". Und auch unter den Funktionären der drei beteiligten Vereine äußerten sich nicht alle durchweg positiv - verständlich, denn das Sagen beim fusionierten Verein hätte allein Geldgeber Hopp. Immerhin stimmten die Verantwortlichen des SV Sandhausen schon einstimmig für die Fusion.

In der Region um Heidelberg ist die Begeisterung riesig. Der geplante Bundesligist entwickelt sich zum wichtigsten Gesprächsthema, Fans machen scharenweise bei Gewinnspielen mit, bei denen der neue Name des Klubs ermittelt werden soll. Walldorfs Bürgermeister Heinz Merklinger diskutiert detailliert den Spielstättenbau. Noch ist aber nicht klar, ob Hopp sein Stadion tatsächlich errichten darf. Solch ein Projekt bedarf einer langen Vorlaufzeit. Als er etwa die SAP Arena plante, gab es monatelang Ärger wegen der Umsiedlung von Hasen auf dem Gelände. Doch Hopp hat bereits angekündigt, zur Not woanders zu bauen. Wenn er etwas wirklich will, läßt sich der Milliardär von derlei Kleinigkeiten nicht stoppen.

Artikel erschienen am Mi, 26. Oktober 2005


http://www.welt.de/data/2005/10/26/794157.html
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Re: Ein Retorten-Club will die Bundesliga erobern...

Beitragvon HerbertLaumen » 28.10.2005 16:29

General hat geschrieben:..."FC Rhein Neckar"...
OMFG! Was ein Scheiss!
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Beitragvon rodriquez » 28.10.2005 17:00

rodriquez
 

Re: Ein Retorten-Club will die Bundesliga erobern...

Beitragvon Hubertus Kraushaar » 29.10.2005 00:43

HerbertLaumen hat geschrieben:
General hat geschrieben:..."FC Rhein Neckar"...
OMFG! Was ein Scheiss!

Das dachte ich auch
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Beitragvon rodriquez » 01.11.2005 15:17

01. November 2005 12:39 Uhr


Waldhof kooperiert mit Nachbar-Klub


Der frühere Bundesligist und jetzige Oberligist Waldhof Mannheim hat sich mit dem Verbandsligisten TSG Weinheim auf eine Kooperation geeinigt.

Damit reagierte der Verein auf die Ankündigung von Milliardär Dietmar Hopp, einen neuen Bundesligisten im Rhein-Neckar-Raum zu schaffen. Über die genaue Art der Zusammenarbeit wollen die Führungen der beiden Klubs in den nächsten Tagen beraten.

Mit dabei wird dann auch die Führung des Oberligisten FSV Oggersheim sein, der ebenfalls mit Mannheim kooperiert.
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Beitragvon HerbertLaumen » 03.11.2005 12:16

Profifußball ab 2008
Fußball: Ehrgeiziges Projekt von Dietmar Hopp soll ohne Altstars gelingen

Dietmar Hopp will trotz seines ehrgeizigen Plans zur Schaffung eines Fußball-Bundesligisten im Rhein-Neckar-Raum nicht mit Roman Abramowitsch verglichen werden. „Es war nie mein Ding, mich in einen großen Klub einzukaufen. Ich habe ja ganz unten angefangen. Und es ging mir immer um die Jugendförderung. Das liegt mir wirklich am Herzen“, sagte der 65 Jahre alte Milliardär der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ und wollte nichts von einem Bezug zum russischen Besitzer des englischen Champions-League-Teilnehmers FC Chelsea London wissen.

Hopp hatte zuletzt mit seinem Vorhaben, drei regionale Klubs zusammenzuschließen und eine 30 000 Zuschauer fassende Arena zu bauen, für Aufsehen rund um Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen gesorgt. Die Pläne für das 50 Millionen Euro teure Stadion, das in Walldorf oder Wiesloch vor den Toren Heidelbergs gebaut werden soll, liegen angeblich bereits fertig in der Schublade. Ab der Saison 2008/09 soll dort Profifußball gespielt werden.

„Das Stadion wäre sinnlos, ohne zumindest in die Zweite Liga zu kommen“, erklärte Hopp, der eine hochmoderne Arena errichten will. „Es deckt alle Optionen ab, wir müssen es nicht gleich wieder umbauen. Vielleicht sagt jetzt einer: Der Spinner denkt schon an die Champions League. Aber das tun wir sicher nicht“, meinte der Mitbegründer des Software-Riesen SAP.

Hopp – der eine Fusion des Regionalligisten TSG Hoffenheim mit dem Oberligisten SV Sandhausen und dem Verbandsligisten Astoria Walldorf plant, um so den Kern des kommenden Profiklubs zu bilden – rechnet mit einem Vorlauf von einem Jahr bis zum Baubeginn. Der Name der Arena könnte nach Meinung des engagierten Sportsponsors „Heidelberg“ sein.

Die zuletzt aufgekommenen Spekulationen, Hopp wolle Altstars wie Fredi Bobic und Giovanne Elber als Zugpferde für den neuen Klub verpflichten, wies der gebürtige Heidelberger zurück: „Nein, das sind Leute, die klar über ihrem Zenit sind. Wir versuchen es weiter mit jungen, ehrgeizigen Spielern.“

http://www.echo-online.de/suedhessen/de ... ?id=331702
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Beitragvon AntiKölner » 03.11.2005 17:47

Noch mehr so plastikvereine wie Leverkusen und Wolfsburg ich fass es ja wohl nich, sowas sollte garnich genehmigt werden.
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Beitragvon rodriquez » 28.11.2005 15:18

28. November 2005 12:15 Uhr


Pläne werden konkreter


Milliardär Dietmar Hopp ist mit seinen Plänen zur Gründung eines Bundesligisten im Rhein-Neckar-Raum offenbar schon weit fortgeschritten.

Wie die "Rhein-Neckar-Zeitung" schreibt, wird Hopp sein Konzept am kommenden Mittwoch dem DFB vorstellen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass unsere Vorstellungen akzeptiert werden", sagte Hopp.

Die Planungen sehen die Zusammenlegung von drei regionalen Vereinen sowie den Bau eines 30.000 Zuschauer fassenden Stadions entweder in Walldorf oder in Heidelberg vor.
sport1
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Beitragvon rodriquez » 30.11.2005 22:13

Aus Zwei mach eins, deshalb rüberkopiert

Lulus hat geschrieben:Vielleicht kennt einer diesen eigentlich sympathischen "Dorfverein" aus dem Kraichgau?Es ist in der Nähe von Mannheim und wird von SAP Gründer Dietmar Hopp finanziert.
http://www.tsg-hoffenheim.de
Wie jetzt im Kicker zu lesen war,
http://www.kicker.de/content/news/artikel.asp?folder=5100&object=322369&liga=1&saison=2005%2F06&spieltag=10&gruppe=19081, möchte der Gründer Hopp den Verein Richtung erste Bundesliga führen :lol: .Dazu sollen mehrere Dorfvereine fusionieren und in ein neues Stadion ziehen, 30000 Zuschauer :?: :!: .Als Konkurrenz zu Waldhof Mannheim.....
Naja, in der Regionalliga und der Oberliga muss man sich halt Ziele setzen. :oops: :lol:
In der Region gehen die Fans zusätzlich noch nach Kaiserslautern, nach Frankfurt und Mainz, aber anscheinend gibt es da unglaubliches Potenzial 8) :lol: !
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Beitragvon rodriquez » 30.11.2005 22:16

30. November 2005 20:27 Uhr

DFB erlaubt Hoffenheimer Kooperation
Der DFB erlaubt die Kooperation des Regionalligisten TSG Hoffenheim mit dem SV Sandhausen (Oberliga) und dem FC Astoria Walldorf (Verbandsliga).

Die drei Vereine sollen ab der Saison 2006/2007 in einer Spielbetriebs-Kapitalgesellschaft zusammenfinden und unter dem Namen FC Kurpfalz Heidelberg oder HSW Heidelberg 06 langfristig in die erste Liga aufsteigen.

Hoffenheims Sponsor, der Milliardär Dietmar Hopp will zudem bis 2008 eine 40 Millionen Euro teure Fußball-Arena mit 30 000 Plätzen bauen.
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Re: Ein Retorten-Club will die Bundesliga erobern...

Beitragvon Mr.Monk » 01.12.2005 00:19

General hat geschrieben:Vielleicht bald das Deutsche Chelsea???


Abramovich und Kohle hin oder her-jeglicher Vergleich mit Chelsea hinkt. Traditionsverein mit 100 jähriger Geschichte. :wink:
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Beitragvon sagista » 01.12.2005 10:16

Ich frage mich, wie man dann dieses neue Super-Stadion füllen will. Werden die Heidelberger dann zusammen- und ins Stadion getrieben? :lol:
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Beitragvon rodriquez » 02.12.2005 20:27

Veröffentlicht am 02.12.2005 um 14:28 Uhr
Quelle: www.vierte-liga.de & TRANSFERMARKT.DE

HSW Heidelberg 06: Hopps Träume nehmen Formen an
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Beitragvon rodriquez » 03.12.2005 13:55

Veröffentlicht am 02.12.2005 um 22:35 Uhr
Quelle: Lapdog

TSG: Hopp will Toppi


Klaus Toppmöller, zuletzt Coach des Hamburger SV, ist heißer Kandidat für den Trainerposten beim künftigen Profiklub des Milliardärs Dietmar Hopp.
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Beitragvon borussen-freund » 03.12.2005 14:52

so einen verein will ich nicht. keine stimmung, keine fans.
und reichen solche vereine wie golfsburg und pillenkusen denn nicht???
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Beitragvon Menthor » 05.12.2005 20:31

Die müssen sich erstmal ein paar Fans kaufen um das Stadion voll zu kriegen
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Beitragvon rodriquez » 24.12.2005 00:04

Köstner einigt sich mit Hoffenheim

Nun hat sich herausgestellt, warum Lorenz-Günther Köstner den Trainerposten bei Dynamo Dresden abgeleht hat. Der 53-Jährige hat sich mit dem Regionalligisten TSG Hoffenheim geeinigt.


Fussball.de
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Beitragvon borussen-freund » 29.12.2005 11:34

Hoppla, Hopp!

Der SAP-Gruender will in der Kurpfalz einen Fussball-Bundesligisten aus dem Boden stampfen

Von Stefan Knopf

Hoffenheim. Der FC Bayern ist im Dietmar-Hopp-Stadion allgegenwaertig. Wer die Fussballarena der TSG Hoffenheim besucht, kommt an den Muenchenern kaum vorbei; ueberall haengen grossformatige Bilder vom Gastspiel der Bayern bei der Stadioneroeffnung. Aufgenommen wurden die Fotos am 17. August 1999, so lange ist das schon her; und manche meinen, es waere an der Zeit, dass die Bayern mal wieder vorbeischauten. Und zwar nicht nur aus Hoeflichkeit, sondern regelmaessig. Zu Punktspielen. Einer davon ist Dietmar Hopp, Geldgeber des Sued-Regionalligisten. Eines der Bilder zeigt ihn beim Haendeschuetteln mit Franz Beckenbauer.

Hunderte Fussballvereine in Deutschland traeumen von der Bundesliga, aber nirgendwo wird das Unternehmen Profifussball so generalstabsmaessig geplant wie hier im Heidelberger Raum. In den naechsten zwei bis drei Jahren will Hopp einen Erstligisten aus dem Boden stampfen. Seine Vision: Die TSG soll eine Kooperation eingehen mit zwei Nachbarvereinen, dem Oberligisten SV Sandhausen und dem Verbandsligisten Astoria Walldorf. Die gemeinsame Spielbetriebsgesellschaft mit der TSG an der Spitze waere die Keimzelle fuer die Profiabteilung, die drei Klubs behielten ihre Eigenstaendigkeit und wuerden weiter in ihren jeweiligen Klassen spielen. Ein Name scheint auch schon gefunden zu sein: HSW Heidelberg 06 oder FC Kurpfalz Heidelberg. Der Deutsche Fussball-Bund hat gruenes Licht gegeben; naechste Saison soll es losgehen. Bis zum Jahr 2008 soll der Bundesligist in spe auch eine neue Heimat bekommen: eine nagelneue Arena mit 30 000 Plaetzen für 40 Millionen Euro. Nur ein passendes Grundstueck fehlt noch.

Fuer viele mag das nach Spinnerei klingen, aber Hopp ist kein Traumtaenzer. In den siebziger Jahren gruendete er mit vier Kollegen die Softwarefirma SAP und baute das Unternehmen zum Weltkonzern aus. Sein Privatvermoegen wird auf mehrere Milliarden Euro geschaetzt. Der 65-Jaehrige gruendete Stiftungen und investiert mit Vorliebe in den Sport: 1998 rettete er den hoch verschuldeten Eishockeyklub Mannheimer Adler vor dem Konkurs; seither wurden die Adler zweimal Meister. In St. Leon-Rot baute Hopp einen Golfplatz. Beim Handball-Bundesligisten SG Kronau/Oestringen zaehlt er zu den Geldgebern. Und seinem Heimatverein TSG Hoffenheim baute er ein Stadion, von dem viele Drittligisten nur traeumen.

Das sind viele Spielzeuge, aber den Vergleich mit dem Russen Roman Abramowitsch, der den FC Chelsea durch Investitionen von geschaetzt 500 Millionen Euro zum englischen Fussballmeister gemacht hat, hoert er gar nicht gern. "Es war nie mein Ding, mich in einen grossen Klub einzukaufen", sagt Hopp. Wobei das stets eine Frage der Perspektive ist, denn Hopps Plaene sind in der Region umstritten. In Leserbriefen der Lokalpresse wurde der neue Klub als "SG Neureich-Bimbeshausen" oder "Moechtegern-Chelsea" verspottet, und die anderen Vereine im Umland schielen neidisch herueber. Sie glauben, dass sich die Geldgeber der Region auf den neuen Verein konzentrieren koennten.
Aus der Luft gegriffen ist die Befürchtung nicht: Der Energieversorger MVV, langjaehriger Sponsor der TSG Hoffenheim, hatte bereits seinen Abschied angekuendigt, um dem Traditionsverein Waldhof Mannheim auf dem Weg aus der Oberliga in die Bundesliga zu helfen. Kaum wurden Hopps Plaene bekannt, machte das Unternehmen eine Rolle rueckwaerts. "Es waere toericht, diese Chance nicht zu nutzen", sagt MVV-Chef Rudolf Schulten.

Vor allem schnell soll es gehen. Am Tag vor Weihnachten hat die TSG Hoffenheim einen neuen Trainer verpflichtet: In der Rueckrunde uebernimmt Lorenz-Guenther Koestner die Mannschaft. Mitte November hatte sich Hoffenheim von Hansi Flick getrennt. Fuenfeinhalb Jahre lang stand Flick fuer eine Fussballphilosophie mit jungen Spielern aus der Region. Als er ging, war seine Mannschaft Tabellenvierter. Sechs Punkte hinter einem Aufstiegsplatz.


Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Printausgabe vom 29. Dezember 2005
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Beitragvon HerbertLaumen » 29.12.2005 11:39

Weiss jemand, warum die beiden anderen Vereine in den neuen Verein integriert werden? Hopps Verein ist doch in der Regionalliga, also könnte er den doch aufsteigen lassen. Warum einen neuen Verein gründen!? :?
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