Stimmung bei den Heimspielen

Fahnen, Gesänge, Choreos, Fahrten. Hier treffen sich die Supporter!

Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon dkfv » 07.02.2018 13:42

Man wird wohl kaum Zahlen zu den einzelnen Fanartikeln finden. Die "Strafen" sind am Umsatz gemessen absoulte Peanuts für Borussia.

Zudem gibt es ja auch schonmal Strafen für Becherwürfe bei Ecken des Gegners aus den Blöcken 14,13 und 12
Wo ist bei solchen Vergehen große Empörung hier im Forum?
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon kurvler15 » 07.02.2018 14:00

BurningSoul hat geschrieben:Wer Choreos plant, erstellt und durchführt investiert viel Zeit, aber wie in allen ehrenamtlichen Bereichen, sollte man da keine große Dankbarkeit erwarten.


Und das tun die Ultras bzw. alle aktiv engagierten Fans auch nicht. Die wenigsten wissen, dass die Jugendbetreuung in de Kull zu einem hohen Grad durch die Arbeit der aktiv engagierten Fans finanziert bzw. verwaltet wird. Oder das Nordkurve aktiv, die jedes Jahr mehrere tausend Euro an Bedürftige verteilen von diesen Fans organisiert und ehrenamtlich verwaltet wird. Im Gegenteil, man hält sich im Hintergrund und kommuniziert immer, dass dies die Leistung der - wie der Name es schon suggeriert - Nordkurve bzw. aller Fans jeglicher Colour ist.

Die gehen damit nicht hausieren um Anerkennung oder Dankbarkeit abzugreifen, sondern machen dies unter vorgehaltener Hand weil die Sache über dem eigenen Ideal steht. Nur passt das nicht in das Bild "Selbstdarsteller" was viele haben, und was zugegeben auch in gewissen Punkten so empfunden werden kann.

Ich persönlich denke, dass jeder Fan eine Daseinsberechtigung hat, solange er sich an die auferlegten Regeln der Nordkurve hält. Jeder soll sein Fandasein individuell ausleben dürfen wie er will. Das gilt für die Ultras, genau wie für die anderen. Wenn die Ultras meinen zu schweigen als Zeichen des Protests ist es ihre Sache. Wenn unbeteiligte Fans sich dem anschließen auch. Wenn Fans sich dem nicht anschließen, bitte. Sicherlich ist die Diskussion sehr emotional aufgeladen und beide Seiten haben in der Vergangenheit Grenzen überschritten. Man muss nicht immer einer Meinung sein, man kann auch Sachen nicht gut finden. Aber man muss sie in gewissen Sachen akzeptieren und evtl. konstruktiv versuchen andere zu überzeugen.

Als Beispiel: Ich ertappe mich auch immer wieder, dass ich mich über "oben" aufrege, weil sie nicht supporten wie es mein Ideal eines Block16 Besuchers es vorgibt. Auch ich tue mich sehr schwer damit das zu akzeptieren. Aber ich kann auch viele Gründe nachvollziehen. Aber dann liegt es an mir evtl. konstruktiv diesen Fans mein Ideal beizubringen und sie vielleicht überzeugen, dass mehr Support der Mannschaft nur gut tun kann. Das geht aber nicht mit emotionalem aufgeladenen Vorwürfen, sondern mit Argumenten. Mit Einbeziehung. Mit Diskussion. Andersrum genau so. Der "Protest" den die Ultras gezeigt haben muss nicht dem Ideal eines anderen entsprechen. Auch hier sollte man dann konstruktiv, und das FP hat es ja nun initiiert, versuchen in Diskussion die andere Seite von seinem Ideal zu überzeugen.

Eigentlich sollten wir stolz darauf sein, dass wir eine unfassbar pluralistische Kurve haben die nicht ein einziges Ideal hat. Pluralismus kann auch kreativ sein und bringt einen im Endeffekt weiter. Die Vorraussetzung ist allerdings die Akzeptanz DAS man unterschiedlich ist. Und das man auf einer sachlichen Ebene miteinander kommunizieren muss um nicht das eigene Ideal zur Schau zu stellen, sondern geschlossen auftritt. Das gilt für alle Seiten.

Im Zuge dessen möchte ich mich persönlich auch nochmal entschuldigen, der sich ob der Vorfälle letzten Samstag auch sehr emotional in diesem Vorwurfswut verloren hat. Das war auch nicht zielführend.

Ich finde der Grundsatz sollte sein, dass alle Fans eine Daseinsberechtigung haben, ob Normalo, Kutte, aktiver Fan, passiver Fan, engagierter Fan, nicht so engagierter Fan, Ultra oder Zuschauer und und und. Es muss einfach darum gehen, wie man diesen Pluralismus bündeln kann und den maximalen Ertrag extrahieren kann. Vielleicht müssen sich die Ultras dafür auch öffnen. Vielleicht müssen aber auch andere Fans ihre vielleicht mittlerweile festgefahrene Ansicht reflektieren. Und dann kann man daran arbeiten, wie man wieder geschlossen auftritt. Solche Sachen wie Samstag die einzig und allein aus fehlender Emphatie für die Ideale der anderen auftreten müssen der Vergangenheit angehören. Vielleicht war es ja der finale Schuss, damit beide Seiten verstehen: So geht es nicht weiter.

Ich habe sogar eine Idee wie man das vielleicht machen könnte. Eine Fan-Choreo. Eine Choreo, die vielleicht unter "Führung" der Ultras (weil sie natürlich deutlich mehr Erfahrung in Planung und Durchführung haben) steht, die aber von vielen Fans gemacht wird. Vielleicht eine Choreo in der man die Logos vieler unterschiedlicher BFCs einarbeiten kann. Eine Choreo, wo sich auch normale Fans aus oben oder unten mit engagieren können, aus Ost und Süd, aus 13 und 16 und und und beteiligen können, wenn sie möchten. Dies würde versinnbildlichen was ich meine: Man könnte gemeinschaftlich was auf die Beine stellen, was es so vielleicht noch nicht gab und dem gemeinsamen Ziel dienlich ist. Dazu kann man bei der Erstellung und Kreeierung der Choreo mit allen Gruppen bei Bier und Wurst ins Gespräch kommen und sich mal über die unterschiedlichen Ideale austauschen. Aber ich weiß natürlich nicht ob und wie so etwas umsetzbar ist....
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon lumpy » 07.02.2018 14:33

kurvler15 hat geschrieben:Und das tun die Ultras bzw. alle aktiv engagierten Fans auch nicht. Die wenigsten wissen, dass die Jugendbetreuung in de Kull zu einem hohen Grad durch die Arbeit der aktiv engagierten Fans finanziert bzw. verwaltet wird. Oder das Nordkurve aktiv, die jedes Jahr mehrere tausend Euro an Bedürftige verteilen von diesen Fans organisiert und ehrenamtlich verwaltet wird.

Das ist das, was ich auch schon geschrieben habe. Man muss die Medaille von beiden Seiten betrachten. Das, was die Jungs ehrenamtlich leisten ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Versteigerung von Matchworn Trikots für den guten Zweck, Unterstützung vieler Jugendprojekte in MG, Krankenhausbesuche, etc. Zudem ist das Dekull aus der Feder von Peppo entstanden, dem ehemaligen Capo der Kurve und selbst Ultra.

Gerade vor diesem Hintergrund und den von anderen Usern vorgebrachten Tatsachen, dass durch tolle Choreros auch viele Merchandise Artikel entstehen stimmt die Behauptung von Zaman, unsere Ultras würden Borussia Geld kosten, sicherlich nicht.

Was natürlich nichts daran ändert, dass jede Strafe vermieden werden sollte.

Im Gegenteil, man hält sich im Hintergrund und kommuniziert immer, dass dies die Leistung der - wie der Name es schon suggeriert - Nordkurve bzw. aller Fans jeglicher Colour ist.

Die gehen damit nicht hausieren um Anerkennung oder Dankbarkeit abzugreifen, sondern machen dies unter vorgehaltener Hand weil die Sache über dem eigenen Ideal steht. Nur passt das nicht in das Bild "Selbstdarsteller" was viele haben, und was zugegeben auch in gewissen Punkten so empfunden werden kann.


100 Prozent Zustimmung. "Selbstdarsteller" und "Kindergartenkinder" wären nicht in der Lage, so viele tolle o.g. Projekte zu realisieren.

Ich persönlich denke, dass jeder Fan eine Daseinsberechtigung hat, solange er sich an die auferlegten Regeln der Nordkurve hält. Jeder soll sein Fandasein individuell ausleben dürfen wie er will. Das gilt für die Ultras, genau wie für die anderen.
Genau das ist es. Diese Tolereranz wurde im letzten Spiel vom oberen 16er mit Füßen getreten, nicht vom unteren.

Deshalb verstehe ich nicht, warum man sich momentan gerade auf die Leute im unteren 16er einschießt.

Ich habe sogar eine Idee wie man das vielleicht machen könnte. Eine Fan-Choreo. Eine Choreo, die vielleicht unter "Führung" der Ultras (weil sie natürlich deutlich mehr Erfahrung in Planung und Durchführung haben) steht, die aber von vielen Fans gemacht wird. Vielleicht eine Choreo in der man die Logos vieler unterschiedlicher BFCs einarbeiten kann. Eine Choreo, wo sich auch normale Fans aus oben oder unten mit engagieren können, aus Ost und Süd, aus 13 und 16 und und und beteiligen können, wenn sie möchten. Dies würde versinnbildlichen was ich meine: Man könnte gemeinschaftlich was auf die Beine stellen, was es so vielleicht noch nicht gab und dem gemeinsamen Ziel dienlich ist. Dazu kann man bei der Erstellung und Kreeierung der Choreo mit allen Gruppen bei Bier und Wurst ins Gespräch kommen und sich mal über die unterschiedlichen Ideale austauschen. Aber ich weiß natürlich nicht ob und wie so etwas umsetzbar ist....
Meiner Meinung nach eine überragende Idee, die du beim Fanprojekt und/oder am Container mal anbringen solltest! Ich wäre der erste, der mit Pinsel und Farbe am Start wäre :daumenhoch:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon Zaman » 07.02.2018 14:59

Ich finde kurvlers Idee auch superklasse und wäre mit dabei. Pinsel schwingen kann ich auch im Sitzen, dazu muss mein Knie nicht heile sein.
Nein, im ernst. Ich finde diese Idee wirklich absolut klasse. Das sollte man anbringen und wirklich versuchen.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon Macragge » 07.02.2018 15:04

In Berlin hat es ja auch geklappt, wo die Choreo dort von den Berliner Fanclubs durchgeführt wurde. Aber das Problem dabei ist immer die Verschwiegenheit, denn der Inhalt der Choreo sollte bis zum Zeigen nur wenigen Bekannt sein. Ansonsten eine Top Idee.

Ich schließe mich kurvler15 übrigens an, auch ich habe in den letzten Tagen zu viel Wut in meine Kommentare gesteckt. Aber man fühlt sich manchmal wie Don Quijote.

Ich werde am 18.02 an der Diskussion teil nehmen. Freue mich auf rege Beteiligung :daumenhoch:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon lumpy » 07.02.2018 15:53

Macragge hat geschrieben:Ich schließe mich kurvler15 übrigens an, auch ich habe in den letzten Tagen zu viel Wut in meine Kommentare gesteckt. Aber man fühlt sich manchmal wie Don Quijote.

Ich werde am 18.02 an der Diskussion teil nehmen. Freue mich auf rege Beteiligung :daumenhoch:


Gehört auch dazu und nur wo es Reibungen gibt, entstehen kreative Ideen. :wink: Ich für meinen Teil kann sagen, auch wenn ich manche Diskussion emotional führe, dass ich immer am fairen Umgang interessiert bin.

Mit manch einem User mag ich bei anderen Themen, wie Kaderzusammenstellung oder anderen Themen komplett auf einer Wellenlänge liegen. :daumenhoch: Hätte auch nichts dagegen mit Zaman, Bruno und all den Diskussionspartnern mal ein Bierchen zu trinken im Fanhaus :winker:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon Zaman » 07.02.2018 16:27

gegen gemeinsames trinken ist nichts einzuwenden, nur gegen Bier :wink: :winker:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon Kloeppeliese » 07.02.2018 16:41

Dann läufts auch mit der Kreativität viiiiel flüssiger.... :winker:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon luckylucien64 » 07.02.2018 17:33

borussenmario hat geschrieben:Mir reicht der gesunde Menschenverstand, um zu dem Schluss zu kommen, dass Support-Verweigerung für die eigene Mannschaft das denkbar letzte ist, was einem einfallen kann, um gegen Plörre oder sonstwen zu protestieren.
Man braucht auch kein Prophet sein, um auf die Idee zu kommen, dass diese Sichtweise ein überwiegender Großteil der Fans im Stadion oder woanders sehr wahrscheinlich haben würde, da reicht schon der normale Einsatz von Verstand.

Es hätte auch gereicht letzte Saison genau hinzuhören um zu wissen, wie die Mehrheit darüber denkt. Statt dessen verhält man sich lieber wie die Leute auf der Titanic nach dem Crash mit dem Eisberg : "Ja, wir haben das große weiße Ding gesehen und gescheppert hat es auch ordentlich, aber hey - der Kahn ist schließlich unsinkbar!"
borussenmario hat geschrieben:Und nein, man muss auch definitiv nicht an irgendwelchen Diskussionen im Fanhaus teilgenommen haben, um diese Art des Protests hier im Forum oder egal wo, einfach nur denkbar unpassend oder sonstwas zu finden, das geht auch so.

Danke :daumenhoch: :winker:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon raute56 » 07.02.2018 20:50

Kurvler: Sehr gute Idee, guter Post....

Kurvler, lumpy: Ihr habt ja meine kritischen Beiträge mitbekommen. Aber was meint Ihr, warum ich vor Jahren Mitglied im Fanprojekt geworden bin. Nicht um mal nen Parkplatz am Fanhaus zu bekommen zum Beispiel, sondern wegen der vielfältigen (Jugend-)Arbeit von FPMG und De Kull. Schließlich habe ich - Achtung, Eigenlob stinkt - 16 Jahre in der Jugendabteilung als Fußballvereins als Trainer gearbeitet, und da ging es nicht nur um fußballerische Feinheiten, sondern auch um Sozialarbeit.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon purple haze » 07.02.2018 22:54

Jap, die Idee von kurvler hat was...bin ja gespannt ob sie dann auch aufgegriffen wird.
Wenn alles glatt läuft komme ich leider erst gegen 15/15:30 zum fanhaus
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon DarkPiedro » 08.02.2018 19:43

dkfv hat geschrieben:Man wird wohl kaum Zahlen zu den einzelnen Fanartikeln finden. Die "Strafen" sind am Umsatz gemessen absoulte Peanuts für Borussia.


"Die haben so viel durch unsere Aktionen / Choreos verdient, wir können deshalb so viele Geldstrafen verursachen wie wir wollen."
Und selbst wenn Billiarden damit eingenommen wurden, gibt es Ihnen nicht das Recht Ihre Interessen über die des Vereins zu stellen ("wir leben und geben alles für den Verein", ja ja...).

Wenn das deren Haltung ist und sie das weiter so leben, sollte sich keiner mehr über die fehlende Akzeptanz und die großflächige Ablehnung der "Szene" wundern.
So wird auch niemals der Riß in der Kurve geschlossen werden, egal wie viele Podiumsdiskussionen einberufen werden.
in dem Zusammenhang, wird auch Kritik außerhalb dieser Gespräche erlaubt sein und wenn Kritiker gleichbedeutend mit Nörglern sind, passt das ebenso in die Haltung der "Szene".

Falls der Protest wirklich so unabdingbar notwendig ist, Aktionen die im Gedächtnis blieben waren meist die, wo automatisch ein Schmunzeln ins Gesicht kommt.
Mir fiel da eine Aktion der VfB Schwaben gegen Hoffenheim ein,siehe Anhang.
Dann gab es auch mal eine Ursprungs Choreo (vom VfB in Leipzig), die sie während des Spiels einfach abgeändert haben, was bei den Leipzigern zu viel Ärger geführt hat. (warum kann man nur einen Anhang einfügen?)

Meine Gedanken zur Stimmung:
Ich kann immer nur für mich sprechen, ich mache nicht bei allem mit, Tagesform abhängig und was mir gefällt.
im Wesentlichen wirklich die spielbezogenen Situationen, oder die einfachen Sachen.
Sobald es mit "Hände, Hände... oder Fäuste Fäuste... anfängt, habe ich schon quasi keinen Bock mehr.
Mich nervt einfach dieses gefühlte Ewigkeiten "jetzt alle gemeinsam, kommt schon, bis in die letzte Reihe...".
Am besten noch im Kanon von beiden Vorsängern, gepaart mit irgendwelchen anderen Ansprachen oder Predigten.

Ich vermisse etwas die Sachen vom Bökelberg, beispielsweise als bei jeder Ecke gefühlt die ganze Kurve, die Arme austreckte "ooohhhh..." und erst beim ausführen "hey" endete.
Ich kann mich auch an ein oder zwei Wechselgesänge erinnern, als die Vorsänger das ganze Stadion erst einzeln und dann komplett abgeholt haben. Das war brachial laut.

Was ich mittlerweile wirklich einsehe:
ich denke schon das die Vorsänger versuchen, Gesänge von außerhalb aufzunehmen.
Das Akustik Problem kriegen wir wohl leider niemals gelöst.

Ich sehe einen Koordinator auch eher wirklich als reinen Koordinator, d. h das Aufnehmen was von der Kurve kommt, bündeln und verstärken.
Nicht krampfhaft das runter zu rasseln was die Sammlung an Liedern hergibt, um bloß durchgängig was zu singen.
Wenn die Pausen dann zu lang werden, dann müßte der Vorsänger einsetzen, aber auch mit einem Gefühl für die Situation.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon dkfv » 08.02.2018 21:17

DarkPiedro hat geschrieben:
"Die haben so viel durch unsere Aktionen / Choreos verdient, wir können deshalb so viele Geldstrafen verursachen wie wir wollen."
Und selbst wenn Billiarden damit eingenommen wurden, gibt es Ihnen nicht das Recht Ihre Interessen über die des Vereins zu stellen ("wir leben und geben alles für den Verein", ja ja...).



Das habe ich nie gesagt.

Manche Aktionen der Ultras bringen dem Verein eine Geldstrafe. Aber dann bitte nicht vergessen, dass der Verein auch Aktionen vermarktet und daraus Kapital schlägt.

Viele gehen auf die Barrikaden, wenn der Verein durch Pyrovergehen zahlen muss. Becher- und Feuerzeugwürfe aus der Ecke Nordost und die damit verbundenen Strafen werden hingegen als "Scheiße passiert" abgestempelt und es wird kein Feindbild in der Kurve gesucht, der das alles zu verantworten hat.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon raute56 » 08.02.2018 23:07

Im neuen Fohlenecho sprechen drei Fans und Arie van Lent über Fangesänge. Unter ihnen mit Sven Körber ein ehemaliger Vorsänger in der Kurve.

Ich zitiere ihn mal: "Als ich am Bökelberg Vorsänger war, habe ich zu meinem Freund gesagt: 'Ich will, dass die ganze Nordkurve Gas gibt." Seine Antwort war: "Du denkst zu klein. Du musst an das ganze Stadion denken."........... Natürlich sind die Leute auf der Ostgeraden oder in der Südkurve anders in ihrem Falleben als die Leute in der Nordkurve. Aber sie sind dennoch Fans von Borussia, die auch ihr Gladbach-Handtuch mit an den Strand nehmen. Deshalb sollten wir den Blick haben: Wie können wir sie als Teil von uns sehen?"

Und in diesem Interview nennen Körber auch Beispiele, in denen die Unterstützung der Fans den Ausschlag gaben. Zum Beispiel ein Heimspiel gegen den FC oder das das Relegationstor von de Camargo.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon Tacki04 » 10.02.2018 00:00

Oder vielleicht bei dem Spiel...


..da war ich auch auf der Nord...und es war ne Eruption! :animrgreen2: :daumenhoch:

https://www.youtube.com/watch?v=71oyCKdfUAA
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon raute56 » 10.02.2018 00:24

Yes, was bin ich rumgehüpft....
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon Zaman » 10.02.2018 00:48

ja jede menge bier im ohr, :lol: :lol:
das hat nur noch Igor getoppt gegen Bochum ... da waren wir auch nass vor lauter bier, aber scheiß egal, glücklich ohne ende ... :mrgreen:
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon 3Dcad » 11.02.2018 20:18

Die "Ultra Doku" von der ARD fand ich heute nicht schlecht. Gut und recht ausgewogen. Ausnahmsweise bei der ARD mal länger wie 1 Tag in der Mediathek, sogar bis 11.02.2019 :o :)

http://mediathek.daserste.de/Sportschau ... d=49930380
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon mgoga » 17.02.2018 14:49

Ich finde unabhängig vom Gegner sollte immer die Unterstützung der eigenen Mannschaft vor dem Verschmähen oder Boykott des Gegners stehen während des Spiels.

Anstatt zu schweigen kann man seine Meinung auch auf Plakaten kundtun oder meinetwegen mit lauten Pfiffen wenn der Gegner am Ball ist.

Aber völlig zu verstummen ist für mich kontraproduktiv.

Desweiteren fand' ich es in den 80er und 90er Jahren schön dass es keine gefühlte "Fantrennung" unter den eigenen Anhängern gab.

Familienväter konnten unbehelligt auch in Block 15 und 16 am Bökelberg stehen, wer nicht mitsang wurde zwar dazu motiviert aber ansonsten halt in Ruhe gelassen.

Es gab keine festen Regeln beim Support, alles ergab sich spontan je nach Spielverlauf und was die Mannschaft gerade "brauchte".

Man war entweder Gladbach-Fan oder Gäste-Fan, aber es gab in den eigenen Reihen keine "besseren" und "echten" Fans gegenüber "weniger guten" oder "unechten Fans".

Aber es zeigt sich anscheinend auch dass man die Entwicklung der Fankultur und den Lauf der Zeit nicht aufhalten kann.
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Re: Stimmung bei den Heimspielen

Beitragvon Kloeppeliese » 17.02.2018 17:51

Mal eine Frage in die Runde: fährt jemand morgen ab Rheydt um 14.00 Uhr zum Fanhaus und würde mich netterweise mitnehmen? Ich bin auf den Shuttlebus angewiesen und könnte dann erst später dasein, was ich bei der Wichtigkeit der Veranstaltung sehr bedauern würde... Treffpunkt vielleicht Bahnhof, bitte PM. Danke schön!
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