50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten. Wirklich? Im nationalen Fußball ist das oft anders.

Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon SpaceLord » 29.12.2015 16:31

Die Leistung aller Verantwortlichen in unserem Klub kann nicht hoch genug eingeschätzt und gewürdigt werden, wenn man all diesen widerwärtigen Ekelskram lesen muss.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon schal+rausch » 29.12.2015 21:05

nicklos hat geschrieben:Das ist mir ein bisschen zu einfach. 1860 [...] fährt den Wagen mal voll vor die Wand. Das ist Eigenverschulden, da kann der Investor nichts dazu.
Die machen sich auch abhängig und verschulden sich. Man [...] sollte nicht immer denken, der Investor macht das schon...

Aber genau darin liegt ja eben die Gefahr - siehe Wolfsburg: Da wird gewirtschaftet nach dem Motto: "Hau raus die Kohle - der Investor zahlt!" Wie sonst wäre es möglich, für einen Schürrle (meiner Ansicht nach nie wirklich ein absoluter Spitzenfußballer, und zum Zeitpunkt des Kaufs obendrein inzwischen auf einem absteigenden Ast) 35 Millionen hinzulegen - in der Winterpause, und zudem noch ohne Not?! :shock:

Wenn ein Verein wirtschaftlich auf eigenen Beinen steht und für seinen Finanzspielraum selbst verantwortlich ist, braucht es Leute mit Überblick - unter Umständen über Ligen und Länder hinweg - und Weitsicht - auch über Jahre und Saisons hinweg. Dann verpflichtet man eben eher junge Leute mit hervorragenden Anlagen, die aber erst noch an höhere Aufgaben herangeführt werden müssen, und Trainer, die fähig sind, aus Talenten gute Spieler zu machen, und aus guten Spielern eine Mannschaft zu bilden. :aniwink:
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon nicklos » 29.12.2015 21:16

Im Endeffekt ist es so, dass man mit unfähigen Leuten wie bei 1860 nie was erreichen wird. Ob mit oder ohne Investor...
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon schal+rausch » 29.12.2015 21:34

Genau. Nur ist es bei einem finanziell eigenverantwortlich handelndem Verein eben essentiell, dieses zu erkennen. Und nicht auf Teufel-komm-raus einzukaufen, koste es was es wolle. Und genau dafür brauchst du halt die richtigen Leute auf den entscheidenden Positionen.

Mann, was bin ich froh, dass wir Max Eberl haben..! :animrgreen:
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon Viersener » 02.01.2016 11:57

Naja, wenn in X jahren Borussias Mitglieder für einen Investor stimmen sollten,oder die 50+1 regel ganz wegfällt (lol, ist die ja eigentlich schon,ne lieber DFB?) kann er (leider) auch nicht viel machen. :( Aber solange es so ist wie es ist :) genießen !
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon schal+rausch » 02.01.2016 12:23

Müssen denn die Mitglieder dafür stimmen? Können sie überhaupt?

Wenn ich mich nicht täusche, ist der Profi-Fußballbereich bei Borussia in Form einer GmbH (bei anderen Klubs ist es eine AG, oder eine KGaA) vom eigentlichen Verein rechtlich abgekoppelt. Sollte also vom Vorstand der Einstieg eines Investors geplant sein, wäre dies für den Profibereich wohl ohne das Absegnen der Vereinsmitglieder möglich, oder?

Ganz davon abgesehen denke ich, dass es da ein paar Clubs gibt, die aus den Erfahrungen anderer lernen werden - zum Teil lernen müssen. Ganz abgesehen von der immensen Gefahr, die durch die vollkommene wirtschaftliche Abhängigkeit von einem externen Geldgeber ausgeht (siehe 1860: drohende Insolvenz, oder VfL WOB: evtl. verminderte Einlagen des Konzerns wg. der Abgaskrise, oder Hoffenheim: Hopps Ankündigung, in Zukunft deutlich weniger Geld in den Club zu pumpen, etc...) glaube ich tatsächlich, dass sich ein großer Teil der heutigen Fans von den bisherigen Traditionsclubs abwenden werden, wenn sie sich nicht mehr mit ihrem Verein identifizieren können. Ich als 1860-Fan könnte mir das jedenfalls nicht mehr antun.

Zum Glück droht uns dieses Schicksal in absehbarer Zukunft wohl nicht. Will mal hoffen, das unserer Verein diesbezüglich dauerhaft Rückgrat beweist.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon Viersener » 02.01.2016 12:25

schal+rausch hat geschrieben:Müssen denn die Mitglieder dafür stimmen? Können sie überhaupt?
damals als effe und co "die macht" übernehmen wollten wurde auch beschlossen das Mitglieder vorher gefragt werden und diese darüber Abstimmen. Hab ich noch so im Hinterkopf,ich habe dafür auch gestimmt das es so in die Satzung aufgenommen wird.

Zum Glück droht uns dieses Schicksal in absehbarer Zukunft wohl nicht. Will mal hoffen, das unserer Verein diesbezüglich dauerhaft Rückgrat beweist.

:daumenhoch:
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon kurvler15 » 02.01.2016 14:07

Anteilsverkäufe müssen seit der Satzungsänderung von 2011 mit einer 2/3 Mehrheit auf der Mitgliederversammlung abgesegnet werden.
§2 Abs. 6 der Satzung:

(6) Der Verein hält sämtliche Anteile in der ausgelagerten
Borussia Mönchengladbach GmbH, in welcher der
Lizenzspielbetrieb angesiedelt ist. Die Veräußerung dieser
Gesellschaft oder von Anteilen derselben muss durch
die Mitgliederversammlung auf Antrag des Präsidiums
mit zwei Drittel Mehrheit beschlossen werden.
Ein entsprechender
Antrag des Präsidiums ist den Mitgliedern
mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zuzustellen.


Dies war meine ich ein Änderungsvorschlag der damaligen "Mitgliederoffensive" und wurde vom Verein ausdrücklich begrüßt.

Mit anderen Worten: Ich Mönchengladbach wird sich höchstwahrscheinlich niemals eine 2/3 Mehrheit dafür finden lassen. Und das ist auch gut so.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon schal+rausch » 02.01.2016 15:05

:daumenhoch: Das sehe ich exakt genau so. Danke für die Aufklärung! :winker:
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon Aderlass » 03.01.2016 00:58

Finde den Artikel auf der Torfabrik zu dem Thema sehr gut. Entweder Du machst mit bei dem großen Spiel der Kommerzialisierung oder Du bekommst wohl irgendwann Probleme, weil Du einfach nicht mehr mithalten kannst.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon Macragge » 03.01.2016 15:03

Aderlass hat geschrieben:Finde den Artikel auf der Torfabrik zu dem Thema sehr gut. Entweder Du machst mit bei dem großen Spiel der Kommerzialisierung oder Du bekommst wohl irgendwann Probleme, weil Du einfach nicht mehr mithalten kannst.


Mhm, also wir sind uns hoffentlich alle einig das wir sowas bei Borussia niemals sehen wollen, denn sonst hätten wir auch Fans von einem dieser "erfolgsversprechenden" Vereinen werden können :animrgreen2:

Wir müssen auf Grund unserer doch eher "provinziellen" Position in der Bundesliga uns ein Alleinstellungsmerkmal erhalten. Wir sind weder in einer Region wo es keine anderen Vereine gibt noch sind wir einer der "großen" welche durch Eigenvermarktung Millionen scheffeln könnten.

Unser Weg darf niemals der der anderen sein, weil sonst könnten wir auch zum BvB oder S04 rennen. Und wenn das dann wieder im schlechten Fußball endet ? Na dann freuen wir uns über den einen Sieg gegen eines dieser "Investorenteams"..
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon schal+rausch » 03.01.2016 16:07

:winker: Würd' ich einiges von unterschreiben, Herr mac.

Borussia ist unbestritten ein Traditionsverein; ein Verein, der zu nicht unerheblichem Maße von seiner Tradition lebt. Doch worin liegt speziell Borussias Tradition?

Nun, ein großes Maß dessen, was Borussia ausmacht und bis heute die Zuschauer anzieht, ist in den 70er Jahren begründet, klar. Dabei war Borussia schon damals ein Verein, der wirtschaftlich im Ligaschnitt allenfalls Durchschnitt war, vielfach hintenan stand: Ein Stadion, das weder von seiner Größe noch in seiner Ausstattung mit den anderen mithalten konnte. Ein eher ländliches Einzugsgebiet, bei dem ihr selbst die in unmittelbarer Umgebung liegenden Clubs (Köln, Düsseldorf, Duisburg, Schalke, Dortmund) weit voraus waren. Und zu guter Letzt musste der Verein auch noch regelmäßig seine besten Spieler ziehen lassen (Netzer, Stielike, Bonhof, Matthäus, Effenberg...) - bis heute (Dante, Reus, ter Stegen)! Wie also war es möglich, mit den anderen Vereinen schrittzuhalten, ja, sie sogar hinter sich zu lassen?

Zum einen durch die Art und Weise, wie in Gladbach Fußball gespielt wurde - nämlich möglichst attraktiv! Eine Art des Fußballs eben, der die Leute ins Stadion lockt. Und den Verein eben auch für neue Spieler interessant machte. Neue Spieler bedeutete zum Anderen bei Borussia eben auch schon traditionell junge Spieler. Talente, die eigentlich erst noch für die erste Liga ausgebildet werden mussten - sich dann aufgrund der Weitsicht der Verantwortlichen aber bewährten. Was - zum Dritten - auch einer entsprechenden Vereinsphilosophie bedarf: Ein Cheftrainer, ein Manager und eine Vereinsführung, die diese Philosophie vertreten, und an einem Strang ziehen. Und zu guter Letzt - auch Teil der Philosophie - langfristiges Denken. Aufbau eines Konzepts, das nachhaltig angelegt ist, und entsprechend nachhaltig wirkt.

Eine lange Zeit hat sich Borussia von diesen Grundsätzen entfernt; das wurde dann ja auch mit dem sportlichen Niedergang und daraus resultierendem zweimaligen Abstieg bestraft. Nun allerdings sind wir wieder auf Kurs; das neue, aber noch immer genauso provinziell gelegene Stadion :wink: ist immer mindestens so gut gefüllt, wie das in der Großstadt Köln! Möglich wurde dies durch die sowohl sportlich als auch wirtschaftlich hervorragende Arbeit der letzten zehn bis 15 Jahre - und zur Zeit sieht es auch so aus, als würde der neue Kurs ebenfalls nachhaltig gesteuert werden. Schon allein die Tatsache, dass die Veräußerung von Teilen des Vereins bzw. der Profi-Abteilung der Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder bedarf (siehe post von kurvler15 ^), ist ein mehr als klares Zeichen: Borussia war schon immer eigenständig, ist nach wie vor eigenständig - und will dieses offensichtlich auch in Zukunft bleiben! :daumenhoch:
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon Nothern_Alex » 03.01.2016 16:10

Ich glaube daran, dass Kommerzialisierung und 50+1 kein Widerspruch sind. Natürlich muss man mit der Welle schwimmen, die der immer größere Geldfluß bewirkt. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man sich zum Spielball abstrakter Mächte macht, die mit Fußball und dem Verein nichts am Hut haben. Man kann auch hier Herr der eigenen Handlungen bleiben.

Traurig in diesem Zusammenhang ist nur, dass der DFB/DFL einen eindeutigen Kurs fährt: Wasser predigen (pro 50+1) aber Saufgelage veranstalten („Bestandsrecht“ Leverkusen und Wolfsburg, sowie der Umgang insbesondere mit Leipzig).
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon Saxonia Reloaded » 03.01.2016 16:15

Ich halte den Artikel für Panikmache.
Sätze wie: "Es ist die letzte Chance, auf den fahrenden Zug aufzuspringen" oder
"Welcher Klub jetzt nicht auf den Schnellzug aufspringen kann, der wird auf Jahre aussichtslos ins Hintertreffen geraten"

klingen schwer danach, dass wir quasi den Laden fast dicht machen können, falls wir die CL nicht erreichen.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon kurvler15 » 03.01.2016 16:39

Eben. Ich verstehe auch nicht wieso Investoren immer so angesehen werden, dass sie dem Verein Geld "schenken". Zumindest kommt es immer so rüber.

Entweder man hat einen richtigen Investor, oder einen Gönner/Besitzer wie man es sehen will. Ein Investor zeichnet sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass er Geld investiert um im Laufe der Zeit einen ROI daraus zu erzielen. Sprich es wird auch wieder Geld an den Investor zurückfließen und zwar mehr als er investiert hat - im positiven Verlauf für den Investor. Und natürlich ist da das Beispiel was gerade relativ aktuell ist der 60er Investor. Wenn die Investition eben keine Rendite ausspuckt, dann versucht ein richtiger Investor wieder auszusteigen.

Und dann hat man eben Gönner/Besitzer, die einen mit Geld zukleistern. Aber: Diese Personen/Unternehmen haben natürlich nicht nur einen kleinen Einfluss auf den Verein, sondern haben die komplette Macht in dem Verein. Frei nach dem Motto: Ich habe die meisten Anteile, ich stecke Geld rein, ich hab das Sagen. Siehe Leipzig, siehe amerikanische Vereine. Vorbei ist es dann mit Mitgliederversammlungen, Mitbestimmung. Dann seid ihr nichts anderes als Kunden, die ihr Geld zum Vereinsspielzeug des Gönners schiffen.

Ich denke wenn im Volksmund von "Investor" gesprochen wird, ist letztere Art gemeint. Und das wäre zumindest in Deutschland der Niedergang. Das einzige Alleinstellungsmerkmal was die deutsche Liga im internationalen Vergleich hat sind die vollen Stadien und die lebendige Fankultur.

Ich finde die Ansicht immer der Beste oder immer zu den Besten gehören zu wollen eigentlich sehr ehrgeizig. Aber anstatt zu jammern das man etwas verlieren könnte, könnte man auch mal einen Blick darauf werfen was man eigentlich hat. Gerade hier in Mönchengladbach. Volle Stadien, tolle Atmosphären, Choreos, Fans die Fans sind weil sie es auch dann waren als es dem Verein schlecht ging, Historie, Geschichte, Emotionen. Das alles aufgeben für mehr Geld? Für ein Stück Blech in der Vitrine? Für ne zusätzliche Jahreszahl auf dem Briefkopf?

Erfolg ist noch immer etwas was man sich erarbeiten muss. Vollkommen unabhängig davon wie viel Geld man hat. Ich bleibe gerne das kleine gallische Dorf, was stolz darauf ist, dass nicht alles kaufbar ist. Und eins ist es sicherlich nicht: Fantum.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon luckylucien64 » 03.01.2016 17:49

Wer glaubt, daß das Zuschütten mittelmäßiger Kicker mit Traumgehältern der Königsweg zum Erfolg ist, möge sich das armselige Spielniveau der Premier League ein paar Spiele lang zu Gemüte führen. Selbst wenn sich Borussia erneut für die CL qualifizieren würde ( wozu sehr vieles sehr optimal laufen müßte) werden die Verantwortlichen den Verein garantiert nicht in den Teufelskreis eines überteuerten Kaders, der nur via CL-Teilnahme finanzierbar ist, manövrieren. Mittelfristig wird der Gehälter- und Ablösewahn entweder zum Platzen der Blase ( wenn zehnmal soviel Geld in den Markt gepumpt wird, gibts deswegen nicht zehnmal soviele gute Fußballer) oder zur Bildung einer Euro-Superliga der Großkopferten führen. Die Flucht Guardiolas aus der für ihn unattraktiven Bundesliga deutet an, wohin es gehen wird.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon Aderlass » 03.01.2016 20:42

Aber ist die Stimmung auf Schalke trotz Millionen eines russischen Gasriesen denn schlechter?

Ich nehme hier so war, dass wenn externe Geldgeber hier Anteile kaufen, von heute auf morgen keine Stimmung mehr wäre.
Blech in der Vitrine? Hier ist doch schon die Hölle los, wenn wir mal 5:0 bei einem Werksverein verlieren. Was wäre hier los, wenn statt der Plätze 4-7 nur der Kampf um die Plätze 10-14 drin wäre, mit gelegentlichem Abstiegskampf wenn es mal schlecht läuft. Dann werden aus einem Schnitt von 52000 Zuschauern schnell mal wieder 43000 wie das früher der Fall war. Ich weiß, das sind alles Erfolgsfans auf die man eh verzichten kann, aber ist die Stimmung dann besser?
Geldgeber (ob jetzt Investoren oder Gönner) sind sicher nicht das Allheilmittel für attraktiven und erfolgreichen Fußball, aber sie vorab zu verteufeln wird uns ein gutes Stück Wettbewerbsfähigkeit kosten, was wir uns als eher provinzieller Verein nicht erlauben können.
Ich sehe lieber Xhaka und Raffael hier kicken als Alberman oder van Hout (nichts gegen die beiden Sportkammeraden) auch wenn Borussia dann vielleicht in der Postbankarena kickt, auf der Firmenweihnachtsfeier von TUI mit Kindern eine Schneballschlacht veranstalten muss oder ein Ölscheich festlegt, wo das nächste Trainingslager stattfindet.
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon JabbatheHut » 03.01.2016 21:09

Kann dem Kommentar von Aderlass zu 100% zustimmen. :daumenhoch:
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon borussenmario » 03.01.2016 21:37

Ich dafür zu genau 0%
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Re: 50+1 Regelung: Mehrheit bei Bundesligaklubs

Beitragvon 3Dcad » 03.01.2016 21:47

schal+rausch hat geschrieben:Borussia ist unbestritten ein Traditionsverein; ein Verein, der zu nicht unerheblichem Maße von seiner Tradition lebt. Doch worin liegt speziell Borussias Tradition?

Nun, ein großes Maß dessen, was Borussia ausmacht und bis heute die Zuschauer anzieht, ist in den 70er Jahren begründet, klar. Dabei war Borussia schon damals ein Verein, ......

.... dies durch die sowohl sportlich als auch wirtschaftlich hervorragende Arbeit der letzten zehn bis 15 Jahre - und zur Zeit sieht es auch so aus, als würde der neue Kurs ebenfalls nachhaltig gesteuert werden. Schon allein die Tatsache, dass die Veräußerung von Teilen des Vereins bzw. der Profi-Abteilung der Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder bedarf (siehe post von kurvler15 ^), ist ein mehr als klares Zeichen: Borussia war schon immer eigenständig, ist nach wie vor eigenständig - und will dieses offensichtlich auch in Zukunft bleiben! :daumenhoch:

Schöner Beitrag, danke! 100% Zustimmung zum kompletten Beitrag (hab nur einen Teil zitiert) :daumenhoch:
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